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16.12.2014 UB – Das Jahr 2014 ist nun bald vorüber. Die Adventszeit gibt Anlass, einmal inne zu halten, um über Vergangenes und Zukünftiges, Erinnerungen und Erwartungen, Vorhandenes und Neues nachzudenken, aber auch um Gemeinsames zu planen. Der Heimatverein hat in diesem Jahr sehr viel geschafft. Die Arbeit ging von der Hand. Im nächsten Jahr müssen wir noch einmal kräftig anpacken, um die Zehntscheune und das Umfeld des neuen Gebäudes fertigzustellen. Aber auch das wird gelingen!
Der Vorstand des Heimatvereins Börger wünscht jetzt erst einmal
allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern alles Gute und
frohe, glückliche und besinnliche Weihnachten
und einen guten Rutsch in das Jahr 2015
mit Gesundheit und Zufriedenheit.
11.12.2014 UB – In jedem Jahr ist der Heimatverein Börger mit der 5. Klasse der Freien Schule Hümmling in Börger zu den Steindenkmalen unterwegs. Von fachkundiger Seite wird den Schülern dort etwas über die „Alte Geschichte“ des Hümmling“ vermittelt. Wenn es das Wetter (Regen und Wind) zulässt, geht es in den Vorweihnachtstagen wieder, bei einem kleiner Ausflug aus dem Schulalltag in den Ort. Vorab nun ein paar Infos vom Lernstoff.
PS: Auf dem Hümmling gab es früher viele, und gibt es heute noch vereinzelnd Denkmale aus der Jungsteinzeit. Es sind Steingräber, Grabhügelfelder aber auch Einzelgrabanlagen. In Börger gibt es noch eine Besonderheit. Es gibt wohl neben Börger, keinen Ort mehr in Norddeutschland, der in der Ortslage (zwischen den Häusern), gleich 4 Denkmale aufzuweisen hat. Es sind die Großsteingräber an der Bergstraße, Am Hünenstein und am Sonnenhügel und der Opferstein an der Bergstraße.
30.11.2014 UB – Gestern abend, wurde im Heimathaus Börger unsere diesjährige Jahresschrift „Use Borger“ vorgestellt. Im weihnachtlich festlich geschmücktem Heimathaus und Heimathausumfeld, stellten Bernd Gebkenjans und Hermann Ubbenjans vor vollem Hause, die 24. Schrift „Use Borger“ anhand einer Power Point Präsentation vor. Zuvor gab es ein sehr schmackhaftes Grünkohlessen. Hermann Schmitz und Walter Goldmann unterhielten zur Einstimmung auf das kommende Weihnachtsfest, mit Fabeln zur Weihnachtszeit. Die ersten Exemplare von „Use Borger 2014“ erhielten Pastor Karl-Heinz Santel, Bgm. Hermann Wöste und Tanja Schepers-Kraus für die Ev. Kirchengemeinde überreicht.
Unsere diesjährige Ausgabe hat den Ersten Weltkrieg zum Hauptthema. Auf über 120 Seiten berichten wir aus dieser Zeit. In einem weiteren Teil des Buches werden aktuelle Ereignisse aus Börger beschrieben. Die Jahresschrift ist bei den bekannten Verkaufsstellen in Börger, (Volksbank, OLB Börger, Lebensmittel Funke, Frisör Gerdes, Blumen Oldiges, bei der Hobbyscheune, bei Buten und Binnen und bei der Winzerei Többen) erhältlich. Zum Abschluß des Abends stellten sich die Autoren, Vorstand, Gäste und Helfer für ein Foto zusammen. Auf dem Foto sind zu sehen (v.li.): Hermann Plaggenborg, Stellv. Vorsitzender Gerd Többen, Erika Wesseln, Christian Sievers, Reinhard Rolfes, Vorsitzender Hermann Schmitz, Tanja Schepers-Kraus, Bernd Gebkenjans, Luzia Stevens, Pastor Karl-Heinz Santel, Bgm. Hermann Wöste, Hermann Ubbenjans und Hans Geers (Foto:LUB).

Termine des Heimatverein Börger e.V.
14. Dezember 2014 – Cafe im Heimathaus
04. Januar 2015 – Jahresempfang 15 Uhr im Heimathaus
08. Februar 2015 – Cafe im Heimathaus – Klönen up Plattdüsk –
08. März 2015 – von 14.30 – bis 18.00 Uhr Cafe im Heimathaus
22. März 2015 – Mitgliederversammlung 15 Uhr im Heimathaus
12. April 2015 – von 14.30 – bis 18.00 Uhr HH-Cafe geöffnet
10. Mai 2015 – Plattproater-Cafe im Heimathaus
14. Juni 2015 – Plattproater-Cafe im Heimathaus
12. Juli 2015 – Plattproater-Cafe im Heimathaus
09. August 2015 – Heimathaus Cafe ist geöffnet 14.30 – 18 Uhr
06. September 2015 – Ausflug des Heimatverein Börger
13. September 2015 – Heimathaus Cafe geöffnet
11. Oktober 2015 – Heimathaus Cafe geöffnet
08. November 2015 – Heimathaus Cafe geöffnet
28. November 2015 – Grünkohlessen mit Vorstellung „Use Borger 2015“.
02.11.2014 UB – Am gestrigen Samstag half eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Börger, unter Leitung von Ortsbrandmeister Heinz Lückenjans und Stellvertreter Martin Kronabel beim Heimathaus. Sie deckten das Gebäude in einer Spontanaktion mit Dachziegeln ein. Für diesen „Einsatz“ sagen wir der Truppe allerallerbesten Dank, auch für die Zusage in den nächsten Tagen auch mal beim „Klinkern“ einen Tag mit anzugreifen. Man hatte mit dem Wetter Glück. Bei bestem Sonnenherbst-Wetter ging die Arbeit von der Hand, und auch das anschließende gemütliche Zusammensein mit den Verantwortlichen des Heimatverein war angenehm.
Seit zwei Wochen ist eine Gruppe Fachleute des HV Börger dabei die Verblendung, das Klinker-Mauerwerk, zu setzten. Und wenn das Wetter mitspielt, wird Ende November ein Großteil der Außenhaut des Gebäudes gemauert sein. Auch dieser Gruppe noch einmal – Danke! Im Dezember sind dann die Fenster, Firste und Dachüberstände dran, um das Haus dicht zu kriegen.
Nach wie vor sind wir aber auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, um dieses Kulturprojekt für die Börger Bevölkerung, fertigstellen zu können. Wohlwollende Unterstützung inform von Geldspenden werden dringend benötigt. Wir erbitten sie auf das unten stehenden Konto. Auch die Mitgliedschaft, als Neumitglied beim Heimatverein Börger hilft uns, dieses Ziel zu verwirklichen. Der Heimatverein Börger e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Wir können deshalb Spendenquittungen ausstellen, die sich nach Deutschem Steuerrecht steuermindernd auswirken.
Konto 10082002 BLZ 28069706
bei der Volksbank Nordhümmling in Börger
IBAN: DE34280697060010082002
BIC:GENODEF1BOG
 Siegerwagen der Gruppe Wikinger, Kirmes 2014 06.10.2014 UB – Der Rat der Gemeinde Börger zeichnet in jedem Jahr zu Kirmes eine Person, Gruppe oder Organisation aus, die sich besonders für die Gemeinde oder Mitmenschen ehrenamtlich einsetzt, im verborgenen arbeitet, keine besonderen Organisation angehört, oder keine Würdigung erfährt. In diesem Jahr wurde die Arbeitsgruppe „Geschichte“ des Heimatverein Börger vorgeschlagen und vom Ehrungsausschuß der Gemeinde ausgewählt. Seit 25 Jahren arbeitet diese Gruppe für den Erhalt und die Dokumentation der Geschichte ehrenamtlich. Nach zwei Jahreskalendern in den Jahren 1989 und 1990 folgte von 1991 bis heute, die Jahresschrift Use Borger. Klaus Fleer würdigte die Gruppe in seinem Vortrag im voll besetzten Festzelt. Er lobte die Arbeit im Namen des Rates der Gemeinde Börger. Ratsmitglied Robert Klassen überreichte die Ehrenurkunde und ein Flachgeschenk für die Arbeit in der Gruppe. Auf dem Bild unten, sind die anwesenden Mitglieder des Arbeitskreises und Ratsmitglieder zu sehen. Von links: Hubert Westerhoff, Kaspar Kronabel, Alois Becker, Hermann Ubbenjans, Anton Behnen, Hans Geers, Bernhard Gebkenjans, Josef Schmees, Josef Albers, Liborius Geers, Hermann Plaggenborg, Hermann Winntering, Hermann Schmitz und die Vertreter der Gemeinde, Ratsmitglied Klaus Fleer und Robert Klassen.
Zuvor waren die Motivwagen des Festumzuges geehrt worden. Hier errang die Gruppe „Wikinger“ mit dem Motiv „Framde Lüe habb us n Hus upstellt“ (Bau der Zehntscheune des Heimatverein – Bild oben rechts) den 1. Platz, gefolgt von Erstkommunionkindern mit ihrem Motivwagen „Kelch“ und der Gruppe „Sandhöge“. Im Anschluß der Ehrung wurden die ältesten anwesenden Gemeindemitglieder geehrt. Die Senioren Margaretha Runkel und Albert Wöste erhielten ein Präsent. (Fotos: LUB)

 Gruppe Heimatverein Börger 29.09.2014 UB – Wie in jedem Jahr, startete der Heimatverein nach dem Sommer einen Tagesausflug. In diesem Jahr war man am 28. Sept. 2014 um 13 Uhr, spät im Termin. Es war wieder eine feine Fahrt mit dem Bus der Firma Sebers diesmal zum Museumsdorf Cloppenburg. 42 Mitglieder fuhren mit. Nach einer Kaffeetafel in der Dorfschänke der 25 Hektar großen Anlage gab es eine Führung. Hauptaugenmerk beim Museumsbesuch in Cloppenburg waren die 60 Häuser und die Darstellung des Inventars und der Disponate, weil man man im nächsten Jahr die heimatkundliche Sammlung in der Zehntscheune auf dem Heimathof Börger präsentieren möchte und man noch Ideen für die Gestaltung der Ausstellung sucht. Nach einer fachkundigen Führung durch Mitarbeiter des Museums gewann man bei einem punktuellen Rundgang, einen Überblick von Machbaren. Unsere mitgereisten Baufachleute konnten Ideen für die Außengestaltung sammeln und wertvolle Informationen mitnehmen. Mit einem gemeinsamen Abendessen in Varrelbusch endete die harmonische Fahrt bei bestem sonnig-warmem Frühherbstwetter, kurz vor Sonnenuntergang.
 Ubbenjans Wilhelm, Dosfeld 28.09.2014 UB – Wir haben wieder Herbst und es ist wieder Zeit, die Arbeiten an der neuen Jahresschrift abzuschließen. Wir wollen die Jahresschrift 2014 am Samstag vor dem 1. Advent 2014 bei einem Grünkohlessen vorstellen. Die Texte des Hauptteiles sind soweit zusammengestellt. Am Aktuellen Teil arbeiten wir noch. Wir bitten noch ausstehende Arbeiten einzureichen, damit wir die Texte auswählen können und den Umfang für den zweiten Teil festlegen können.
In der Ausgabe 2014 werden wir uns im Hauptteil um die Geschehnisse in Börger vor 100 Jahren kümmern. Damals, 1914 rutschte Deutschland und auch unsere Heimat in einen Krieg hinein, der brutal und menschenverachtend wird und der tiefe Lücken in der Gesellschaft hinterlässt. Liebe Leser, wer noch Informationen aus Börger, aus der Zeit von 1900 bis in die 1920er Jahre zur Verfügung hat, melde sich bitte bei uns. Denn auch in unserer Ausgabe 2015 wollen wir auch noch über diese Zeit berichten und nur die Mithilfe Vieler, bringt ein gutes Bild aus dieser Zeit.
19.09.2014 UB – Direkt neben dem kleinen Teich in Börger am Heimathaus, stand eine Eiche, die mächtig wurde und den Teich überragte. Sie hatte ein mächtiges Geäst und unter seinem Dach baute der Heimatverein von 1988 bis 1990, ein Wagenschul – eine Remise, die in den ersten Jahren als Ausstellungsraum und Werkstatt diente. Diese strohgedeckte Remise  Aus dem Eichenstamm wird ein Kunstwerk fiel nach ein paar Jahren Mitte der 1990er einem Brandanschlag zum Opfer. Sie brannte mit Inventar nieder. Ein paar Eichen mussten damals stark angebrannt, auch entfernt werden. Diese oben beschriebene Eiche überlebte noch Jahre, wurde aber im Kern morsch. Als nun im Frühjahr 2014 die Baumaßnahmen zur Zehntscheune anstanden, mußte dieser mächtige Baum und zwei weitere Bäume entfernt werden (dafür werden aber 15 neue Eichen gepflanzt). Um diesen Baum gefahrlos zu fällen wurde das komplette Geäst, das teilweise hohl war (mit Speckhöhen bespickt) und rottete, fachmännisch entfernt und danach der mächtigen Stamm umgelegt. Als nun die Wandergesellen ihre Arbeit zur Erstellung des Ständerwerkes und Dachstuhles aufnahmen, erkor der gelernte fremde Tischler und Holzbildhauer Simon den Kern des Stammes für ein Kunstwerk. Er schuf daraus eine Wandergesellenfigur für den Heimatverein Börger (siehe Bild). Nach seinen Informationen ist der Kern dieser Eiche ideal für seine Arbeit. Die Figur des Wandergesellen wird später im Eingangsbereich der Zehntscheune einen würdigen Platz finden. Unser Bild zeigt den Stamm mit Einwässerung und den Holzbildhauer Simon bei seiner Arbeit Anfang Sept. 2014. Somit bleibt, wenn wir es wollen, eine Erinnerung an „unsere“ Wandergesellinnen und Gesellen des FBS (und dem markanten Baum), auf dem Heimathof Börger erhalten.
14.09.2014 UB – Mit reger Beteiligung der 31 Wandergesellen und Zureisen von ca. 80 Kolleginnen und Kollegen aus dem FBS (Freien Begegnungsschacht) und aus anderen Schächten sowie Angehörige und Börger Bürger, fand das Richtfest statt. Der fremde Zimmermann Constantin hielt vor ca. 400 Personen den Richtspruch. Heimatvereinsvorsitzender Hermann Schmitz und Bürgermeister Jürgen Ermes bedankten sich bei allen Firmen, der Kreishandwerkerschaft sowie vielen Einzelpersonen und den Gesellen des FBS für die geleistete Arbeit. Mit diesem Festakt endet die Mitarbeit des FBS an der Zehntscheune in Börger. Die Wandergesellen werden am kommenden Montag wieder von Dannen ziehen und ihren Sommer/Herbstkongress beenden. Im Anschluss an diesen Richtspruch gab es ein zünftiges Abschlußfest mit Liedgut des FBS, diesem Anlass würdig. Zur Unterhaltung spielte in den Abendstunden die Gruppe „Aind the Ones“ aus Kiel. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
In den nächsten Wochen wollen wir das Gebäude eindecken, mit einem Klinkermauerwerk versehen und winterfest machen. Deshalb sind wir auch weiterhin auf Mithilfe und „Unterstützung“ aus der Bevölkerung und besonders unserer Mitglieder angewiesen. Im nächsten Jahr geht es dann an den Innenausbau.
R I C H T S P R U C H – ZEHNTSCHEUNE BÖRGER
Verhallt sind nun des Beitels Schläge, Verstummt ist die geschwätzge Säge:
Drum preiset laut den Zimmermann – sogut wie ers eben kann –
Prost
Das erste Hoch der Wanderschaft welche die Geselln hier zusamm´gebracht
Geschaffen ham´se Tag für Tag. Sie waren recht fleißig, ganz ohne Frag.
Das zweite Hoch dem Handwerksstand, den es wohl zu Ehren gilt.
Zu erhalten die Freiheit in jedem Land, ist jede Frau und jeder Mann gewillt.
Das dritte Hoch den Nachbarn und Freunden, die uns unterstützten mit Tatenkraft.
Sie brachten uns so manchen Kuchen und Torte, und manch mal fehlten uns fast die Worte.
 Constantin (oben auf dem First) prostet den Anwesenden zu.
Sie zeigten uns Börger, führten uns auf des Dorfes alte Spuren, in dem sie uns mit dem Trecker durch die Gegend fuhren.
Das vierte Hoch, Hermann und dem ganzen Heimatverein, den kein Problem konnt´ zu gewaltig sein.
Sie versorgten uns mit Speiß und Trank, dafür gebührt unser herzlicher Dank.
Prost
Das fünfte Hoch auf Stefan unser Erster Mann,
der uns bei Bedarf alles schnell beschaffen kann.
Das sechste Hoch unserem Architekten Werner, der zu diesem schönen stolzen Bau
welcher sich nun erhebt ins Himmels GRAU, den Grundriss hat erdacht genau.
Das letzte Hoch der Maurerschaft des Verein,
die sich und ihren Namen hier mal wieder alle Ehr´ gemacht.
Prost
So möge Brand dies Haus verschonen, auf das es über 100 Jahre steht.
Wenn der Wind weht sanft durch Eichenkronen, jeder dem gedenkt der vorüber geht.
So möge diese Glas zerschmettern, als Zeichen aus der alten Zeit.
Sind Scherben Schutz bei allen Wettern diese Haus steht fest in Ewigkeit.
Doch einem wollen wir nicht vergessen: Mög ´Gott in diesem Hause sein!
Darauf trink ich gleich noch einen Becher guten Wein.
Börger den 13. September 2014
Fremder Zimmermann Constantin
im Freien Begegnungschaft (FBS)
 Von links: Fremder Schmied Alban aus Bayern, Heinz Oldiges vom HV Börger, Fremder Schmied Simon aus Kiel, Bäckermeister Daniel aus Nordfriesland, Hermann Schmitz vom HV Börger und der fremde Zimmermann Constantin aus dem sächsischen Vogtland 06.09.2014 UB – Anlässlich des Sommer-Herbst-Kongresses des FBS (Freier Begegnungsschacht) referierte am Freitag 29. Aug. 2014 im Börger Jugendheim der ehemalige Wandergeselle Daniel Lorenzen aus Joldelund, Nordfriesland. Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse berichtete der Bäckermeister mit eigenem Betrieb von seiner Zeit als Wandergeselle und seinen gesammelten Lebenserfahrungen. Gespannt hörte man seinen Ausführungen zu.
Er erzählte den jüngeren Kollegen vom FBS und angehenden FBSler sowie der Gäste vom Hümmling, dass zwei Ereignisse ihn sehr bewegt hätten. Zum einen sei es das Verlassen der Heimat, der Eltern und Freunde gewesen, wo auch Tränen flossen, und zum Andern das Zurückkommen und der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zu Hause nach einer Erlebniswelt, die seines Gleichen sucht.
Er habe bei seinem Reisen und der Arbeit als „Fremder Wandergeselle“ sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren, aber auch Ablehnung. So habe er das eine mal fürstlich gegessen und geschlafen und dann auch wenn es sein musste unter Brücken und in Schobern oder auch am Straßenrand Schutz suchen müssen, weil man ihn abwies. Besonders ereignisreich seien die Winter und die Weihnachtszeit, im positiven wie im negativem Erleben. Er habe in vielen Bäckereibetrieben arbeiten können, sehr viel dazu gelernt und viele tolle Menschen kennen gelernt. Seine Reisen führten ihn auch nach Skandinavien, in die Schweiz und von dort über Dubai nach Australien und Neuseeland. Besondere Berufserfahrungen bekam er im Busch in Neuseeland und bei einer Kleinbäckerei in den Bergen in der Schweiz. Seine Lebenserfahrungen aus der Zeit als „Fremder Bäckergeselle“ kann er heute nach der Übernahme der elterlichen Bäckerei umsetzten.
Man merkte an diesem Abend, das er nach seinen Wanderjahren, die schon ein paar Jahre her sind, noch sehr „seinem FBS“ zugetan ist und sein gesammeltes Wissen für die junge Generation wertvoll ist. Er konnte es fantastisch vermitteln. Auch Lieder und das Singen gehört zum Wesen des FBS. An diesem Abend stimmte Bäcker Daniel einige Lieder an, die aus dem „Stegreif“ von den Gesellen mitgesungen werden konnten. Am nächsten Tag auf der Baustelle in Börger auf dem Riegen, suchten viele Rat bei Daniel und den dienstälteren Kollegen des FBS. An diesem Tag wurde auf dem Heimathof Börger in Arbeitsgruppen das Holzständerwerk der Zehntscheune als soziales Projekt erstellt. Anschauungsunterricht für junge Handwerkerinnen und Handwerker in der Fremde.
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