Ahnenforschung und Bücherbörse

Hans Schwarte (Heimatring Lorup) und Heinz Oldiges fachsimpelten

12.04.2024 UB – Am 16. März 2024 trafen sich nachmittags in Lingen, in den Markt- und Messehallen, Mitglieder der Arbeitskreise „Familienforschung“ des EHB und der Heimatvereine, sowie Anbieter von Heimatliteratur. Vom HV Börger nahmen Heinz Oldiges und Hermann Ubbenjans teil. Dr. Ludwig Remling, Vorsitzender des AK Familienforschung der Emsländischen Landschaft und Frau Veronika Olbrich (Geschäftsführerin EHB) begrüßte die anwesenden Aussteller und besonders die angereisten Hümmlinger aus Lorup und Börger.

An diesem Nachmittag wurden die neuesten Bücher und viele Altbestände angeboten und wechselten den Besitzer. Ahnenlisten und Forschungsberichte waren einzusehen. Informationen wurden ausgetauscht. Wir hatten mit den Freunden vom Heimatring Lorup wie schon im Okt. 2019 einen gemeinsamen Stand. Neben Fachleuten begrüßte man viele interessierte Gäste, die sich hier über ihre eigenen „Stammbäume“ oder für „Fachbücher“ interessierten. Es gab einen regen Austausch.

Plattproater Kinner bünnt aktiv

16.04.2024 UB – Dingesdages bünnt dej Kinner van use Grundschoaule Borger bi´n Heimatverein. Doar wat Platt proatet. Doar wat use nordhümmlinger Platt leert. In masse Gelägenheiten in´t Läven wat Platt un plattdütske Utdrücke hier lebendig. In de lessten Wäken bünnt se bi dat Plattproaten oak buten aktiv wähn.

So haff dej AG n´Frühbeet mit Salat und Gewürze anleggt. Johanna Terhalle, de Boas van den Trupp haff dej doarbi holpen. Dej Planten un dat Saat bünnt in de Grund. Nu kann man bloos noch wachten, dat de Saat upgeit un off un toau mal kieken un wenn et wähn mut wässern oder de jungen Planten vör Sünne behöuen.

Plattproater – Cafe

09.04.2024 UB – Sit langen Joahren is dat Plattproater-Kaffee dat Uthangeschild van Heimatverein Borger. In´t Läwen roppt hab dat 2013 Anne un Harm Schmitz. Feinste Torten mit lekkeren Kaffe wert anboarn. Sit 2022 hab, na ne Pause, Monika Langen un Andrea Lüken (Hagen-Süster) dat Zepter oavernoam. Et lapp nach wie vör goaud. Wenn dat Kaffee open is, koammt immer masse Lüe in´t Heimathus.

Dat Heimathus (use Walkemüllerhus) ligg tüsken dej Lemmkuhle un denn Ülkepoaul an twei Dränken up´n Riegen. Hier is dej Welt noch in Ordnung. Hier is man geerne. Masse Lüe koamt oak üm hier Familgenfotos oder oak Hochtiedsfotos toau moaken. Wenn Plattproater-Kaffee is is oak dej Taintschüre (use historische Sammlung) open un man kann doar dej Exponate un oak Bälderausstellung bekieken.

Am 07. April hies es wieder – Vivat Harm

08.04.2024 UB – Es trafen sich 17 Personen mit dem Namen Hermann zu einem Grillabend im Heimathaus. Hermann Korten und Hermann Müller waren in diesem Jahr die Organisatoren. Es war wieder ein interessantes, informatives Treffen.

Der Namen Hermann ist noch der am meisten verwendete männliche Vorname in Börger. Vor ein paar Jahren stellten wir eine Statistik auf. Damals trugen 117 Personen den Namen Hermann als Erst- oder Zweitnamen (der Zweitnamen mit halber Wertung). Mittlerweile sind einige davon verstorben. Knappe 100 dürften es aber noch sein. Die älteste Person beim Treffen war gestern über 70 Jahre alt und der jüngste nicht einmal 2 Jahre alt.

Ostereier suchen am Opferstein

01.04.2024 UB – Es ist schon zur Tradition geworden, das sich die Nachbarschaftsgemeinschaft vom Opferstein mit den Kindern am Ostersonntag zum Ostereiersuchen trifft. So auch in diesem Jahr am 31. März 2024.

Bei sonnigem, kühlem Wetter, ist das der Auftakt nach einer langen Winterpause zu den Treffen am Stein. Zu den Feiertagen, bei runden Geburtstagen, Hochzeitsjubiläen und Dorffesten wird dann die Fahne gehisst und man sitzt ungezwungen ein paar Stunden zusammen. Und das schon seit langen Jahren. (Foto: Abbi)

Gedenktafel für ehemalige jüdische Mitbürger

20.03.2024 UB – Mit einer kleinen Gedenkfeier wurde am Börger Jugendheim in der Poststraße eine Tafel eingeweiht, die an einst in Börger wohnende jüdischen Mitbürger erinnert, die größtenteils dem Naziterror von 1939-1945 zum Opfer fielen. Pastor Mathias Voss und Doris Brinker mahnten zum Gedenken und gaben dieser Aktion ihren Segen. Ohne das Judentum hätte es kein Christentum gegeben.

Bernd Gebkenjans und Jürgen Ermes berichteten über das Entstehen und aus der Geschichte. Vertreter des Heimatverein, der Pfarrgemeinden St. Jodocus Börger und der Ev. Kirche sowie der Gemeinde nahmen an dieser Veranstaltung teil. Anwesend waren auch Vertreter des Forums Sögel (Gedenkort Jüdisches Leben) Bernd Eggert und Hermann Wichmann sowie Michael Engbers von der Jugendbildungsstätte Clemenswerth, Sögel. Eingeladen hatte Bürgermeister Ermes. Initiator dieser Aktion war Bernd Gebkenjans vom Arbeitskreis Geschichte des Heimatverein Börger.

Zum Gedenken an die Ermordung vieler Hümmlinger Menschen in der NS-Zeit ist ein Buch herausgegeben worden. Und auch eine Homepage (https://www.juedisches-leben-region-soegel.de/familien/) ist in 2024 entstanden. Hier findet man Informationen über die jüdischen Mitbürger aus Sögel, Werlte, Lathen, Börger und Esterwegen, die hier gelebt haben. Einzelne sind wieder in die Heimat zurückgekehrt.

Mitgliederversammlung 2024

18.03.2024 UB – Gestern Mittag fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Heimatverein Börger e.V. statt. Vorsitzende Johanna Terhalle (li.) konnte 35 Mitglieder begrüßen. Besonders begrüßt wurden die Ehrenmitglieder sowie die Vertreter von Politik, der Volksbank, Kirche und Schule. Danach gedachte man der vielen in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen. In einem Rückblick berichtete Johanna von den Aktivitäten im abgelaufenen Jahr und gab einen kurzen Ausblick auf 2024.

Heinz Oldiges (re.) trug den Kassenbericht für erkrankten Stefan Sievers vor. Stefans Bericht wurde von den Kassenprüfern Hans KlaBen und Rudi Schmitz überprüft. Sie berichteten von einer einwandfreien, sauberen Kassenführung. Bei den anschließenden Wahlen wurde Tanja Grote (2.v.re.) einstimmig zur neuen Schriftführerin und Mitglied im Vorstand gewählt. Sie nahm die Wahl an. Die Vorstandkollegen und viele Anwesende beglückten Tanja zur Wahl. Der bisherige Schriftführer Hermann Ubbenjans (2.v.li.) fungiert jetzt als Beisitzer und AK-Leiter Geschichte.

Neues Mobiliar für die Zehntscheune

Team des HV in Berlin Wedding

03.03.2024 UB – Mitglieder des HV Börger sind gerade wieder aus Berlin zurück. Sie waren dort zur Katholischen Akademie Aquino gereist. Dort ist die Einrichtung des Emslandzimmers nach fast 40 Jahren abgängig. Das Emslandzimmer wird neu gestaltet und das sehr gut erhaltene alte Mobiliar stellte man zur Verfügung. In Absprache mit dem Landkreis Emsland und Frank Klass von der SG Sögel holten wir vom Heimatverein diese Einrichtung zur weiteren Verwendung wieder zurück ins Emsland.

In den 1990er Jahren ist das Emslandzimmer von ehemaligen Emsländischen Politiker Werner Remmers in Berlin in der Katholischen Akademie aufgebaut worden, deren Leiter und Gründungsdirektor er in dieser Zeit war. Nun war die Einrichtung des Emslandzimmers in der Mitte Berlins, nicht mehr zeitgemäß. Foto: B. Winkels

Unsagbares Unrecht von Deutschen gegen Deutsche Mitbürger

17.02.2023 UB – Das Forum Sögel mit Hermann Wichmann baute in den letzten Wochen mit Hilfe vieler Gruppen und Unterstützer auf dem Marktplatz Sögel eine zentrale Gedenkstätte für die in der NS-Zeit ermordeten Mitbürger aus Sögel und Umgebung auf. Hier stehen nun 18 Stelen der jüdischen Familien und 6 Gedenktafeln für die Juden aus Sögel, Lathen, Werlte und weiteren Gemeinden des Hümmling. Nur wenige jüdische Mitbürger überlebten diesen Völkermord. Auch in Börger geborene Mitbürger sind unter den Opfern.

Bei der feierlichen Übergabe sprachen der Landrat Marc-Andre Burgdorf, Bürgermeister Johannes Völker, SG Bürgermeister Frank Klass und Michael Grünberg (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück/Emsland. Begleitend wurde ein Internet-Auftritt und ein Buch mit diesem Thema vorgestellt. In diesen Dokumentationen sind alle Daten gesammelt und nachzulesen.

Aufstehen gegen radikalem Gedankengut und die AfD

17.02.2024 UB – In einer spontanen, privaten Initiative trafen sich heute Nachmittag über 200 Börgeraner und Gäste zu ein Demo im Dorfzentrum von Börger. Es ging darum Flagge zu zeigen und den Ideen der radikalen rechten Gruppen „Paroli zu bieten“. Vom Kriegerdenkmal aus marschierte eine Großteil dieser Gruppe mit zum Heimathaus. Hier gab es Getränke und wie schon am Treffpunkt Dorfmitte, weitere Redebeiträge.

Unsere Demokratie ist im Moment massiv gefährdet. Alle demokratischen Kräfte müssen geschlossen gegen das Ansinnen der „Radikalen“ vorgehen, die alle demokratischen Parteien bekämpfen und ihre Ideologie propagieren. Börger ist demokratisch und soll es bleiben. Wir müssen bei den kommenden Wahlen alle zur Wahl gehen und für die Demokratie stimmen, und unsere Gesellschaft nicht noch einmal (wie in den 1930er Jahren) den Antidemokraten überlassen, so war den Redebeiträgen zu entnehmen.

Heimat und den Heimatgedanken nehmen „Rechte Gruppen“ oft als ihre Ideologie und für Wahlwerbung. Heimat hat aber nichts mit dem Gedankengut dieser Gruppen gemeinsam. Wir als Heimatverein Börger arbeiten für die Demokratie in dieser Gesellschaftsform für die Bürger und für unsere Kinder und Enkelgeneration nach unserer Satzung.