Pünktlich zum Advent – Use Borger 2011

Use  Borger 201128.11.2011 UB – Hauptthema der neuesten Jahresschrift des Heimatverein Börger ist der Zuzug nach Börger. In den nächsten Jahren wird noch einmal die Auswanderung behandelt. Die AK-Leiter Bernd Gebkenjans (3. v. li.) und Hermann Ubbenjans (2. v. li) stellten die Jahresschrift anlässlich eines Grünkohlessens im Heimathaus vor. Die ersten druckfrischen Exemplare erhielten stellvertretend für die Bürger, Bürgermeister Hans Schwarz (re. auf dem Foto) und Pfarrer Karl Heinz Santel (2. v. re.). Vereinsvorsitzende Hermann Schmitz (4. v. li.) freute sich mit dem Arbeitskreis über das gelungene Buch. Das ganze Jahr über hat der „Arbeitskreis Geschichte“ wieder verschiedene Themen der Börger Geschichte bearbeitet.
Ansgar Kossen, berichtet über die „Börger Walkemüllerei“ und die Geschichte des Hofes „Walkes“ Börger. Reinhard Rolfes aus Bielefeld Jöllenbeck (gebürtiger Börgeraner) bearbeitete in diesem Jahr die „Geschichte einiger Börger Familien aus Bosnien“ und zusammen mit Hans Geers die „Entwicklungsgeschichte des Krankenhauses und der Ärzte“ die in Börger tätig waren und sind. Weitere Themen im Buch ist die „Geschichte der Flucht von Hans Kastner aus Schlesien 1945“ von Hubert Westerhoff und der Verbleib der Nachkommen, der einst in Börger wohnhaften Mitbürger jüdischen Glaubens von Hermann Ubbenjans mit einem Reisebericht nach Israel und von Israelis nach Börger. Bernd Gebkenjans berichtet über das „Neijoahrkauken moaken“. Ein weiteres Thema sind Gedichte und Geschichten in „Plattdütsk“ von Liborius Geers / Hermann Ubbenjans. Hans Geers (li.) wurde vom Heimatverein für über 20jährige Mitarbeit im Arbeitskreis Geschichte des Heimatverein Börger, geehrt.

Traditonell wird dieser Samstag vor dem Ersten Advent, genutzt um auf Weihnachten einzustimmen.
In diesem Jahr trugen Maria-Luise Többen und Alina Geesken Weihnachtlieder auf der Geige vor. (Foto: Heinz Oldiges)

Yitro Jacobs aus Israel mit Familie auf Kurzbesuch

Grruppenfoto mit der Familie Weber06.11.2011 UB – Das Geburtshaus seines Großvaters wollte Yitro Jacobs einmal sehen, nachdem die Lebenserinnerungen seines Vaters Erik Jakobs 2004 im Sauerland veröffentlicht wurde und man immer mehr Kontakte nach Deutschland gewann. Von Köln und dem Sauerland kommend, ging die Reise am 6. Nov. 2011 nach Sögel und Börger. Hier zeigten sich besonders seine mitgereisten Enkel von der Vielzahl der noch vorhandenen Grabstellen der Vorfahren (9 Generationen) auf dem jüdischen Friedhof Sögel, begeistert. Tief in die Geschichte tauchten sie auch, als sie das Geburtshaus des Ururgroßvaters in Börger (heutiges Haus Weber Kirchstraße) fanden.
Nach einem kurzen Gedankenaustausch in Börger, an dem auch Holger Lemmermann aus Sögel als Kenner der Geschichte der Hümmlinger Juden und Gertrud Althaus sowie Familie Ellen Meyer (die Yitro im Frühjahr in Israel besuchten) teilnahmen, ging die Reise über Hannover weiter nach Kassel und Markt Fischach um Deutschland und die Gebiete kennenzulernen, wo weitere Vorfahren gelebt haben. – Auf dem Bild vor dem Haus Weber sind (v.li.) Bernd Gebkenjans, Holger Lemmermann, Sögel und Hermann Schmitz zu sehen, dann die Familie Yitro (Jetro) Jacobs mit Sohn und 3 Enkelkinder (4. – 8. v. li), und rechts sieht man Marlene u. Bernd Weber. (Foto: Herm. Ubbenjans)

Broschüre vorgestellt

HümFlyer60012.09.2011 UB – Im Heimathaus Vrees wurde in Beisein von Abordnungen der Hümmlinger Heimatvereine, vom Regionalmanager Ralf Deitermann die Flyersammlung der Heimatvereine vorgestellt. Dr. Andreas Eiynck, der dieses Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter begleitete, hielt einen Kurzvortrag über das Werk und den Hümmling. Hans Wilken stellte das Heimathaus Vrees und den Verein vor. Mitglieder des Verein servierten eine kleine Köstlichkeit des Hümmling „Kilmerstuten mit Schinken“. Dreizehn Heimatvereine stellen sich und die Ortschaften des Hümmling vor und geben dem Interessierten (ob Reisenden, Wanderer, Urlauber oder Butenhümmlinger) mit diesem Heft ein wissenswertes Nachschlagewerk für die Westentasche an die Hand. Bei der Vorstellung war auch ein Fernsehteam anwesend, das für eine Reportage über den Hümmling Materialien sammelte. Finanziert wird dieses Projekt von den Hümmling-Samtgemeinden, dem Kreisheimatvereines ASD, der Emsländischen Landschaft, den einzelnen Vereinen mit finanzieller Unterstützung durch das Projekt LEADER der EU.

Wech van Tohuuse – Ahnenforschungsbörse

Stand des HV Börger (li) und Lorup (re) in Lingen 05.09.2011 UB – Seit Jahren arbeiten Mitglieder des „Arbeitskreises Geschichte“ auch in Sachen „Familienforschung“. Vor drei Jahren hat man sich als Verein dem AK Familienforschung der Emsländischen Landschaft „AFEL“ angeschlossen. Diese Organisation besteht seit 1980 und einzelne Mitglieder des HV Börger sind seit den Anfängen dabei. In der Homepage dieser Gruppierung sind einige Stammbäume veröffentlicht. Im Rahmen der Emslandschau stellte sich dieser Arbeitskreis „AFEL“ einem großen Publikum vor. Thema dieses Jahres ist die „Auswanderung“. Da sich der HV Börger vor einigen Jahren mit der Auswanderung in die USA beschäftigt hat und gut Kontakte besitzt, bat man sich zu präsentieren. Neben der Emsländischen Landschaft waren Familienforscher aus Ostfriesland, den Niederlanden, Tecklenburg, dem Osnabrücker Land und Bremen aus. Daneben waren Fachfirmen zu diesem Thema präsent. Für die Vereine aus ASD stellte zu diesem Thema der Heimatring Lorup sowie der Ahnenforscherkreis Albers-Bockhorst und der Heimatverein Börger dort zusammen mit weitern Gruppierungen aus MEP, LIN und NOH aus. Bei vielen Gesprächen taten sich Verbindungen und neue Ideen auf. Auf dem Bild ist rechts der Heimatring Lorup mit Hans Schwarte und Wilhelm Korte-Dirxen und mittig der Stand von Börger mit Heinz Oldiges und Hans Geers (Hermann Ubbenjans machte das Bild) zu sehen. Rechts daneben sind die Wesuwer Heimatfreunde.

Ferienpassaktion 2011 des HV Börger

Ferienpaßaktion am 26. Juli 2011

Ferienpaßaktion am 26. Juli 2011

26.07.2011 UB – Anfang der Sommerferien waren bei zwei Terminen Kinder beim Heimatverein Börger zu Gast, um den Bau von Vogelhäuschen zu erlernen. Hermann Schmitz, Hermann Ubbenjans und Wilfried Deja betreuten die Aktion. Beide Gruppen ( 17 Kinder u. 18 Kinder aus Börger und den umliegenden Orten) waren mit Begeisterung dabei, das von Wilfried Deja vorbereitete Material zusammenzufügen und Nisthilfen für Höhlenbrüter zu fertigen. Als Belohnung für diese Arbeit konnte man den Nistkasten mit nach Hause nehmen. In einer zweiten Aktion bot der Heimatverein eine Exkursion zu den Steindenkmälern in Börger an. Hier meldeten sich 15 Kinder aus Börger, Surwold und Spahnharrenstätte an. Man besichtigte die drei Steingräber und den Opferstein in Börger und erfuhr von Hermann Schmitz und Hermann Ubbenjans, wer diese Steine hier aufeinandergestapelt hat, und warum und wer dass machte. Info „über diesen Link“. Es war ein schöner informativer Nachmittag in den Ferien. Unser Bild zeigt die Kinder (einige versteckten sich hinter dem Stein) mit Hermann Schmitz. In einer weiteren Aktion, bei der sich auch viele Kinder anmeldeten will man am 03. August 2011 im Heimathaus Pfannkuchen (Boaukwaiten-Jan-Hinnek) backen. Anne Schmitz und Luise Ubbenjans werden diese Fähigkeiten vermitteln.

Ausflug 2011 des Heimatverein

Ausflug Moordorf 05.09.2011 UB – In diesem Jahr ging es am 03. Sept. um 13 Uhr mit dem Emsland Express zum „Moormuseum Moordorf“ im Südbrookmerland bei Aurich. Nordwestlich von Aurich lag einst eine Moorgegend, an der die Zivilisation lange Jahre vorbeiging. Noch um 1900 wohnte man dort in „Kluttenhütten“. Der Torfabau in Fehnkolonie hatte dort erst (nicht wie in Papenburg schon Ende des 17. Jahrhunderts) Ende der 1800er Jahre eingesetzt weil ein Fehnkanal erst Anfang der 1880er Jahre gebaut wurde. Deshalb ist dort die alte Kultur erhalten geblieben. 35 Mitglieder des Heimatverein begleiteten uns. Anne und Hermann Schmitz hatte die Fahrt vorbereitet. Nach einer schönen Kaffeetafel vor dem Gulfhaus der Anlage ging es nach einer kurzen Begrüßung und einem Kurzfilm in das große Gelände mit vielen Gebäuden und Aufbauten. Authentisch nachgebaute Lehmhäuser, Moor- und Plaggenhäuser, Moorschaustiche und das Leben der Moorbauern vergangener Tage sind dargestellt. Ähnlich arbeiteten auch die Moorcolonisten aus Börger im vor 250 Jahre entstehenden Neubörger und Breddenberg. Auf der Rückfahrt kehrte man im Gasthof Pollmeyer in Vordersten Thüle ein und kam gestärkt gegen 21.00 Uhr in Börger wieder an.

Ostern am Opferstein

Fahne hoch zu Ostern - am Opferstein

Fahne hoch zu Ostern - am Opferstein

26.04.2011 UB – An vielen Stellen in Börger treffen sich zu Ostersonntag Nachbarn um gemeinsam auf den Feiertag anzustoßen, so auch am Opferstein in Börger. Zum 20. Mal (so lange gibt es diese Nachbargemeinschaft) war am Opferstein „Eiersuchen“ angesagt. Mit einem Gläschen Sekt oder Bier angestoßen, machte es Spaß bei herrlichstem Sommerwetter im Freien zu sitzen. Obligatorisch wurde zu Ostern die „Börger Fahne“ aufgezogen.

Ostern ist in diesem Jahr sehr spät. Auf Grund neutestamentlicher Überlieferung wurde der Ostertermin auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgelegt. Frühester Frühlingsvollmond ist der 21. März, so dass der früheste Ostersonntag auf den 22. März fällt. Spätestes Osterdatum ist der 25. April. Der Spättermin „25. April“ kam nach der Kalenderreform in den Jahren 1666, 1734, 1886 und 1943 vor, das nächste Mal wird im Jahre 2038 sein. Statistisch kommt das in einem Prozent aller Fälle (also etwa alle 100 Jahre einmal) vor. 2011 fällt Ostern auf den zweitspätesten Termin am 24. April. Der gregorianischen Reform von 1582 ist der Frühtermin „22. März“ nur in den Jahren 1598, 1693, 1761 und 1818 vorgekommen, das nächste Mal wird erst im Jahre 2285 sein. Statistisch kommt dieses Datum in 0,5 % aller Fälle (also etwa alle 200 Jahre einmal) vor. 2008 fiel Ostern auf den 23. März, also auch auf den zweitfrühesten Termin. Diesen Ostertermin gab es zuletzt 1913, das nächste Mal wird 2160 sein (statistische Häufigkeit 0,7 %).Der Spättermin „25. April“ kam nach der Kalenderreform in den Jahren 1666, 1734, 1886 und 1943 vor, das nächste Mal wird im Jahre 2038 sein. Statistisch kommt das in einem Prozent aller Fälle (also etwa alle 100 Jahre einmal) vor.

Lesung von Hermann May – Mitgliederversammlung

Ausdrucksstark trug May die Texte vor.

Ausdrucksstark trug May die Texte vor.

29.03.2011 UB – Auf der Mitgliederversammlung am 27. März 2011 berichtete Hermann Schmitz vom zurückliegenden Vereinsjahr. Er konnte von zahlreichen Aktivitäten für das Dorf und die Bevölkerung berichten. So habe man Reinigungsarbeiten am Heimathaus erledigt, einen Ausflug gemacht, gewandert, eine neue Jahresschrift aufgelegt, einen Fotowettbewerb veranstaltet und Einzelne, Gruppen und die Gemeinde unterstützt. Das Ansinnen, die „Zehntscheune“ am Heimathaus wieder entstehen zu lassen sei jedoch nicht gelungen. Heinz Oldiges konnte von einem gesunden Kassenbestand berichten. Die Kasse sei geprüft und ordentlich geführt berichteten anschließend die Kassenprüfer. Die Versammlung verlief harmonisch und die 37 anwesenden Vereinsmitglieder entlasteten den gesamten Vorstand anschließend einstimmig. Bei den anstehenden Wahlen wurde der Vereinsvorsitzende Hermann Schmitz einstimmig wiedergewählt. Auch der Schriftführer Hermann Ubbenjans und die Kassenprüfer Helene Wöste und Hans Geers wurden ohne Gegenkandidaten in seinem Amt bestätigt. – Als Gast hatte man Hermann May aus Meppen eingeladen. Er stammt aus Werlte und ist ein Kenner der plattdeutschen Sprache und der Arbeiten von Albert Trautmann. Er las aus den Hümmlinger Skizzen und fand hier im Heimathaus ein interessiertes Publikum. Gespickt wurden die Geschichten des Apothekers Albert Trautmann mit Eigengedichten Hermann Mays aus seinem Buch „Finntlinge“. Die Zuhörer schwankten zwischen Schmunzeln über den Witz der Erzählungen, Staunen über das alte Plattdütsk und Fazination der Gedankenwelt unserer Hümmlinger Vorfahren. Die Versammlung fand erstmalig an einem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen statt. Fotos der Veranstaltung sind im Fotoarchiv hinterlegt.

Großer Preis von Börger

Großer Preis von Börger21.03.2011 UB – Der Radsportverband Weser-Ems veranstaltete zum Saisonauftakt am 20. März 2011 ein großes Rennen „Rund um den Opferstein“ in Börger. In den vergangenen Jahren waren Niederländische Vereine und Gruppen im Jugendgästehaus Börger zu Gast, und hatten wohl Gefallen an den schönen Strecken rund um Börger gefunden. In den letzten Jahren war diese Veranstaltung des Radsportverbandes in Börgerwald. Bei herrlichstem Frühlingswetter ging es um 10 Uhr mit einem 70 Fahrern starken Feld der Senioren los. Danach starteten die einzelnen Alterskassen der Junioren und weitere Klassen der Senioren. Um 15 Uhr starteten die Profis in den Klassen C und A / B. Bei diesem Rennen können die Profis Punkte sammeln um weiter in den Klassen aufzusteigen. Mit am Start war in der Klasse Profis C, Stefan Hanneken aus Esterwegen. Er startet für Blau Weiß Dörpen. Im Rennen C mit über 70 Teilnehmern konnte Nikolaus Lütjens überlegen gewinnen. Insgesamt waren über 500 Radsportler aus ganz Deutschland, Dänemark und vor allem aus den Niederlanden am Start. Das Jugendgästehaus sorgte für Verpflegung. Unterstützung erhielt man von der Gemeinde Börger, dem Sportverein DJK Eintracht Börger, der Freiwilligen Feuerwehr Börger, dem DRK und der Polizei. „Dieses sollte man in den nächsten Jahren wiederholen und logistisch noch ausbauen – meinten viele Zuschauer!“ Eine schöne Kulisse bot sich gegen Mittag an der Neubörgerstraße in Börger beim Spurt über die Ziellinie in der Gruppe Senioren II. Weitere Bilder sind auf der Fotosammlung zu sehen!

Sternsinger waren unterwegs

Sternsingen mit Tunschere09.01.2011 UB – Seit über 50 Jahren wird in Börger der Sternsingerbrauch gepflegt.Auch in 2011 waren die Sternsinger in Börger wieder unterwegs. Den Menschen, die sie in ihr Heim einlassen, singen die Sternsinger ihr Lied. Dann schreiben sie an die Haustüren oder die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segenswünsche C+M+B „Christus mansionem benedicat“ (= „Christus segne dieses Haus“) mit der Jahreszahl 2011. (Unser Bild zeigt eine Gruppe an der Bergstraße, beim Vortragen ihres Liedes. Von Lks: Julia Robben als Kaspar, Lisa Korten als Melchior, Andrea Müller (Sternträger) und Anna Möring als Balthasar). Den Mädchen hat es Freude gemacht an dieser Aktion teilzunehmen und die überwiegende Mehrheit der Bürger trägt diesen Brauch mit. Einige Wenige zeigten Unverständnis für diese Aktion. Sehen wir es ihnen nach! Die Sammelaktion unterstützt ein karitatives Kinderprojekt des Bistums Osnabrück. In Börger erbrachte die Haussammlung 4.887,32 Euro (Börgerwald 2.743,19 Euro, Börgermoor 3.932,51 Euro und Neubörger 4.163,40 Euro).

Auf einen weiteren Brauch weisen die Mädchen mit der Tunschere hin. Zwischen Neujahr und Dreikönigen brachte man früher guten Nachbarn oder Freunden eine Aufmerksamkeit; eine Tunschere.