„Heimatgedanken“ in Börger

Wacholderhain Börger - Kramer-Hinte

Wacholderhain Börger – Kramer-Hinte

12.07.2017 UB – Gegründet wurde der Heimatverein Börger e.V. am 04. Dez. 1987 im Saale der Gaststätte Belke von Heimatfreunden, die sich bei der Dorferneuerung eingebracht hatten und zahlreichen Interessierten aus Börger. Zu dieser Zeit war auf dem Riegen schon ein Heimathaus aus Mitteln der Dorferneuerung entstanden. Hauptinitiatoren ein Heimathaus zu erstellen war der spätere Vorstand des Heimatverein Benedikt Müller, Heinrich Wesseln, Liborius Geers sowie Josef Schmees und weitere Aktive der Aktion Dorferneuerung. Vom Rat war Hermann Rekers, Hermann Ubbenjans, Hans Geers und weitere Ratsmitglieder, (vor allem der CDU) aktiv beteiligt.

Aber es gab auch vorher schon Initiativen, um die Hümmlingheimat und die Hümmlingkultur zu erhalten und zu entwickeln. So entstand aus den Gedanken der Malergruppen, die Anfang der 1890er in Börger und auf dem Hümmling auftauchten und die Urlandschaft „Hümmling“ mit Schafställen, Heiden, Steindenkmalen und Mooren lobten, auch bei der heimischen Bevölkerung der Naturschutzgedanke. Ubben SchafstallHier sind Initiativen der Börger Gastwirte Gebkenjans, Dinklage, Langen und Dopjans und des damaligen Bürgermeisters Kuckshinrichs zu nennen, die vor allem in den 1920er und Anfang der 1930er Jahre aktiv waren. Auf staatlicher Seite entstanden in dieser Zeit Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Drei Naturschutzgebiete wurden in der Gemarkung Börger eingerichtet (Wacholderhain mit Ubben und Hömmeken Schafställe, Osterbrink und Lehmkuhle und die Buschhöhe) und es wurde Ende der 1930er Jahre ein HJ-Heim, eine „Jugendherberge“ gebaut. In Sögel entstand das Kreismuseum (heute Hümmlinger Teestuben), das am Teikenmeer geplant war, jedoch in Sögel gebaut wurde. Nach guten Anläufen kam es aber zu keiner Vereinsgründung in Börger.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gedanke wieder aufgenommen und man diskutierte mehrfach im Rat über die Gründung eines Heimatvereines. Ende der 1960er Jahre waren es wieder Gastwirte (Gebkenjans) und Ratsmitglieder Jansen, später Ubbenjans u. Schomakers und Weitere) die einen Anlauf machten, die Sehenswürdigkeiten ausbesserten, schützten und pflegten. Die Jugendherberge wurde ausgebaut und die Jugend war zu Gast in der Heidelandschaft der Hümmling in Börger. Zu einer Vereinsgründung kam es aber nicht. Das geschah erst nach der ersten großen „Dorferneuerungsaktion“ in Börger ab 1983.