|
|||
|
24.03.2014 UB – Mit reger Beteiligung fand gesternnachmittag die Mitgliederversammlung des Heimatverein Börger statt. In einem Jahresrückblick erläuterte Vorsitzender Hermann Schmitz die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr. Höhepunkte waren das 25jährige Bestehen der Tanzgruppe und der Beginn der Planungen für ein Sammlungs- und Archivgebäude, der so genannten „Zehntscheune“. Anschließend wurde ein Teil des Vorstandes (jedes Jahr ist die Hälfte des engeren Vorstandes neu zu bestimmen) gewählt. Im Vorfeld dieser Wahl hatte Josef Schmees erklärt, das er nach 27 Jahren Vorstandsarbeit für eine weitere Periode nicht zur Verfügung steht. Für ihn wurde im Vorfeld der JHV Gerd Többen vorgeschlagen. Bei der Wahl gestern wurde Gerd Többen einstimmig zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und Hermann Ubbenjans einstimmig als Schriftführer wiedergewählt. Zu diesem Wahltag sollte auch der Vorstand um Beisitzer erweitert werden. Geplant war für den Kassenwart, Schriftwart und für den Vorsitz (zweiter Stellvertreter) eine Beisitzerin (oder Beisitzer) zu benennen. Dieses gelang aber nur zum Teil. Zum stellvertretenden Kassenführerin wurde Theresia Többen (einstimmig) gewählt. Die Stellvertreter von Schriftführer und im Vorsitz des Vereins sind noch vakant. Hier muß im nächsten Jahr (möglichst mit Frauen) nachbesetzt werden. Aussichtsreiche Kandidatinnen gibt es!
16.03.2014 UB – Die Jahresschriften des Heimatverein Börger befassen sich seit über 20 Jahren mit der Geschichte von Börger und seiner Einwohner. In den Ausgaben 2014 und 2015 wollen wir über die Vorkriegszeit zum I. Weltkrieg den I. Weltkrieg selbst und der Nachkriegszeit, vor 100 Jahren berichten. Dieser verheerende Krieg hat in Börger Lücken geschlagen, brachte altüberlieferte Denkweisen zum Wanken und krempelte die Gesellschaft um. Börger verlor 46 junge Männer im Krieg und viele weitere durch Krankheiten die in dieser Zeit grasierten (Spanische Grippe und TB-Seuche). Von dieser Zeit müssen wir noch Informationen haben. Wer hat noch Material im Familienarchiv oder kann zu diesem Thema etwas berichten. Wo gibt es noch viele berichtenswerte Bausteine der Geschichte aus dieser Zeit. Helfen sie uns bitte, unsere Börger Geschichte lebendig zu erhalten, damit unsere Kinder Denkanstöße bekommen. Das ist wichtig! Mitglieder des Heimatverein Börger werden noch Familien ansprechen, die einen Angehörigen im I. Weltkrieg verloren haben. Erreichbar ist der Arbeitskreis Geschichte über Tel.: 227 (Gebkenjans) und Tel. 441 (Ubbenjans).
18.02.2014 UB – Wer rollte die großen Steine durch Börger? – Das fragt der Heimatverein Börger jedes Jahr die Schüler der Klasse 5 der Freien Realschule Hümmling in Börger. Auch in diesem Jahr ging es wieder im Rahmen des Geschichtsunterrichtes zu den Steindenkmalen in unserem Ort. Die Lehrer Barbara Harden und Bernhard Blanke sowie Hermann Schmitz und Hermann Ubbenjans vom Heimatverein waren zu den Zeugen der vorchristlichen Kultur in Börger unterwegs. Es war schöne Unterrichtsstunden sagten die Kinder. Wer Informationen über die „Großen Steine“ haben möchte kann diese unter folgendem Link, bekommen.
Wusstet ihr: das auf dem Sünneberg früher ein großes Steingrab war, das in den 1800ern durch Zerstörung völlig verschwand ? Es befand sich oberhalb des Börger Esches auf der Spitze des Sünnerberges, dort wo in den 1930er Jahren der Feuerwachturm stand. Diese Grabanlage ist nachweislich in alten Erzählungen vorhanden und ist in Karten eingetragen. Sie ist gänzlich verschwunden. Hier gibt es keine oberflächlichen Spuren mehr.
Diese Tradition, guten Nachbarn (tunscherige Lüe = am Zaun wohnende Nachbarn), Freunden, Verwandten und Bekannten am Vortag zu Dreikönigen (06. Jan.) mit einem Präsent zu beehren ist in Börger noch nicht ausgestorben. Dieser Brauch ist in ganz Nordwestdeutschland bekannt. Die Form der Tunscheren ist jedoch unterschiedlich. Früher wurden die Hümmlinger Tunscheren auf einem Brett oder einem flachen Torf aufgebaut und die Bögen bestanden aus mit einem sehr scharfen Messer geschnitzten (geschabtem) Krüllenstäb aus trockenen Ruten vom Faulbeerbusch oder/und Weiden. Diese wurden gerade aufgesteckt oder in Bögen gezogen. Später ging man dazu über, diese Stecken oder Bögen nicht mehr zu kräuseln (krüllen) sondern mit Krepppapier zu schmücken. Die Tradition zu Dreikönigen diese Präsente zu machen ist sehr alt. Wahrscheinlich stammt sie aus dem frühen Mittelalter. Überliefert ist sie ab dem 10. Jahrhundert. Auch die Art des „Bringens“ ist althergebracht. Man stellte im Dunkeln vor die Haustür oder in den Flur und ruft „Tunschere, Tunschere“, um sich dann draußen zu verstecken und sich suchen zu lassen. Danach, wenn man sich finden lies, gibt es meistens kleine Aufmerksamkeiten im Hause des Beschenkten. Ein weiterer Brauch war früher das „Wärpelrout werfen“, das zwischen Weihnachten und Silvester stattfand. Dieser Brauch wurde früher vor allem von jungen Leuten gepflegt und ist wohl Geschichte. ![]() Bürgermeister, Pastöre, Autoren und Helfer stellten sich vor dem Weihnachtsbaum zu einem Foto auf - Foto: Anna Kröger Bernd Gebkenjans, Hermann Ubbenjans und Reinhard Rolfes stellten dann, nach dem Essen die neue Jahresschrift des Arbeitskreises Geschichte vor. In diesem Jahr gibt es drei Hauptthemen im ersten Teil und den obligatorischen Aktuellen Teil. Hans Geers (li auf dem Bild) und Reinhard Rolfes (5. v. li.) berichten detailgenau über die Entstehung und die Entwicklung der Erikasiedlung in Börger und beleuchten in diesem Zusammenhang das Wirken von „Schnieders Willy“ und Herm. Engbers „Emges Mester“, die maßgeblich am Aufbau dieser Siedlung beteiligt waren. Im Anschluß beleuchtet man in Artikelnachträgen die Namensproblematik Enbers/Schomakers und die Weiterentwicklung der Siedlungsgebiete. Bernd Gebkenjans (6. v. li.) hat sich mit dem Leben auf dem Lande unter der Überschrift „Landlust – Flucht in die Idylle“ beschäftigt. In dem 50seitigen Artikel beleutet er die verschiedenen Arbeiten auf dem Hof nach dem II. Weltkrieg und das Leben in und mit der Landwirtschaft heute. Ein Teil behandelt die moderne Forstwirtschaft die Milchwirtschaft und der Landbau. Hierbei halfen ihm viele in diesem Bereich tätige Mitbürger unter andern Förster Björn Wicks (4. v. re), Franz Josef Möring (2. v. re.), und Hermann Wöste (3. v. li.). In einem dritten Teil wird in Plattdüsk das Geschehen bei einer Bauernhochzeit in den 1950er Jahren dargestellt. Diese Beschreibung stammt von Johann Hermann Ubbenjans sen., Jg 1920. Illustriert ist dieser Artikel mit einem Foto einer Doppelhochzeit bei „Säbsine“ im Juni 1949. Schöne Bilder von Maria Helmers und Konrad Federhofer sowie Gedichte von Nikolaus Rolfes und Helena Ubbenjans runden den Ersten Teil ab. Im Zweiten Teil berichten die Autoren von aktuellen Ereignissen aus dem Berichtsjahr. Hier berichtet Jan Bernd Müller (3. v. re.) über verschiedene Vereine und Hermann Ubbenjans (2. v. li.) u. a. über das Jubiläum des Heimatvereins Börger. Hubert Westerhoff und besonders Hermann Plaggenborg (nicht auf dem Bild) wowie Pastor Santel arbeiteten hier ebenfalls aktiv mit. Hermann Schmitz (6. v. li.) überreichte die ersten Exemplare an den Bürgermeister Hans Schwarz (auf dem Foto re.) und an Pastor Mathias Voß (4. v. li.) sowie Pfarrer Karl Heinz Santel (5. v. re.) Die Jahresschrift ist bei den bekannten Verkaufsstellen in Börger (Volksbank, OLB, Lebensmittel Funke, Blumen Oldiges, Getränkemarkt Klaas, Winzerei Többen, Buten & Binnen und bei der Hobbyscheune für 17,00 Euro erhältlich. Infos über die Schriften (aller Ausgaben) sind im Internet unter www.use-borger.de zu bekommen.
Begrüßt wurden die in diesem Jahr zahlreichen Gemeindemitglieder zu Beginn der Veranstaltung von Bürgermeister Hans Schwarz. Die Freiwillige Feuerwehr Börger legte mit musikalischer Begleitung durch die Hümmlinger Musikanten (Ich hatte einen Kameraden …) den obligatorischen Kranz nieder. Pastor Tebben betete mit der Gemeinde für den Frieden. Zum Abschluß der Veranstaltung war die deutsche Nationalhymne zu hören.
![]() Renate Gerdes (2.v.li.) und Gerda Többen erhielten für die Gruppe die Urkunde von Bgm. Schwarz (li.) und Vorsitzender Schmitz (re.) ausghändigt. Seit 25 Jahren besteht in diesem Jahr 2013, die Trachten- und Volkstanzgruppe. Wie drückte es der erste Vorsitzende des Heimatverein Börger Bene Müller gerne aus: „Die Volkstanzgruppe ist das Aushängeschild des Heimatvereins Börger“. In den langen Jahren bis heute hat diese Gruppe das Kulturleben in vielfacher Weise bereichert. Ob es der Volkstanz bei mehreren Auftritten im Jahr war oder das Herstellen alter Trachten oder ob man einen Maikranz oder einen Erntekranz fertigte immer war diese Gruppe mit Begeisterung dabei. Bis 2011 fertigte man jährlich einen Erntewagen zum Erntedankfest. Die Gruppe war und ist das Aushängeschild und die aktivste Gruppe (wöchentliche Übungsabende) in unserem Verein. Nachfolgerin von Gerda Többen in der Leitung wurde im März 2004 Maria Schütte. Sie leitete die Gruppe während der Feiern „1150 Jahre Börger“ und führte die intensive Arbeit fort. Die Tanzgruppe vertritt den Heimatverein bei vielen Veranstaltungen und Gelegenheiten mit ihrem „Banner“. Seit dem März 2005 wird die Gruppierung von Renate Gerdes geführt. Die Tanzgruppe Börger tritt seit 2006 in neuen Trachten auf. Diese wurden mit einem Zuschuss der Volksbank Nordhümmling vom Heimatverein Börger angeschafft. In einer kleinen Feierstunde am 12.10.2013 im Heimathaus beglückwünschte der Vorstand des Heimatverein Börger diese Gruppe zu ihrem kleinen Jubiläum. Auch der Bürgermeister Hans Schwarz nebst Gattin bedankten sich für die Gemeindeverwaltung mit einer Aufmerksamkeit und einem kleinen Flachgeschenk für die langjährige aktive Mitarbeit in Sachen „Kultur“ für die Börger Bürgerinnen und Bürger. Er gab der Hoffnung Ausdruck, das diese Gruppe weiterarbeiten wird und Nachwuchs findet. -Herzlichen Glückwunsch sagen wir noch einmal an dieser Stelle –
|
|||
|
Copyright © 2026 Heimatverein Börger e. V. - All Rights Reserved Powered by WordPress & Atahualpa |
|||