{"id":7761,"date":"2018-01-09T11:02:04","date_gmt":"2018-01-09T10:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=7761"},"modified":"2018-01-09T11:28:31","modified_gmt":"2018-01-09T10:28:31","slug":"tunscherenbrauch","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=7761","title":{"rendered":"Tunscherenbrauch"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_7749\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7749\" rel=\"lightbox[7761]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7749\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-300x180.jpg\" alt=\"Tunschere als Dank f\u00fcr die Arbeit des Vorstandes des Heimatverein B\u00f6rger\" width=\"300\" height=\"180\" class=\"size-medium wp-image-7749\" srcset=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-300x180.jpg 300w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-768x460.jpg 768w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-1024x613.jpg 1024w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-150x90.jpg 150w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800-400x239.jpg 400w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tunschere-2018-HV1800.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7749\" class=\"wp-caption-text\">Tunschere als Dank f\u00fcr die Arbeit des Vorstandes des Heimatverein B\u00f6rger<\/p><\/div>08.01.2018 UB \u2013 Seit etlichen Jahren erh\u00e4lt der B\u00f6rger B\u00fcrgermeister oder sein Stellvertreter zur Jahreswende vom Heimatverein B\u00f6rger eine Tunschere, nach alten Brauch. Dieses Symbol soll den Dank des Heimatverein f\u00fcr die \u00dcberlassung des Heimathauses darstellen. Ab und an ist die Tradition lieben Menschen mit einer Tunschere zu bedenken heute noch Brauch. Beim Jahrestreffen der Opfersteingemeinschaft brachte man in diesem Jahr der Familie Anna, Martin und Malte Klaas Im T\u00f6ppen, eine sch\u00f6ne <strong>Tunschere \u201eNordh\u00fcmmlinger Art\u201c<\/strong> mit. Martin und Anna zeigten sich erfreut \u00fcber die Aufmerksamkeit. In fr\u00fcheren Jahren war es noch h\u00e4ufiger usus, guten Nachbarn, Freunden oder Verwandten zum Dreik\u00f6nigstag (06. Januar) eine Tunschere zu bringen.<\/p>\n<p>Wir, in der Mitte der 1900er Jahre in B\u00f6rger geborene, kennen diesen Brauch noch. In den langen, dunkelen Abenden nach Weihnachten bastelte man bis zum Dreik\u00f6nigtag Tunscheren, um sie zu verschenken, denn PC oder Internet gab es nicht, TV nur sporadisch am Abend. Bei der Herstellung halfen die Senioren, um alte Traditonen zu bewahren. In der \u00dcberlieferung waren fr\u00fcher (schon in alten Zeitungen notiert und \u00fcberliefert) die Tunscheren weniger prunkvoll, aber auch damals schon mit viel Liebe hergestellt. Meistens am Abend vor dem 06. Januar brachte man die Tunschere vor die Eingangst\u00fcr des Hauses, das man bescheren wollte, und mit einem gro\u00dfen Geschrei \u201eW\u00e4b, w\u00e4b, w\u00e4b, (hier kump) ne Tunschere, ne Tunschere \u2026 verschwand man dann hinter B\u00e4umen und Hausecken und lie\u00df sich suchen. Wurde man gefunden, gab es ein Neujahrskuchen oder\/und auch wohl ein Neujahrskorn f\u00fcr die M\u00e4nner. Es war ein Spa\u00df in der Winternacht. \u00c4hnlich war es in umliegenden Regionen. Wobei der Ruf W\u00e4b, w\u00e4b, w\u00e4b &#8230; wohl vom \u00dcberbringen der W\u00e4rpelroaute stammt, dessen \u00dcberbringen fr\u00fcher zu Silvester geschah.<\/p>\n<p>Gro\u00dfvater erz\u00e4hlte, das man beim Torfstechen in den Sommermonaten immer gr\u00f6\u00dfere Torfscheiben stach und trocknen lie\u00dfen. Diese waren als Unterplatte f\u00fcr eine Tunschere gedacht. Darauf steckte man die Kr\u00fcllenst\u00e4be oder B\u00f6gen und verzierte mit vorhandenem Schmuckpapier. Sollte die Tunschere einen besonderen Tutsch bekommen, brachte man, wenn vorhanden, eine kleine Kerze oder eine wertvolle Weihnachtsbaumglaskugel an. Kr\u00fcllen herstellen mit einem scharfen Messer konnten damals Viele. Als Hinterwanddeko diente bei geschnitzten B\u00f6gentunscheren (meistens 3 B\u00f6gen) dann ein Postkarten- oder Devotionalienbild, das man zu Hause hatte (alte Weihnachtgru\u00dfkarten). Waren nur St\u00e4be verwendet, waren die Kr\u00fcllen um so sch\u00f6ner. In allen Orten im Emslandes Oldenburger M\u00fcnsterlandes oder Osnabr\u00fccker Raumes gibt und gab es den <strong>Tunscherenbrauch<\/strong>. Sp\u00e4ter als Schmuckpapier in Gebrauch war, wurden B\u00f6gen und St\u00e4be immer \u00f6fter mit diesem Papier geschm\u00fcckt. Mit Papier geschm\u00fcckt kennt man sie heute. Es gibt aber noch die alte Form mit Holzkr\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die Tunschere zum K\u00f6nigstag kommt aus alten Zeiten, wohl aus dem Mittelalter. Die Tunscheren entwickelten sich \u00fcber die Jahre jedoch in den D\u00f6rfern unterschiedlich und so findet man verschiedenste Formen und Vorlieben der Bastelarbeiten. Das Wort Tunschere stammt von \u201e<strong>tunsch\u00e4rige L\u00fce<\/strong>\u201c oder \u00fcbersetzt \u201eLeute oder Familien die am Zaun des Hofes wohnten\u201c. Vielfach war diese Zaungemeinschaft die Gemeinschaft von Bauern mit den Heuerleuten des Hofes oder den Brinksitzern und Handwerkern die an der Hofstelle in Zweckgemeinschaft wohnten. In der Dorfgemeinschaft war man auf einander angewiesen und man w\u00fcnschte sich, so wie heute mit einer \u201eTunschere\u201c ein Gutes Neues Jahr, rechnete Hofobliegenheiten und Verpflichtungen ab und hoffte auf ein gedeihliches Miteinander zwischen Herren und Dienenden oder Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Aus dieser Tradition ist wohl das Weihnachtsgeld oder\/und die Weihnachts- oder Jahresabschlu\u00dffeiern oder die Jahresempf\u00e4nge entstanden, um einmal zu Danken und Absprachen f\u00fcr das neue Jahr zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><p id=\"caption-attachment-7749\" class=\"wp-caption-text\">Tunschere als Dank f\u00fcr die Arbeit des Vorstandes des Heimatverein B\u00f6rger<\/p>\n<p>08.01.2018 UB \u2013 Seit etlichen Jahren erh\u00e4lt der B\u00f6rger B\u00fcrgermeister oder sein Stellvertreter zur Jahreswende vom Heimatverein B\u00f6rger eine Tunschere, nach alten Brauch. 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