{"id":6303,"date":"2016-10-09T10:45:36","date_gmt":"2016-10-09T08:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=6303"},"modified":"2024-10-23T09:30:19","modified_gmt":"2024-10-23T07:30:19","slug":"leseproben","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=6303","title":{"rendered":"Leseproben"},"content":{"rendered":"<p>ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Spillmanns Luks und das Lukas-Sextett, waren weit \u00fcber die Grenzen des H\u00fcmmling bekannt!<\/strong><br \/>\naus Use Borger 2019 &#8211; von Hermann Ubbenjans<\/p>\n<p>Man hat ihm die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt, so erz\u00e4hlt man auf dem Nordkamp. Und schon in der B\u00f6rger Volksschule als Jugendlicher, so sagte uns Lukas Jansen, geb. am 13.06.1927, sei man auf seine Begeisterung f\u00fcr die Musik aufmerksam geworden. Hermann Goldkamp, sein Lehrer in Kinder- und Jugendjahren in der Volksschule B\u00f6rger, schickte ihn in den 1930er Jahren zu verschiedenen Veranstaltungen in B\u00f6rger und dann auch zu Parteiveranstaltungen verschiedenster Parteien und der NS-Jugend im Kreis Aschendorf-H\u00fcmmling und im Bezirk. Zu dieser Zeit spielte Lukas oft Bandoneon, aber auch mehrere andere Instrumente. Der damalige Landrat des Kreises Aschendorf-H\u00fcmmling, Groenewoldt f\u00f6rderte ihn und wollte ihn zu einer Musikschule schicken, jedoch durchkreuzte der Zweite Weltkrieg dieses Ansinnen. <\/p>\n<p>Nach dem Arbeitsdienst 1943 im heutigen Polen an der Weichsel, wurde er 1944 Soldat. Hier war er oft aufgrund seiner Gabe als Musiker in den Offizierskasinos eingesetzt, und so erz\u00e4hlte er selbst, habe er mit Musik, die kurze Zeit des Soldatseins im Dritten Reich \u00fcberstanden und ist gesund wieder nach Hause gekommen. <\/p>\n<p>Nach dem Krieg, arbeitete er auf dem Hof seiner Familie und spielte bei Feierlichkeiten nebenberuflich Musik. In den 50er Jahren spielte er zuerst mit Cousins (Lukas Jansen, Feldweg, Lukas Klaas, Dosfeld) sowie vielen weiteren Bekannten und Freunden aus seinem Bekanntenkreis. Hier tauchte auch wohl mal der Name \u201eLucksen-Trio\u201c auf. In den Nachkriegsjahren spielte er auch ein paarmal sporadisch im Marine-Musikcorps Wilhelmshaven der Bundeswehr und dem bekannten Oldenburger Blasorchester. Hier lernte er professionelle Musiker kennen.<\/p>\n<p>Mehrere Auftritte mit diesen Gruppen in norddeutschen St\u00e4dten und gro\u00dfen S\u00e4len sowie auf der Insel R\u00fcgen sind in Erinnerung. In der Heimat spielte man weiter bei Hochzeiten und Sch\u00fctzenfesten in lockeren Besetzungen, und wurde unter dem Begriff \u201cLukas-Sextett\u201d bekannt. Eine mehr oder minder feste Stammgruppe folgte. <\/p>\n<p>Diese Gruppe wurde in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren in ganz Nordwestdeutschland und bis in die USA bekannt. Man spielte im Nebenerwerb jedes Wochenende mehrmals auf Sch\u00fctzenfesten, Hochzeiten, Jubil\u00e4en und vielen anderen Veranstaltungen auf dem H\u00fcmmling und weit dar\u00fcber hinaus, auf den Sch\u00fctzenfesten in Hasel\u00fcnne, B\u00f6rger und Lathen \u00fcber zehnmal in Folge. Wilhelmshaven und Oldenburg standen oft auf dem Plan. Einmal habe man dreiundzwanzig Tage in Folge gespielt, so erinnert sich Luks. <\/p>\n<p>H\u00f6hepunkte des musikalischen Wirkens waren Aufenthalte in den USA. Musikaufnahmen in Tonstudios f\u00fcr das Radio in Cincinnati, Auftritte bei Einweihungen von Hotels in St. Louis und Chicago sowie Feiern von deutschst\u00e4mmigen Amerikanern vom H\u00fcmmling seien unvergessen, so berichtet Lukas Jansen. Viele Bilder und Zeitungsausschnitte belegen diese Touren.<\/p>\n<p>Noch bis in die 2000er hinein habe er zuletzt als Alleinunterhalter bei Festen und Feiern Musik gemacht, so erz\u00e4hlte er uns. Die Gesundheit lasse es jedoch im hohen Alter nicht mehr zu, weiterzumachen, erl\u00e4uterte er im Mai 2002, als wir,<\/p>\n<p>Liborius Geers und ich, Hermann Ubbenjans, bei Lukas Jansen\/Abeln in der Vorbereitung der Nordkamp-Chronik in Lorup zu Besuch waren. Wir erlebten auf dem Hof \u201eAbeln\u201c einen Mann, der nach einer schweren Erkrankung wieder unheimliche Freude zur Musik ausstrahlte und uns eine Kostprobe seiner Musik aufspielte. Zum Nordkamp-Treffen am 22. Juli 2002 wolle er aber kommen und die G\u00e4ste unterhalten, so erz\u00e4hlte er uns da. Das hat er dann auch gemacht. Er ist ein Mann, der die Zuh\u00f6rer begeistert und mitzieht. Lukas Jansen hat mit seiner Musik die Nachkriegsgenerationen erfreut und er lebt f\u00fcr diese, seine Musik! Bei dem Nordkamptreffen hatte er seinen letzten Auftritt.<\/p>\n<p>Lukas Abeln geb. Jansen, gen. Spillmanns Luks heiratete im Jahre 1954 nach Lorup auf den Hof seiner Ehefrau Walburga Abeln. Er starb 2007 im Kreise seiner Familie. Er hinterlie\u00df seine Ehefrau 7 Kinder und einige Enkel.<\/p>\n<p>ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Lebenserinnerungen<\/strong><br \/>\nTwaiden Deil: Deei Nakriegstied und deei 50er Joahre &#8211; ut Use Borger 2017<br \/>\nvon Kaspar Kronabel<\/p>\n<p>Schr\u00e4b\u2019n h\u00e4bb ick ne Einleitung!<br \/>\nIck will nu \u00e4mt an \u00c4nfang van\u00b4n twaiden Daeil, van\u2019t Thema off, &#8211; mi falt nett ien, watt wi uck noch wall m\u00f6et. Wi segget danke! Wi freut us, d\u00e4t ih jau so, leiwe Boarger un Butnd\u00e4rpsl\u00fce f\u00f6er deei herutgebrochten sessuntwientich \u201eUSE BORGER\u201c Intresse wieset h\u00e4bt. Disset Intresse s\u00e4gg us, d\u00e4tt wi vandage noch up\u2019n richtig\u2019n P\u00e4tt b\u00fcnt, un so wiedder moaken k\u00f6nnt! &#8211; K.Kr.<\/p>\n<p>&#8211; Nu warrn wi w\u00e4er an 12. April 1945 van use Flucht v\u00f6r de Front, ut\u00b4et Ostermoor innus, un d\u00e4ett s\u00f6\u00f6g doar willt ut. K\u00e4g`n de Maschine (Herd) leeg`n hog`n Buld Eierschille. Dej Tommys harren wall Smacht hat. Toau F\u00fchr b\u00fcit`n h\u00e4ern seei deei Srankd\u00f6ern un Loan noam, g\u00f6f sichern gout F\u00fchr unner deei Eierp\u00e4nne, was j\u00e4e moi dr\u00f6ge Holt.<\/p>\n<p>Domals kam`n deei L\u00fce noch mit Eier tou inkop`n in de L\u00e4den, un eeimal in`ne W\u00e4ke kamm Heermann van W\u00e4erlte un h\u00f6lt deei Eier off. Ien h\u00f6llt`n Kist`n woarn deei Eier d\u00e4nn inpacket. Unner \u00e4ers Wellpappe, doarup kamm d\u00e4n`n papiern Gitter, woar deei eenzeln F\u00e4cher so grot warrn, d\u00e4t`tern Ei ienpassede. So g\u00fcnk d\u00e4tt d\u00e4nn,- immer w\u00e4ern n\u00e4ie Lage drupp, bis`dr fiewe off sesse upn\u00e4nner warrn. D\u00e4t g\u00f6f tw\u00e4i verschiedn`ne Gr\u00f6tt`n, Fiefhunnerter un Sesshunnerter. Ien jede Lage passed`n hunnert Eier. Heerman schull leste W\u00e4ke wall nich doar w\u00e4n h\u00e4mm, un somit warn sicher wall dusend Eier innus. <\/p>\n<p>\u201eD\u00e4tt mut`ter ahle up \u00e4n, Haupsache d\u00e4tt Hus is stahn bl\u00e4b`n, sech use Pappe.\u201c<\/p>\n<p>Dit wass nu Fr\u00e4idages, \u00e4nnern Moagn, Saterdages, kamm Klempner Pott all up tid bi us mit`n Befehl vanne Milt\u00e4rregierung, deei s\u00fcck all bi Belke inrichtet h\u00e4er. Pappe un ick m\u00fcss`n foahrt henn B\u00e4eckerreiner hen deei Neiboarger-strate, d\u00e4tt Schwattbrot ut`n Oamt treck`n un Stut`n b\u00e4eck`n. Olde Pott h\u00e4er sien Klempnerblaumann \u00e4nn, un oawer`n link`n \u00c4emel witte Ambinde mit deei Buchstab`n M. P., heei wass also so tousegg`n Milit\u00e4rpolizist. Heei wass deei lest`n Joahrn van`n Krieg noch bi deei \u201eSchupo\u201c w\u00e4n. <\/p>\n<p>Deei Johnske, ass man`se domals n\u00f6\u00fcmde, \u201eFrau John\u201c also, h\u00e4er all solange ass olde Kuckshinrichs doot wass, (mit Motor\u00e4dd wass heei t\u00f6dlich verungl\u00fcckt), d\u00e4ett Gemeindeb\u00fcro leitet un nu wass wall foart van denn \u201eAlliierten Stadtkommandanten\u201c w\u00e4r iensettet woarn. Saei schull d\u00e4et wall veranlasst h\u00e4mm, d\u00e4tt wi henn B\u00e4ckerreiner m\u00fcss`n, kamm us abber ukk gout toupasse, weil wi j\u00e4e goarnich b\u00e4eck`n kun`n, wi h\u00e4ern j\u00e4e goar kiene F\u00fchrg`n, T\u00e4efschopp`n wass j\u00e4e offbr\u00e4nnt.<\/p>\n<p>Schwattbrot, watt wi b\u00e4cked`n, m\u00fcss so \u00fcmm dreeiuntwientig Stund`n in`n Oamt blieb`n, bis d\u00e4tt richtig d\u00f6erb\u00e4cket wass. Dit watt wi nu Saterdages ut`n Oamt tr\u00f6k`n, h\u00e4er bold ne W\u00e4ke \u201eb\u00e4cket\u201c, un h\u00e4er so \u00fcmm dreei bis fief, sess Zentimeter Kaste, m\u00f6k abber nicks \u2013 in Tied vann halvestunde wass allet verkafft. Deei L\u00fce h\u00e4ern in ne Moore wall nich r\u00e4cht watt tou \u00e4t`n kr\u00e4g`n. Wi h\u00e4bt d\u00e4nn noch Surdeeig \u00e4nnsettet. Gest g\u00f6fet nich mehr, d\u00e4tt wi Moandages Stut`n b\u00e4ck`n kun`n.<\/p>\n<p>Moandages g\u00fcnket unner kanadischer Besatzung f\u00f6ert erstemal richtig los. Moagn`s \u00fcmm fief Uhr toufoute dw\u00e4ss d\u00f6ert D\u00e4ep henn B\u00e4ckerreiner, un d\u00e4et was mit grote \u00dcmst\u00e4n`n verbun`n. Utgangssperre wass, &#8211; ick weeitet nich so genau mehr &#8211; gl\u00f6w ick, vann Oams achte bis moargn`s \u00fcmm achte. Mi wasset bitken benaut, man ick h\u00e4er use Pappe j\u00e4e bi mi. Deei Kanadier warn in ne Schoule inquartiert. Deei g\u00e4enze Schoulplatz st\u00fcnt vull van Kriegsger\u00e4t. Ass wi bi`de Kreuzung \u00e4nnkam`n, roppde vann wiedden all aeine vann deei Post`n up`n Schoulplatz irgendwatt, schull wall heeit`n \u201estehn bleiben\u201c. Verstahn kun`n wi`t nich, wi kun`n j\u00e4e kienn ausl\u00e4ndisch. <\/p>\n<p>Wi h\u00e4ern d\u00e4ett B\u00e4eckert\u00fcch \u00e4nn, witt`n Kittel, witte Sch\u00f6tte, witte B\u00e4eckerm\u00fcsse, un kun`n d\u00f6armit denn Poste`n verklam\u00fcsern, d\u00e4et wi B\u00e4ecker warn un henne B\u00e4eckereje m\u00fcss`n. Wi kun`n \u00fcmm mit H\u00e4nde un Fo\u00fcte sowiet in Verd\u00fctt krieg`n, d\u00e4ett heei us lop`n l\u00f6t. Velichte warn deei Besatzer instruiert woarn, d\u00e4ett Saterd\u00e4gmoarg`n \u00fcm fief uhr tw\u00e4i B\u00e4ecker toufoute d\u00f6ert D\u00e4ep \u201emarschier`n\u201c, \u00e4nners k\u00e4nn ick mi d\u00e4ett goarnich begriep`n, d\u00e4ett wi nich mehr \u00c4eger kreeg`g. <\/p>\n<p>Normal wasset so, deei iene Sperrstun`n but`n \u00e4ntr\u00f6ffet woart, foart dotschoat`n, oder touminst inbuchtet w\u00e4ern kunn. In\u00b4ne B\u00e4ekerreje \u00e4nkoam`n, m\u00fcss`n wi \u00e4ers mal Dinge moak`n, deei wi \u00e4nners goarnich ken`n. D\u00e4ett Schienf\u00e4tt m\u00fcss \u00e4nsticket w\u00e4ern &#8211; Strom g\u00f6fet j\u00e4e nich- \u00fcmm wenigstens bietken seein tou k\u00f6en. Dr\u00f6ge Holt f\u00f6ern Schwad`nk\u00e4tel m\u00fcss s\u00f6cht un pass f\u00f6er`de l\u00fctke F\u00fchrst\u00e4er moaket un doarmit d\u00e4nn \u00e4nsticket w\u00e4ern, d\u00e4ett wi`n bietken W\u00e4ermte un heeit Woater kreeg`n. Deeige mit`te Hand moak`n wass uck watt N\u00e4ijes un`n Knoijer\u00e4ie, Kneetmaschine wull nich lop`n, ohne Strom. Woater m\u00fcss van Janngerd off Sch\u00e4mjop h\u00e4r, deei h\u00e4ern noch P\u00fctt`n mit`n Winne. T\u00f6mpels P\u00fctte wass all \u00fcmmebaut f\u00f6ern \u201eP\u00fcttengemeenschaft\u201c, woar B\u00e4eckerreiner uck Woater h\u00e4er kreeg`n. Doar kamm abber nicks ut`te Kraans, deei Pumpe lapde nich, wass j\u00e4e kien Strom. Allet was`n Knoijerr\u00e4ije. Grote Waskewanne mit tw\u00e4i Mann \u00e4nn gepacket, un Woater hoaln. Veeir fieff \u00d6mmervull utgp\u00fcttet, inne Wanne un off. Wass`n lange Strecke vann Janngerd off Sch\u00e4mjob henn B\u00e4eckerreiner tou schl\u00e4p`n. <\/p>\n<p>Ick Bloud kunnt goarnich doun, woart abber nich na w\u00e4rk\u00e4k`n, denn R\u00fcgg`n lieck h\u00e4tt`de d\u00e4tt d\u00e4nn.<\/p>\n<p>Vandage h\u00e4er d\u00e4tt hett, d\u00e4tt k\u00e4nn deei l\u00fctke Junnge j\u00e4e goarnich doaun. Inne B\u00e4ckerr\u00e4ie m\u00fcss`n dreei, veeir, fief \u00d6mmer Woater d\u00e4nn alle d\u00f6er`n dr\u00e4ivettel Toll Lock mit`n Tr\u00e4echter un`n Woaterk\u00f6ppken ien denn K\u00e4tel sch\u00f6ppket w\u00e4ern. Normal wass deei K\u00e4tel direkt \u00e4nne Woaterleitung \u00e4nschloat`n, abber d\u00e4ett Woater lapde nich, wass j\u00e4e kien Strom. D\u00e4ett insch\u00f6ppken m\u00fcss nat\u00fcrleck deei  S t i f t,  oder wo mann domals uck n\u00f6imte,  \u2013 P i k k o l o &#8211;  oder &#8211; l \u00fc t k e   J u n g e &#8211; , doaun. Vandage b\u00fcnt d\u00e4tt \u201eAzubis\u201c, Auszubildende. Dr\u00f6ppt nich mal mehr  L e h r l i n g e  n\u00f6imt w\u00e4rn.<\/p>\n<p>Eeinesdages kamm bi us deei \u201eBefehl\u201c, dat Gr\u00fcter Bernd, deei domals bi B\u00e4ckerjansen Lehrlink wass, un ick mit R\u00e4dd henn Hasel\u00fcnne schulln, tou Gest hoal`n.  Angeblich schull doar, bi de Brannereie Berentzen off bi Heydt weck`n tou krieg`n w\u00e4n. Wi h\u00e4ern Schiss inne B\u00fcckse, ick waas dach \u00e4ers 15, un Gr\u00fcter Bernd 13 off 14, also noch Kinner. Abber j\u00f6eseln un offlehn`n g\u00f6ffet nich, wi m\u00fcss`dr henn. Olde gebruckte R\u00f6er, woar mann richtig inne Pedale tr\u00e4rn m\u00fcssde, unnern N\u00e4ers, un ab na Hasel\u00fcnne. Unnerw\u00e4g`ns kamm`n us immer w\u00e4er K\u00e4erlse toum\u00f6ite oder leeg`n \u00e4nne Strate, woar wi Angst f\u00f6er kreeg`n, deei keek`n gramitsk un verkoam`n ut. Wi d\u00e4cht`n j\u00e4e, deei kun`n us deei R\u00f6er wall wechn\u00e4m`n. D\u00e4tt is abber gout gahn. <\/p>\n<p>Dat Gest hoalen h\u00e4eff klappet, un wi b\u00fcnnt beide mit Kartonn Gest \u00e4chter up`n Gep\u00e4cktr\u00e4ger, ien Boarger landet, as\u00b4et all dunkel was. Use L\u00fce warn ahle bliedde, d\u00e4tt wi`dr w\u00e4er warrn. Mann h\u00e4er s\u00fcck all Soarg`n moaket: \u201eWoar bliewet deei Beid`n wall, sch\u00f6ll \u00e4hr j\u00e4e wall nich watt toustatt w\u00e4n\u201c.<\/p>\n<p>Na`n tiedlang, wunner weet ick nich mehr so genau, g\u00f6fet w\u00e4er elektrischen Strom. D\u00e4tt was ass Wien\u00e4cht\u00b4n un Ostern up eein D\u00e4ch. Mann h\u00e4er d\u00e4tt all wall seein. Hackmann, deei Elektriker wass, un weg\u00b4n Kr\u00e4nkheit nich Soldat wass, h\u00fcnng jed`n D\u00e4ech mit Stiegies\u00b4n in Boam \u00e4n\u00b4ne Elektrischpahle. Deei Stromleitungen, de nich kaputtschoat`n warn, h\u00fcnng\u00b4n ahle kr\u00fcss un quer her\u00fcmme, un woarn van \u00fcmm flicket. Ih k\u00f6entet nich gl\u00f6w\u00b4n, watt d\u00e4tt bed\u00fcd`de. Wi h\u00f6fft\u00b4n kienne Deeige mehr mit`te Hand moak`n, Kneet-maschine lappde w\u00e4er, wi h\u00f6fft\u00b4n kien Woater mehr schl\u00e4p\u00b4n, d\u00e4tt kamm w\u00e4er vann s\u00fclb\u00b4n vann T\u00f6mpels P\u00fctte \u00e4nlop\u00b4n. Un wi h\u00f6ff`n kien Schienf\u00e4tt mehr \u00e4nstick\u00b4n, bloas nen Schalter runddrein, un alles wass vull utl\u00f6chtet; eeinfach wunneboar.<\/p>\n<p>So na un na kamm\u00b4n deei erst\u00b4n Soldat\u00b4n ut Gefangschaft tour\u00fcgge. Jaspers Bernd wass deei Erste. D\u00e4tt m\u00fcss wall V\u00f6ersammer oder Sammer w\u00e4n, ass B\u00e4ckerheiner un Kuperwilm uk w\u00e4er kamm\u00b4n. Nu h\u00f6ffte use Pappe nich mehr mit toau helpen, heei woart vanne Cheffin fierlik mit Mukkefuk un Kouk\u00b4n un l\u00fcdek Geschenk  (t\u00b4g\u00f6f  j\u00e4e nich v\u00e4le), verabschiedet.<\/p>\n<p>Nu seet ick mit tw\u00e4i h\u00e4erte K\u00e4erlse, deei Joahrn lang nicks mehr ass Befehle h\u00f6ert h\u00e4ern, un g\u00f6b`n d\u00e4ett Prinzip nu \u00e4nn mi wiedder, Hinwiese meeist ien Befehlston, &#8211; moak dit oder moak d\u00e4ett-, nich ass vandage: \u201emach mal bitte eben, oder willst du das wohl eben machen\u201c, (immer bedenk\u00b4n, vandage b\u00fcnt d\u00e4ett j\u00e4e \u201eAzubis\u201c nich ass domals, Stifte, Pikkolos oder l\u00fctke Junges).<\/p>\n<p>Twientichsten Mai 1945 woarn deei Kanadier vann Pol\u00b4n offl\u00f6set. Deei Pol\u00b4n h\u00e4ern wall\u00b4n leeip`n Groll up us D\u00fctsk\u00b4n, un warn doar\u00fcmme uck watt liederliker ass deei Kanadier. Uemm disse Tied h\u00e4ern \u201eStiner Unkel Kloas\u201c un \u201eTant Leeine\u201c S\u00fclwerhochtid. Seei warrn offbr\u00e4ennt un woahnd`n bi P\u00e4m-kloasine. Doar wass uck deei neegere Verwandskupp bin\u00e4nner koam`n, \u00fcm`n bitken tou fiern. Ick was`tr ukk. Wi seet`n alle \u00e4n`n Disk bi \u201cMuckefuck\u201c  un so watt \u00e4hnliches ass Kouk`n, ass up eeinmal deei K\u00e4ngnd\u00f6ere oap`n g\u00fcnk, tw\u00e4i Pol`n mit`te Maschinpistole up`n Naeck`n in\u00b4ne K\u00f6eke st\u00fcn`n.<\/p>\n<p>Deei kamm foart up mi loss, un roppde: \u201cDu Juunge, du Pimpf, koom miet!\u201c<\/p>\n<p>Ick h\u00e4er deei Winterm\u00fcsse van\u00b4ne HJ up`n Kopp, nat\u00fcrlich ohne Abzeichen. Deei Pol`n m\u00fcss`n j\u00e4e wall w\u00e4t`n, d\u00e4tt deei M\u00fcsse watt mit`te HJ toudoun h\u00e4er.<br \/>\nDeei \u201eOld`n\u201c besch\u00e4ftig`n s\u00fcck mit`n Bigge, watt Stinere j\u00e4e wall ass Geschenk kr\u00e4gn h\u00e4ern, un woarn s\u00fclwsgebr\u00e4n`n Schluck h\u00e4ern se sicher uck all h\u00e4ett. D\u00e4tt Bigge f\u00fcnk \u00e4nn tou giern,- schull wall eeine fall`n lat`n h\u00e4mm. Ick f\u00fcnk uck all \u00e4nn tou schreeib`n, ass deei \u201eOld`n K\u00e4erlse\u201c, Stiner Pappe, Unkel Robben Kloas, Unkel Wilm vanne Wohlstrate, P\u00e4mkloas, use Pappe, un well doar noch wass, s\u00fcck v\u00f6er mi stell`n, un mit`de Pol`n d\u00e4tt f\u00f6ern\u00e4nner kreeg`n, d\u00e4tt ick nich mehr mit m\u00fcss. Doa f\u00fcll mi\u00b4n Stain van\u00b4t Haarte, watt s\u00fcck j\u00e4e alle v\u00f6erstell`n k\u00f6nnt. <\/p>\n<p>Vull g\u00f6ff\u00b4et noch tou vertelln. Vann Evakuierte, vann Fl\u00fcchtlinge, vann Napola, vann Edelwei\u00dfpiraten un so wiede. Evakuierte warren St\u00e4ttkers deei ut-bommt warn, Fl\u00fcchtlinge deei ut Ostpreussen, \u00c4chterpommern, Schlesien oder dat Sudetenland. Deei v\u00f6er de Bolschewicki, f\u00f6r Stalin utkn\u00e4p`n warrn. \u201eVertriebene\u201c, deei noch ien disse Gebiete bl\u00e4b`n warn, m\u00fcss`n in twientig Minut`n, mit sov\u00e4le ass seei dr\u00e4g`n kun`n, \u00e4er Hus un Heimat, un alles watt seei \u00e4ns noch beset`n, verlat`n!  &#8211; Schrecklik!  <\/p>\n<p>&#8211; soweit der Text, 1\/4 des Textes ist hier abgedruckt.<\/p>\n<p>ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Das Pferd in alten Spr\u00fcchen<\/strong><br \/>\nvon Alois Becker aus Use Borger 2002<\/p>\n<p>Unsere landwirtschaftlichen Arbeiten wurden bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts gr\u00f6\u00dftenteils mit Hilfe der Pferde bew\u00e4ltigt. Hatte man keine Pferde waren Ochsen oder die eigene K\u00f6rperkraft gefragt. Wunsch eines jeden Ackerbauern war die Arbeit mit dem Pferd. Dieser enge Umgang zwischen Mensch und Pferd, ein Leben lang, hat eine erstaunliche Menge an gescheiten und besonnenen Spr\u00fcchen entstehen lassen, die eigenst\u00e4ndigen Volkswitz und viel Volksweisheit erkennen lassen. Mir fiel auf, das die \u00e4lteren Menschen sehr h\u00e4ufig Vergleiche zogen, die mit Pferden zu tun hatten. Sie waren ein fester Bestandteil des Sprachschatzes der b\u00e4uerlichen Bev\u00f6lkerung. Sie zeigen uns wie eng verbunden die Landbev\u00f6lkerung mit dem Haustier Pferd lebte und welche Hochachtung man vor diesem wichtigen Gehilfen hatte.<\/p>\n<p>Die Sammlung dieser Lebensweisheiten begann kurz nach dem II. Weltkrieg als Pferde durchweg noch bei der Arbeit eingesetzt wurden, bevor sie dann durch die moderne Technik entbehrlich wurden. Fast sah es dann so aus als ob der (schwere) Ackergaul in Deutschland aussterben w\u00fcrde. In den D\u00f6rfern wurde damals nur plattdeutsch gesprochen. Folglich ist die Redensart auch plattdeutsch. Vor allem \u00e4ltere B\u00f6rgeraner und H\u00fcmmlinger Mitb\u00fcrger wurden gezielt befragt. Sie trugen die meisten vorliegenden Wendungen bei. Ihnen aber auch jenen, die zuf\u00e4llig sich irgendwann \u00e4u\u00dferten meinen herzlichen Dank.<\/p>\n<p><strong>Volksweisheiten<\/strong><\/p>\n<p>Traun is kein P\u00e4rekoop (&#8230; is mehr as\u00b4n Peerekoop)<br \/>\n&#8211; ist sehr teuer<\/p>\n<p>Dej Voss gait nich eher up\u00b4t Iss as doar P\u00e4reko\u00f6del up ligget \u00e0<br \/>\n&#8211; Der Fuchs ist sehr vorsichtig<\/p>\n<p>Schwoare Arbeit is wat f\u00f6r dumme L\u00fce un olde P\u00e4re<br \/>\n&#8211; die jungen Pferde mu\u00df man schonen<\/p>\n<p>Hej sitt up\u00b4t P\u00e4rd un s\u00f6ch dornah<br \/>\n&#8211; Schusselligkeit<\/p>\n<p>Hej sitt up\u00b4t P\u00e4rd wi n\u00b4Oape up\u00b4n Schliepstaein<br \/>\noder Hej sitt up\u00b4t P\u00e4rd wi\u00b4n Oape up\u00b4n Prumenboom<br \/>\n&#8211; Er hat eine schlechte Haltung<\/p>\n<p>Datt is \u00fcm angeboorn as\u00b4n P\u00e4rd dat W\u00e4ltern.<\/p>\n<p>Hej proatet d\u00e4n Kerl van\u00b4t P\u00e4rd un settet s\u00fcck doar s\u00fclwest up<\/p>\n<p>Woar\u00b4n P\u00e4rd s\u00fcck anstat h\u00e4w, gait\u00b4et nich w\u00e4r v\u00f6rbi<br \/>\nBi\u00b4t Veih un P\u00e4re koapen, moakt dine Ogen un den Geldb\u00fcddel oapen<br \/>\nbis dat Gress wasset is\u00b4t P\u00e4rd stoarb\u00b4n<br \/>\n&#8211; man mu\u00df eine Sache anpacken<\/p>\n<p><strong>Wertsch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n<p>Well Wichter un P\u00e4re s\u00f6ch s\u00fcnner M\u00e4ngel, h\u00e4w m\u00b4L\u00e4we kien goaud Perd in\u00b4n Stall, un in de Koecke kien Wicht as Engel<\/p>\n<p>N\u00b4willig P\u00e4rd mutt man nich toau nietske driewen ( &#8230; nich de Sw\u00e4pe g\u00e4ben)<br \/>\n&#8211; Jeder Bauer (Reiter) wei\u00df genau, zuerst das Pferd und dann die Frau<\/p>\n<p>Kaottet P\u00e4rd un langet Swin brinkt den Bur daet meeste in<br \/>\n&#8211; Wer nicht liebt ein stattlich Pferd und nicht ein h\u00e4uslich Weib am Herd, der ist des Namens Mann nicht wert<\/p>\n<p>Goaud P\u00e4rd h\u00e4w d\u00e4n Hawer verdeent \u2013 schlecht P\u00e4rd is\u00b4t Fouer nich wert<\/p>\n<p>Dat P\u00e4rd dat d\u00e4n Hawer verdeent haff, krigg \u00fcm nich<br \/>\n&#8211; Undank ist der Welt Lohn<\/p>\n<p><strong>Lustiges (Heiteres\/Witziges)<\/strong><\/p>\n<p>Gertken sitt up\u00b4t P\u00f6ttken, &#8211; pup segg Gertken, wech was\u00b4t P\u00e4rdken.<\/p>\n<p>N\u00b4old Wiew un\u00b4ne Kouh de kump alltied watt toau.<\/p>\n<p>Man\u00b4n Kerl un dat P\u00e4rd is di nicht vull wert, segg de Ohm un n\u00fcm de Olske de Fuselflaske weg<\/p>\n<p>Nu man sacht an mit de P\u00e4re up de Foahrt segg de Bur, ans susset us de Hoar noch van\u00b4n Kopp<br \/>\n&#8211; Eile mit Weile<\/p>\n<p>Bi \u00fcmme b\u00fcnn ik oak leiwer Gebetbouk as\u00b4n P\u00e4rd<\/p>\n<p>De Buur is unnerweggens mit sin P\u00e4rd un sin S\u00f6hn, dej k\u00e4gen \u00fcm anlapp. Dat s\u00fctt\u00b4n Stadtker und froag \u00fcm, woar\u00fcmme de S\u00f6hn dann lopen mut un de Olde ritt. De Bur: \u201eDe Junge haff kein P\u00e4rd\u201c<\/p>\n<p><strong>Deftiges (Reime\/Bekundungen)<\/strong><\/p>\n<p>laat um man driester trecken, Malk g\u00e4wen deut heij doch nich<br \/>\n&#8211; er ist zu nichts anderes zu gebrauchen<\/p>\n<p>Bi de D\u00f6ape s\u00e4e de Bur: Bloos Jan, s\u00f6ll he heaiten, wi willt um \u00e4chter de P\u00e4re bruken.Moak mi nich daei P\u00e4re mall<br \/>\n&#8211; Kleinigkeiten aufpauschen<\/p>\n<p>Schlecht P\u00e4rd h\u00e4w den Hawer nich verd\u00e4int.<br \/>\n&#8211; Goud P\u00e4rd haff sin Hawer wall verd\u00e4int)N\u00b4P\u00e4rd r\u00fcerd (mausert) nich \u00e0 gilt als zuverl\u00e4ssig<\/p>\n<p>Hej sitt hoch up\u00b4t P\u00e4rd (hej sitt up\u00b4t hooge P\u00e4rd)<br \/>\n&#8211; er ist \u00fcberheblich<\/p>\n<p>Hej latt de L\u00fcppen hang as\u00b4n M\u00e4hre owert doot F\u00fcllen<br \/>\n&#8211; er macht einen schlechten Eindruck<\/p>\n<p>Dat N\u00f6digste toau erst segg de Buur un bestreek dat Wiew un loat dat P\u00e4rd up de Wennigen<\/p>\n<p>Wiewer stawen bringt kien Verdarwen man P\u00e4re in\u00b4t Graw bringt den besten Bur an\u00b4n B\u00e4delstaff<br \/>\n&#8211; Gute Pferde sind unersetzlich, eine neue Frau ist schnell wieder auf dem Hof.<\/p>\n<p>Well Gl\u00fcck haff mit de P\u00e4re un Ungl\u00fcck mit de Wiewer, de kann wall Bur bliewen. \u00e0 (siehe vor)<\/p>\n<p>Nu schoae mi de olde M\u00e4hre an\u00b4t Gatt<br \/>\n&#8211; bei Verwunderung\/\u00dcberraschung<\/p>\n<p>Doar harr\u00b4n wi Goddes Word swatt up witt, s\u00e4en de L\u00fce, do reed de Herrum up\u00b4n Sch\u00fcmmel<\/p>\n<p><strong>Pflege und Futter<\/strong><\/p>\n<p>Striegel un Streu deut\u00b4t b\u00e4ter as Heu<br \/>\n&#8211; gutes Futter und Putzen bringt guten Nutzen<\/p>\n<p>N\u00b4P\u00e4rd dat toau vull bisitte gr\u00fcpp, krigg\u00b4n Muhlkorf<br \/>\n&#8211; die Liederlichkeit austreiben<\/p>\n<p>Bi d\u00e4n Sn\u00f6sel mutt daei Hawersack h\u00f6ger<br \/>\n&#8211; er ist \u00fcbergewichtig<\/p>\n<p>\u00dcm steck de Hawer \u2013 hej bruckt de Sw\u00e4pe<br \/>\n&#8211; er ist \u00fcberm\u00fctig<\/p>\n<p>Dat P\u00e4rd is liederlick, hej mut nu an\u00b4t kate Ende (gaan) Dissen must du an dej Kandarre n\u00e4hme. &#8211; Dat hol\u00b4t dat beste P\u00e4rd nich ut \u00e0 Hej holt f\u00f6r de rachte Smeer \u00e0<\/p>\n<p><strong> R\u00e4tsel<\/strong><\/p>\n<p>V\u00f6rn un achter Fleesk, in de Mirre unner Isen und drower Holt, wat is dat?<\/p>\n<p>Achter use Huse pl\u00f6uget Mester Kruse, s\u00fcnner Ploug un s\u00fcnner Stock, s\u00fcnner P\u00e4rd un haff\u00b4t so drock?<\/p>\n<p>Isern P\u00e4rd mit\u00b4n langen Steert, je nietzker dat P\u00e4rd trecket \u00fcm so kaoter watt de Steert oder<br \/>\nIsern P\u00e4rdken mit\u00b4n flassen Steertken, je dullen loap dat P\u00e4rdken je kaoter watt sin Stertken?<\/p>\n<p>Woar\u00fcm kann\u00b4n P\u00e4rd kein Snieder weern ?V\u00f6rne fr\u00e4tt et, \u00e4chter spreck et ?<\/p>\n<p>oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Hochtiedsn\u00f6rger Laeid<\/strong> &#8211; B\u00f6rger Mitgliederversammlung 1998<br \/>\n(vorgetragen und \u00fcberlassen von Meyners Oma, B\u00f6rgerwald (Sr. von H\u00fcnteljans Sina Lorup)<\/p>\n<p>Luee nu schwiegt is ewen still, uem dat ik jau n\u00f6rgen will<br \/>\nnu Jan Hinnek mit Mareike bolde trauen willt. Koammt doar<br \/>\naale dann man her, koammt doar alle dann man her, so goaut<br \/>\nkriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Hochtied is, dat moet ich w\u00e4ten, toauken W\u00e4ke D\u00f6nnerdach,<br \/>\nun ieh k\u00f6nnt doar man mit r\u00e4ken, dat se duurt bis Saterdach.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man<br \/>\nher, so goaut kriege wiet se \u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Spillmanns Luks sp\u00e4llt up mit Trecksack un Klarinetten,<br \/>\nun dat H\u00f6rn dat dr\u00f6ff nich f\u00e4hlen; de Danzluee bruckt nich letten.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Dann schmiet wi dej Pulterb\u00fcksen dej bunt R\u00fcmpkes an de Sitt<br \/>\nun will ih noch haen Schnieder, dann wat dat nu h\u00f6chste Tied.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Un ih Wichter man gau bi, laat jau Woaterwellen leggen. Joh dat<br \/>\nsch\u00f6l wall rein wat kosten, man wat sch\u00f6ll man doar van seggen.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Pr\u00f6kelt mit de Gaffentangen in den Wiem\u00b4en watt her\u00fcmme<br \/>\nT\u00fcrt doar na den dicksten Schinken, L\u00fce ich w\u00e4ttet ja woar\u00fcmme.<br \/>\n Koammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Pannekouken wi\u00b4we nich \u00e4ten, St\u00fcpp in\u00b4ne Panne we\u00b4we nix van w\u00e4ten,<br \/>\nunner Schnurrebroarn und Schinken s\u00f6llt dej Aikendiske b\u00e4ken.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Backer Rolfes, k\u00f6nn ich gl\u00f6ven, ik gah in up jede Wedde<br \/>\nkump dej W\u00e4ke v\u00f6r de Hochtied goar nich mehr hen B\u00e4dde.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle  dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Will wi is bi T\u00f6mpels luuren, off dat wat ja rein tou dull<br \/>\nPrumen, T\u00f6fkes und Maronen, Kringels ganze Plaaten vull.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Kronabel Kasper sit toau skandalen, man dat helpet \u00fcmm kien<br \/>\nbitken, hej mut up dej Riege Proaten, noch dej Battercreme<br \/>\npruetken. Koammt doar aale dann man her, koammt doar alle<br \/>\ndann man her, so goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Fieftein goude, fette Hennen s\u00f6llt in Stok\u00e4tel schw\u00f6mmen.<br \/>\ndenk ik an dej H\u00f6unersoppe, lapp mi\u00b4t Woater uem dej Tannen.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Use moijen jungen H\u00f6uner, joah watt s\u00f6ll man van ehr seggen,<br \/>\nkoemmt v\u00f6r Drokte nich hen Wieben, sittet Dach un Nacht toau<br \/>\nleggen. Koammt doar aale dann man her, koammt doar alle<br \/>\ndann man her, so goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Einen denn ich aale m\u00f6get, denn ik jau van Haarten g\u00fcnne, k\u00f6nn<br \/>\nih drinken up de Hochtied un dej kump ut Hasel\u00fcnne. Koammt<br \/>\ndoar aale dann man her, koammt doar alle dann man her, so<br \/>\ngoaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Toau dej Hochtied doau wi faeiern und wi tappet s\u00fclvst dat Baeier.<br \/>\nWoarmit s\u00f6ll wi dat betohlen, mit dej Knippe van denn Fraier.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Dat hej pleite gaeit &#8211; off ikke, nu dat will wi nich hoapen,<br \/>\nanners mut hej na de Hochtied, wall aein Queckenst\u00fcck verkoopen.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Un hej haff oak ja noch liggen, twai, &#8211; drai Tuchten moije Biggen,<br \/>\nun wenn dej Handelsl\u00fce uem lick willt, dann bliv hej noch wall<br \/>\nbeliggen. Koammt doar aale dann man her, koammt doar alle<br \/>\ndann man her, so goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>W\u00fcpke\u00b4er Joop kump mit T\u00f6gel, mut dej g\u00fcste Koauh offholen,<br \/>\nwill uem f\u00f6r den olden Str\u00f6gel 100 Daler boar betoahlen.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Neijet Woasenklett dat blinstert, net as de Speegel achtert F\u00fcer,<br \/>\nuemm dat Hus instand toau setten, doarf\u00f6r was \u00fcmm nix toau d\u00fc\u00fcr.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Uem dat Hus instand toau setten, doarv\u00f6r was \u00fcmm nix toau<br \/>\nV\u00e4hle, un saei habb doar kr\u00e4gen, oak ne splinter-neije D\u00e4hle.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Un dej splinter-neije D\u00e4hle m\u00f6ssten saei oak n\u00f6tig brucken,<br \/>\nanners kunn\u00b4se s\u00fcck bi\u00b4n Brutdanz beide F\u00f6ite wall verstucken.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Un de Brut ehr moije Brutklaid, L\u00fce ich willt jau noch verfehren,<br \/>\nwoar saei kump mit aehre Schleppen, bruck ih nich mehr Straate kehren.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Man dej Br\u00fcttigam van der Brutt is, joah dej kann wall driester<br \/>\nlachen, Proppen vull drai Kistenwagen Glaskasten vull mit<br \/>\nKr\u00f6chen. Koammt doar aale dann man her, koammt doar alle<br \/>\ndann man her, so goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Man ik g\u00fcnn \u00fcmn dat ja gern, ik b\u00fcnn s\u00fcnner dat toau fr\u00e4e,<br \/>\nun van trauen magg\u00b4 nich h\u00f6ren, ik bliev Unkel up dej St\u00e4e.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>Loater sit ik dat toau sp\u00fcttern, in mien Kroakstoaul butt bit F\u00fcer,<br \/>\nHochtiedsn\u00f6rgen s\u00fcnner St\u00fcttern mit min B\u00f6skup was ik hier.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>L\u00fce ih moet jau munter hollen, blievet kr\u00e4gel un gesund, ik mut<br \/>\nmit min Rad nu rullen, overn ganzen H\u00fcmmling rund.<br \/>\nKoammt doar aale dann man her, koammt doar alle dann man her,<br \/>\nso goaut kriege wiet se\u00b4 l\u00e4ve ja nicht w\u00e4r.<\/p>\n<p>oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>\u201eDa half nur noch das Beten\u201c Dramatische Minuten bei Kriegsende<\/strong><br \/>\nvon Walter Goldmann aus Use Borger 2010<\/p>\n<p>Vorbemerkung: Walter Goldmann lebte ab 1940 in B\u00f6rgerwald bei seinem Onkel Bernhard Hunfeld. Die Hofstelle lag an der Esterweger Stra\u00dfe, gleich an der Grundst\u00fccksgrenze der Gastst\u00e4tte Grote\/Langen gen. Muttkes; der Hof ist heute dort nicht mehr vorhanden. Am 9. April 1945 erreichte die Front von Neub\u00f6rger kommend den Ort B\u00f6rgerwald. Zu dieser Zeit war der K\u00fcstenkanal Kampflinie.<\/p>\n<p>Walter erinnert sich: Die kanadischen Panzer kamen als Sp\u00e4htrupps aus Neub\u00f6rger; sie fuhren \u00fcber die Kirchstra\u00dfe, an der Panzersperre bei Korte\/Block-willm vorbei bis zur Kreuzung in B\u00f6rgerwald und erkundeten das Gel\u00e4nde in B\u00f6rgerwald. Es waren drei Panzer, einige LKW und Jeeps mit ein paar Dutzend GI\u00b4s. Sie nahmen Quartier bei der Gastst\u00e4tte Grote-Muttkes. Von der Kreuzung aus ging es dann sp\u00e4ter weiter in Richtung B\u00f6rgermoor, wo sich die deutschen SS-Truppen am K\u00fcstenkanal verschanzt hatten. Zwischen den Kanadiern und der Front am K\u00fcstenkanal, wo die Wehrmacht noch stand, hatten sich beim M\u00fchlenbetrieb Breckweg an der Schleusenstra\u00dfe (heute Kaufhaus K &#038; K), ca. ein Dutzend SS-Leute verschanzt.<\/p>\n<p>Wir, d. h. mein Onkel, meine Cousinen Margret, Katharina und ich, waren dabei, Hausrat wieder einzur\u00e4umen. Wir kamen gerade von Verwandten vom Wattberg zur\u00fcck. Hier, etwas abgelegen hatten wir die Front abgewartet. Die Kampflinie war von den deutschen Truppen von B\u00f6rgerwald nach B\u00f6rgermoor zur\u00fcckverlegt worden und wir glaubten uns in Sicherheit. Danach um 9 Uhr s\u00e4uberten wir Kinder den Kuhstall. Da \u00f6ffnete sich pl\u00f6tzlich die Stallt\u00fcr (Falld\u00f6re), und zwei schwer bewaffnete deutsche Soldaten standen vor uns. Wir waren nat\u00fcrlich mehr als \u00fcberrascht. Man bedenke, ca. 80 Meter entfernt \u2013 bei der Wirtschaft Grote\/Muttkes &#8211; lagen die kanadischen Soldaten.<\/p>\n<p>Die Wehrmachtsangeh\u00f6rigen beruhigten uns: \u201eIhr braucht keine Angst zu haben, wir tun euch nichts, sie wollen euch von den Feinden befreien\u201c. Ihre Frage, wie stark die Besatzung sei, konnten wir nicht beantworten. Dann fragten sie uns, wo der Bauer sei. Mein Onkel war in der K\u00fcche; so gingen wir mit den beiden deutschen Soldaten dorthin. Mein Onkel Bernhard war erstaunt, dass pl\u00f6tzlich am fr\u00fchen Morgen zwei schwer bewaffnete deutsche Soldaten in der K\u00fcche standen. Sie wiederholten sich: \u201eIhr braucht keine Angst zu haben. Wir tun euch nichts. Wir wollen nur den Feind beobachten und euch morgen befreien.\u201c Sie, der Waffen-SS-Unteroffizier und der Feldwebel, fragten uns dann, ob es oben im Hause eine Stelle gebe, von der aus man den Feind bei der nahe gelegenen Wirtschaft Grote gut beobachten k\u00f6nne. Mein Onkel sagte nichts, weil er immer noch erschrocken und sich der Gef\u00e4hrlichkeit der Situation bewusst war. Die beiden SS-M\u00e4nner gingen dann alleine mit ihrem leichten MG vor der Brust, quer durch das Haus, so als wenn sie alles genau kannten, in den Flur, von wo aus die Treppe nach oben f\u00fchrte; dort lagen die Zimmer und dort war der Zugang zum Dachboden.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit stand die Haust\u00fcre offen \u2013 und zu unserem Schrecken sahen wir auf der Stra\u00dfe kanadische Soldaten an der Panzersperre vor dem Haus patrouillieren! Mein Onkel sagte zum SS-Mann: \u201eMach doch die T\u00fcre zu. Die brauchen euch doch hier nicht zu sehen\u201c. Er schloss die T\u00fcr. Darauf sagte einer der deutschen Eindringlinge: \u201eLass sie nur kommen! Wir haben keine Angst!\u201c Dabei zeigte er mit entschlossenem fanatischem Gesichtsausdruck auf seine Waffe.<\/p>\n<p><strong>Welch eine Situation!<\/strong><\/p>\n<p>Im Hause zwei schwer bewaffnete, fanatische SS-Soldaten, wahrscheinlich hasserf\u00fcllt und unbelehrbar, &#8211; und vor dem Hause schwer bewaffnete kanadische Soldaten, mit klarem Auftrag und entschlossen! Und keiner wusste vom andern.<\/p>\n<p>Bevor dann die beiden Wehrmachtsangeh\u00f6rigen die Treppe emporstiegen, wiederholten sie ihren Spruch: \u201eIhr braucht keine Angst zu haben. Wir verschwinden so ger\u00e4uschlos, wie wir gekommen sind. Morgen fr\u00fch seid ihr vom Feind befreit! Heute Nacht setzten Truppen \u00fcber den K\u00fcstenkanal und befeien B\u00f6rgerwald. Wir erkunden nur.\u201c Keiner von uns wusste nun, ob sie nun nach oben in die Zimmer gegangen waren oder sich durch den Bodenraum in die Scheune verdr\u00fcckt hatten und sich dort versteckt hielten. Mein Onkel forderte uns auf, in der K\u00fcche zu bleiben: \u201eUnd niemand geht nach drau\u00dfen und verr\u00e4t, dass hier deutsche Soldaten sind!\u201c und: \u201eIhr bleibt hier alle zusammen\u201c. Meine Tante z\u00fcndete eine Kerze an und stellte diese auf den Tisch und sagte: \u201eKommt, lasst uns beten!\u201c Wir hatten panische Angst. Wir beteten inbr\u00fcnstig darum, dass diese Situation gut enden solle.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Betens h\u00f6rten wir Panzerger\u00e4usche in der N\u00e4he des Hauses. Mein Onkel stand auf, ging zur Haust\u00fcre und erschrak erneut. In der Haust\u00fcr vor ihm standen zwei kanadische Soldaten, mit Maschinenpistole im Anschlag und Entschlossenheit im Gesicht! Vor dem Haus stand ein Panzer mit dem Rohr auf das Haus gerichtet, am Giebel ein Weiterer und hinter dem Haus ein dritter kanadischer Panzer in Drohstellung. Einer der beiden GI\u00b4s fragte in gebrochenem Deutsch: \u201eHier deutsche Soldaten?\u201c Mein Onkel wusste nicht, was er sagen sollte! Ihm verschlug es die Sprache; durfte er die beiden Landsleute dem Feind \u201everraten\u201c? K\u00f6nnte man in dieser Situation Deutschlands \u00fcberhaupt noch von Verrat sprechen? Er konnte andererseits auch nichts angeben, weil er den Aufenthaltsort auch wirklich nicht kannte. Er war sich unsicher; sprachlos! Der Soldat, zum langen Verhandeln nicht bereit, zeigte mit einem Finger auf seine Armbanduhr und drohte: \u201e\u2026in f\u00fcnf Minuten! \u2026dann alles platt!\u201c<\/p>\n<p>Mein Onkel wusste ja nur, dass die beiden Deutschen die Treppe hochgestiegen waren, sp\u00e4ter hatte er nichts mehr von ihnen geh\u00f6rt. Die GI\u00b4s ahnten wohl, das die SS-Leute im Obergescho\u00df waren und scheuchten meinen Onkel die Treppe hoch, mit einem Gewehr im R\u00fccken. In h\u00f6chster Anspannung bewegte er sich die Stufen hoch \u2013 denkbare Zielscheibe der beiden verfeindeten Gruppen. Die Kanadier folgten, blieben aber oben im Flur stehen. Onkel Bernhard, in dieser angsterf\u00fcllten, f\u00fcrchterlicher Situation, ging durch eine T\u00fcr in Richtung Heuboden und rief: \u201eWo seid ihr? Ergebt euch! Sonst habt ihr keine Chance, lebendig herauszukommen! \u00dcberlegt euch das schnell! Das Haus ist von Panzern umstellt. Es wird sonst platt gemacht \u2013 es ist mein Hab und Gut. Ergebt euch!\u201c<\/p>\n<p><strong>Einige Schrecksekunden, rasender Puls, Totenstille.<\/strong><\/p>\n<p>Dann Ger\u00e4usche auf dem Dachboden \u00fcber den Schlafzimmern. Dort lagen die Waffen-SS-Leute vor einem Uhlenlock (Rundfenster im Giebel des Hauses). Von da aus konnte man sehr gut die alliierte Besatzung bei Grote beobachten. Die Deutschen Soldaten erkannten wohl die Aussichtslosigkeit der Situation, (sie haben ja alles beobachtet) legten dann \u201eGott sei Dank\u201c ihre Gewehre an die Seite und ergaben sich. Die Kanadier f\u00fchrten sie ab. Wir sa\u00dfen noch eine ganze Weile in der K\u00fcche und sprachen gemeinsam Dankgebete!<\/p>\n<p>Das Beten wird wohl geholfen haben.<\/p>\n<p>oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Schicksal und Verbleib von Nachkommen der Familien Jacobs \u2013 Unsagbares Unrecht an Deutsche, j\u00fcdischen Glaubens.<\/strong><br \/>\nvon Hermann Ubbenjans aus Use Borger 2011<\/p>\n<p>Bei unseren Bem\u00fchungen Materialien zum Buch \u201eB\u00f6rger Geschichte\u201c zu sammeln, fragten wir auch nach den j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern in B\u00f6rger, in den 1800er Jahren. Daraufhin wandte sich im Januar 2004 Siegfried Hohmann aus dem Sauerl\u00e4ndischen Bestwig-Nuttlar an den Heimatverein B\u00f6rger. Er erbat Hilfe bei der Erstellung der Lebensbiographie von Erik Jacobs, dessen Vater Mey\u00b4er in B\u00f6rger geboren sei. Dieser Aufforderung kamen wir nat\u00fcrlich nach. Im Mai 2010 wiederum wandte sich Gertrud Althoff aus M\u00fcnster an die Gemeinde B\u00f6rger um Informationen \u00fcber diesen Zweig ihrer Familie zu erfahren, da sie schon lange Jahre Familienforschung der j\u00fcdischen Familien betreibt. Die Gemeindeverwaltung leitete die Mail weiter an den Heimatverein B\u00f6rger.<\/p>\n<p>Wir stellten fest, dass dieser Mey\u00b4er Jacobs tats\u00e4chlich in B\u00f6rger geboren wurde und dass bei seiner Geburt insgesamt vier Familien j\u00fcdischen Glaubens in B\u00f6rger wohnten. In einer Ausarbeitung \u201eJ\u00fcdisches Leben im Emsland\u201c findet man die Familien. In einer Kurzabhandlung berichteten wir schon in Use Borger 2005 S.99 \u00fcber die Familien. Die deutschen Familien j\u00fcdischen Glaubens geh\u00f6rten zur Synagogengemeinde mit der Synagoge in S\u00f6gel. Hier war auch eine j\u00fcdische Schule f\u00fcr die Kinder der umliegenden Orte, in denen Familien j\u00fcdischen Glaubens ans\u00e4ssig waren (Wahn, Lathen, Werlte, Lorup, B\u00f6rger). Die vier Familien wohnten im Ortszentrum von B\u00f6rger, in der Stra\u00dfe, die sp\u00e4ter Poststra\u00dfe oder gelegentlich \u201eJudenstra\u00dfe\u201c genannt wurde.<\/p>\n<p><strong>David Jacobs, ist mit Friederike (Rikka) geb. Frank<\/strong> aus Lathen verheiratet und kauft in B\u00f6rger das Grundst\u00fcck mit der Nr. 59 (ehemaliges Vollerbengeh\u00f6ft, der Familie Kossen) kurz vor der Geburt der ersten Tochter Minna im Oktober 1854, mit dem Markenrecht. David stammt aus S\u00f6gel und seine Ehefrau ist die Tochter von Gottfried Levi Frank und seiner Ehefrau Rosa Meyer aus Lathen. Die Familie hat insgesamt neun Kinder. David Jacobs wird in Stammb\u00fcchern der Synagogengemeinde als H\u00f6ker (Kaufmann) bezeichnet. In den Folgejahren baut er auf dem Grundst\u00fcck ein neues Geb\u00e4ude (siehe folgendes Foto). Auf dieser Hofstelle liegt noch ein \u00bc Markenrecht an der B\u00f6rger Mark. Des Weiteren wohnte, wohl mit in diesem gro\u00dfen Haus. Sein Bruder<\/p>\n<p><strong>Samuel Jacobs der mit Elisabeth (Elisa) Frank<\/strong> verheiratet ist. Sie haben acht Kinder. Samuel zieht 1860 nach Lathen. Es gibt Hinweise und \u00dcberlieferungen, dass die Familie David Jacobs zuerst im Haus mit der Nr. 118 (sp\u00e4teres Jugendheim in der Poststra\u00dfe) gewohnt hat. Dieses Haus geh\u00f6rte vorher der Familie des Brinksitzers Heinrich Schmitz (GooseJans), die auf dem Dosfeld siedelten und dann nach der Markenteilung in Neub\u00f6rger am J\u00fcmberg ans\u00e4ssig wurden. Im Haus mit der Nr. 118 wohnt im Jahre 1858 (Urliste der H\u00e4user und Einwohner vom 03.12.1858)<\/p>\n<p><strong>Aaron Jacobs, ein Verwandter von David Jacobs.<\/strong> Dieser ist Pferdeh\u00e4ndler. Er ist mit Nette Heilbrunn aus Lengerich (Westfalen) verheiratet. Diese Familie hat neun Kinder. Als Aaron Jacobs B\u00f6rger wieder verl\u00e4sst, geht dieses Haus in den Besitz der Witwe Thekla Lindemann geb. Schnieders (Limdes Oma) \u00fcber. Sie kauft das Haus f\u00fcr die in B\u00f6rger t\u00e4tigen Kapl\u00e4ne, die dort dann wohnen k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter geht das Geb\u00e4ude in den Besitz der Katholischen Kirchengemeinde \u00fcber. Eine weitere Familie j\u00fcdischen Glaubens,<\/p>\n<p><strong>Abraham K\u00f6ster und Ehefrau Dora Meyer<\/strong> mit den Kindern Salomon und Jakob wohnen nur kurz in B\u00f6rger, evtl. im Haus mit der Nr. 118. Abraham K\u00f6ster ist wohl bei den Bauma\u00dfnahmen der Familien Jacobs in B\u00f6rger hier t\u00e4tig und zieht dann nach Wahn. Salomon stirbt 1873 in Wahn. Sohn Jakob ist sp\u00e4ter verheiratet mit Betje de Beer aus Pekela, Holland und H\u00e4ndler in Aschendorf. \u00dcber das Leben der j\u00fcdischen Familien in B\u00f6rger ist nicht sehr viel \u00fcberliefert. Sie lebten vom Handel, zogen mehrmals in der Woche mit Pferd und Wagen \u00fcber die D\u00f6rfer und besuchten ihre Kundschaft. Ansonsten lebten die j\u00fcdischen Familien in der kleinen Dorfgemeinschaft ungehindert und friedlich. Die Juden auf dem H\u00fcmmling galten als gl\u00e4ubig und waren fest mit ihrer Tradition verbunden und pflegten gute Kontakte mit der Bev\u00f6lkerung. Gelegentlich h\u00f6rte man Schimpfrufe von Kindern, die aber auch unter den katholischen Kindern wohl an der Tagesordnung waren. Der Schimpfreim \u201eJuda hepp &#8211; Juda hepp\u201c (hepp = heroda est perdita, Jerusalem ist gefallen) ist heute noch bei einzelnen B\u00f6rgeranern bekannt. Neben der allgemeinen Schulausbildung halfen die Dorfjungen \u00fcblicherweise in der Landwirtschaft im Stall, als Sch\u00e4fergehilfen oder Kuhjungen. Die Kinder der j\u00fcdischen Familien brauchten das nicht. Sie halfen im Gesch\u00e4ft der V\u00e4ter und wurden dort ausgebildet; waren oft in S\u00f6gel und erhielten Unterricht. Hier lernten sie die religi\u00f6sen Gesetze und Regeln der Synagogengemeinde und wurden, weltgewandt und umfassender ausgebildet als die katholischen Kinder in B\u00f6rger. Die j\u00fcdischen Kinder waren zudem reisefreudiger und verbrachten viel Freizeit bei verwandten Familien.<\/p>\n<p>David Jakobs Kinder: Minna Jacobs geboren am 7. Oktober 1854 in B\u00f6rger heiratet am 28.11.1888 in S\u00f6gel Philip Abraham Hartog aus Aurich und zieht mit ihm dorthin. Diese Familie hat einen Sohn mit Namen Adolf Phillip. Dieser zieht um 1920 wieder nach S\u00f6gel.<\/p>\n<p>Hannchen Jacobs geboren am 15. Dezember 1856 in B\u00f6rger geht scheinbar mit ihrem Bruder Mey\u00e9r ins Ruhrgebiet und hilft hier im Haushalt.<\/p>\n<p>Tochter Bertha geb. 23. Februar 1869 in B\u00f6rger stirbt 1j\u00e4hrig am 29.03.1870 in B\u00f6rger und wird auf dem j\u00fcdischen Friedhof in S\u00f6gel am Loruper Weg beigesetzt.<\/p>\n<p>Rosa Jacobs geboren am 23. M\u00e4rz 1871 in B\u00f6rger ist mit dem Metzger Isaac Weinberg in S\u00f6gel verheiratete und hat vier Kinder. Alfred, Resi, Martin und Adda. Alle werden von den Nazis verschleppt und umgebracht.<br \/>\nAuguste Jacobs die j\u00fcngste Tochter wird am 11. Dezember 1872 in B\u00f6rger geboren. Sie heiratet in den 1890er Jahren den Kaufmann Moses Rosenthal in Rheine. Von den Kindern der Familie Moses Rosenthal und Auguste geb. Jacobs aus B\u00f6rger gelingt nur Nanny, der \u00e4ltesten Tochter, die Flucht aus Europa. Sie ist mit Heinz Silbermann in Meppen verheiratet und wohnt dort \u201eAm Markt 31\u201c. Sie verlassen mit ihren Kindern 1939 die Stadt Meppen und gehen nach Baltimore in die USA. In Meppen war der Antisemitismus stark ausgepr\u00e4gt. Alle anderen Kinder des Paares Rosenthal\/Jacobs, Rheine, sp\u00e4ter Ibbenb\u00fcren leben ab 1934 in Holland. Dort mag es ihnen wirtschaftlich besser gegangen sein, doch mit der deutschen Besatzung waren sie alle dem Tode ausgeliefert\u201c, Sie sterben zwischen 1942 und 1945 nach ihrer Deportation in Auschwitz, Buchenwald, Sobibor oder bei Gro\u00df-Rosen. Nanny stirbt am 26.08.1960 in Kaliforniern in Van Nuys.<\/p>\n<p>Der \u00e4lteste Sohn von David Jacobs, Josef geboren am 02. Juni 1859 in B\u00f6rger, heiratete in S\u00f6gel und gr\u00fcndete dort eine Familie. Er betreibt einen Eierhandel. Seine S\u00f6hne David und Sammy dienen im 1. Weltkrieg f\u00fcr Deutschland. David \u00fcbernimmt nach seiner Kriegsgefangenschaft in England den Eier-handel in S\u00f6gel. Sammy fiel f\u00fcr das Deutsche Kaiserreich an der Front. Rieke die einzige Tochter der Familie versucht vor den Nazis zu fl\u00fcchten. Sie wird im Sommer 1942 aus der Mozartkade Nr. 1 in Amsterdam verschleppt und am 30.09.1942 in Auschwitz von den Nazis ermordet. Vater Josef und auch die Familie von David jun. sterben alle 1943 in Theresienstadt und in Riga.<\/p>\n<p>Jakob geboren am 9. Juli 1864 in B\u00f6rger. Er ist ebenfalls als H\u00e4ndler in S\u00f6gel t\u00e4tig. Er stirbt 74j\u00e4hrig im Jahre 1938 in S\u00f6gel. Seine Witwe Bertha geb. Reingenheim aus Hopsten stirbt am 20.03.1943 in Theresienstadt. Die Kinder David, Jordan und Phillip sterben 1942 in Salaspils bei Riga. Kind Rosa und Enkelsohn werden aus Amsterdam verschleppt und sterben am 07.07.1944 in Auschwitz.<\/p>\n<p>Levi geboren am 29.11.1866 in B\u00f6rger ist mit Sophie Meyer aus S\u00f6gel verheiratet und hat zwei S\u00f6hne David und Georg. Georg \u00fcbernimmt das Viehgesch\u00e4ft seines Vaters, ist verheiratet und hat ein Kind. Auch diese Familie verschleppten die Nazis. Levi stirbt schon am 2. Sept. 1942 in Theresienstadt. Die Kinder David und Georg sterben sp\u00e4ter in Auschwitz bzw. Theresienstadt.<\/p>\n<p>Mey\u00b4er Jacobs geb. am 12.10.1861 wird nach seiner Schulzeit in B\u00f6rger und S\u00f6gel ins Ruhrgebiet geschickt und baut seine F\u00e4higkeiten als Kaufh\u00e4ndler aus. Danach arbeitet er in einem Handelshaus in Recklinghausen. Ihm zur Seite steht seine Schwester aus B\u00f6rger. Sie besorgt ihm den Haushalt. Im Jahre 1891 heiratete er Emma Weinberg aus Siedlingshausen im Sauerland. Ihr Vater hat jeweils ein Gesch\u00e4ft in Recklinghausen und in Nuttlar im Sauerland. Nach der Hochzeit entschlie\u00dft man sich das Gesch\u00e4ft Nuttlar, da es das einigste Handelsgesch\u00e4ft dort ist, weiterzuf\u00fchren. Au\u00dferdem sprechen religi\u00f6se Argumente f\u00fcr Nuttlar. Hier im Sauerland war man unter gl\u00e4ubigen Juden, im Gegensatz zur Industriestadt Recklinghausen, wo nicht einmal der Sabbat heilig ist. Sie handeln mit Fabrikwaren und Textilien, aber auch mit Alteisen und Lumpen und Schafwolle. Gelegentlich auch mit Obst und Gem\u00fcse, die sie ins Ruhrgebiet schicken. Nebenbei werden Drogerieartikel verkauft. Die Gesch\u00e4ftsbeziehungen reichten bis auf den H\u00fcmmling. Ein reger Handelsaustausch mit Waren aus dem Ruhrgebiet mittels Eisenbahn nach S\u00f6gel und B\u00f6rger ist belegt. Emma und Meyer Jacobs arbeiteten hart und erm\u00f6glichen so ihren Kindern eine gute j\u00fcdische Ausbildung. Sie waren angesehene B\u00fcrger von Nuttlar und sie waren galten als mildt\u00e4tig. Tochter Hilde \u00fcbernahm das Handelsgesch\u00e4ft und den Textilhandel in Nuttlar zusammen mit ihrem Ehemann Louis Herzstein aus dem Raum Beverungen. Beide und ihre vier Kinder werden 1943 deportiert und ermordet. David wurde Lehrer und meldete sich 1914 freiwillig zum Milit\u00e4rdienst f\u00fcr den Kaiser. An der Front in Frankreich f\u00e4llt er f\u00fcr Deutschland. Auch Alfred wurde Lehrer und diente als Freiwilliger im I. Weltkrieg an der Front, war sp\u00e4ter als Rabbi und Lehrer in Bad Kreuznach t\u00e4tig. Er wanderte mit Familie nach der Reichskristallnacht offiziell in die USA, nach Washington aus. Erich wird ebenfalls Lehrer arbeitete sp\u00e4ter in Frankfurt in einem j\u00fcdischen Waisenhaus, danach in K\u00f6ln, Unna und Recklinghausen als Deutscher Beamter. Er ist mit Hetti Herzstein aus dem Raum Beverungen verheiratet. Das Ehepaar Erich Jakobs ist am 8. Sept.1941 mit den Kindern Fredel und Jethro \u00fcber Spanien und Kuba in die USA emigrierte. Kurz vorher am 1. Okt. 1939 waren die Lehrer j\u00fcdischer Abstammung aus dem Staatsdienst entlassen worden. Frieda arbeitet nach ihrem Studium als Hebr\u00e4isch-Lehrerin in Halberstadt, Bad Kreuznach und Berlin. Die heiratete Salli Neumann in Berlin. Als bekannte Zionisten wandern diese beiden 1936 nach Israel aus. Schwester Bertha wandert mit Ehemann Sigismund wenig sp\u00e4ter nach Argentinien aus. Hilde arbeitet in Frankfurt und heiratet sp\u00e4ter Nandi Beyer. Nandi ist Rabbi und wanderte \u00fcber Holland nach England aus. Sp\u00e4ter lie\u00dfen sie sich in Montreal in Kanada nieder. Schwester Rosa arbeitet in S\u00f6gel, heiratet sp\u00e4ter den Viehh\u00e4ndler und Schl\u00e4chter Isaac Weinberg. Diese Familie handelte oft und viel in B\u00f6rger. Sie waren bekannt und es sind einige Gegebenheiten \u00fcberliefert. Rosa wurde in Riga ermordet. Die Kinder Alfred, Resi, Martin und Adda und auch Isaac Weinberg im Vernichtungslager Auschwitz. Erika die J\u00fcngste arbeitete bei ihrer Schwester Hilde im Hutmachergesch\u00e4ft in Nuttlar. Sie versteckte sich bei Freunden in Holland, wurde aber 1941 in Amsterdam ausfindig gemacht und von den Nazis entf\u00fchrt, verschleppt, gequ\u00e4lt und umgebracht.<\/p>\n<p>Aaron Jacobs Kinder:<br \/>\nRosette Jacobs geb. 26.6.1857 in B\u00f6rger heiratet Isaak Schaap in Lathen. Sie haben sechs Kinder. Der \u00e4lteste Sohn f\u00e4llt als deutscher Soldat im Ersten Weltkrieg im Alter von 30 Jahren. Aron der zweite Sohn ist Viehh\u00e4ndler in Lathen. Er wird 1942 mit seiner Ehefrau Anna Stein und den Kindern Joachim und Leonie verschleppt und alle sterben 1942 in Auschwitz. Tochter Nette stirbt kurz nach ihrer Heirat im Alter von 38 Jahren in Lathen. Tochter Angelika ist mit Philip Gr\u00fcnberg aus Jemgum verheiratet. Beide sterben 1941 \/ 1942 in Minsk. Sohn Bendix ist Viehh\u00e4nder in Lathen bei seiner Familie. Er ist verheiratet und stirbt mit Ehefrau und drei Kindern 1943 in Ausschwitz. Die j\u00fcngste Tochter Henny ist mit Wilhelm Gr\u00fcnberg verheiratet, der ebenfalls aus Jemgum kommt. Henny stirbt im KZ in Minsk Ende 1941 \/ Anfang 1942 Salomon Jakobs geboren am 19.12.1959 in B\u00f6rger ist Fleischh\u00e4ndler und wohnt in Lathen. Er ist mit Lina Rosenberg verheiratet. Ihr einziger Sohn Albert f\u00e4llt im Ersten Weltkrieg am 13.06.1915 als Deutscher Soldat in Frankreich. Ihre Tochter Nette wird im KZ Auschwitz ermordet. Moses Jacobs geb. 6.8.1864 in B\u00f6rger ist Viehh\u00e4ndler in Lathen und heiratet in Ihrhove R\u00f6schen de Levi aus Oude Pekela in den Niederlanden. Joseph Jacobs, geb. 12.10.1866 in B\u00f6rger hat mit Sara de Vries drei Kinder. Sie leben in Leer Ostfriesland. Jacob Jacobs geb. 27.20.1868 in B\u00f6rger heiratet in Lathen Johanna de Jong. \u00dcber Abraham geb. 4.6.1871 und Gella 18.03.1874 liegen noch keine Infos vor.<\/p>\n<p>Samuel Jacobs Kinder:<br \/>\nDas Ehepaar hat neun Kinder. Die \u00e4ltesten beiden, Samuel geb. 1858 in B\u00f6rger u. Fritz geb. 1861 in B\u00f6rger sterben im Kindesalter, Rosa geb. 1865 ebenfalls. Emma geboren im Jahre 1867 in Lathen ist mit Joseph Jacobs in S\u00f6gel verheiratet. Meier Jakobs geboren 1876 in Lathen ist Kaufmann in Twistringen. Er ist verheiratet mit Ida Rosenwald. Beide sterben in Warschau. \u00dcber den Verbleib der Anderen ist uns noch nichts bekannt.<\/p>\n<p>Eine Gegebenheit sei noch erw\u00e4hnt, die in Erinnerung ist. An mehreren Wochenenden im Jahre 1944 sind in B\u00f6rger im Saale der damaligen Gasts\u00e4tte Belke in B\u00f6rger Haushaltsgegenst\u00e4nde der j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger versteigert worden. \u00dcberliefert ist, dass diese Versteigerungen anfangs sehr uneffektiv f\u00fcr die Beh\u00f6rden verliefen und der angereiste Auktionator ungehalten mit der hiesigen Bev\u00f6lkerung Schimpftiraden loslie\u00df und neue Termine festsetzte. Nach mehreren Terminen jedoch wurden die Gegenst\u00e4nde dann zumeist an ausw\u00e4rtige Ank\u00e4ufer (unter Preis) ver\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Eine weitere (fragliche) Info ist aufgetaucht. Im Gedenkbuch \u2013 Opfer der Verfolgung der Juden unter der NS-Gewaltherrschaft in Deutschland von 1933 \u2013 1945 ist eine Emma van Dam geb. Jakobs verzeichnet. Diese soll am 14. Mai 1876 in B\u00f6rger, H\u00fcmmling, Hannover geboren sein. (Eltern:?) Sie soll 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz transportiert worden sein und man notierte sogar als Wohnort B\u00f6rger. Das ist fraglich aber vielleicht bringen zuk\u00fcnftige Forschungen Licht in die Sache. Und auch ein Foto aus dem Jahre 1882, das den Gesangverein B\u00f6rger zeigt deutet auf eine weitere Spur hin. Die 27k\u00f6pfige Gruppe von jungen B\u00f6rger M\u00e4nnern steht vor dem Haus Nr. 200 in B\u00f6rger. Vor der Gastst\u00e4tte und B\u00e4ckerei von Luis Smits. Dieses Haus bewohnte fr\u00fcher Aaron Jakobs und 1882 vielleicht eine bekannte j\u00fcdische Familie namens Smits, denn dieser Name ist in B\u00f6rger nicht gel\u00e4ufig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Informationen zu diesem Artikel danke ich Jetro Jacobs aus Israel, (Urenkel von Erik Meyer Jacobs geboren 1861 in B\u00f6rger), Siegfried Hohmann aus Bestwig-Nuttlar, Sauerland und OStD Holger Lemmermann, der viele Informationen \u00fcber die J\u00fcdische Gemeinde S\u00f6gel zusammengetragen hat, und Heinz Schmees vom Gemeindearchiv S\u00f6gel sowie Gertrud Althoff aus M\u00fcnster und Remidius von B\u00f6selager in Bielefeld, recht herzlich.<\/p>\n<p>oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Hochtiedsn\u00f6rger &#8211; Hochzeit von Joseph Arnold und Maria Stein <\/strong><br \/>\nam 9. Nov. 1909 in Brussels und Deer Plain, Calhoun County \u2013 Illinois USA.<br \/>\nVerwandtschaft der ausgewanderten Familie Bernhard Pl\u00fcster aus B\u00f6rger<\/p>\n<p>St\u00fcrt jau\u00b4n Hund und hold jau\u00b4n Mund, denn de Hochtiedn\u00f6ger de kump. Hold jau\u00b4n Hund van blaffen, und jaue Kinner van lachen, Goauden Dach! Hier sett ik mien Stock und mien Stab, und moake mien B\u00f6skup wall bekannt.<\/p>\n<p>Die Welt ist rund und mein Stock ist bunt. Min Stock ist ja l\u00e4nger wie min Been, und dat k\u00f6nn ih oak alle wall saein. Ich kam her geritten, um Euch auf die Hochzeit zu bitten! Mein Pferd habe ich drau\u00dfen stehen, darum muss ich zu Fu\u00df hier rein gehen. Gestern abend, als ich anfing zu studieren, da tat mich die Jungfrau faxeiern, da habe ich mit Ihr in die Stube gesessen, und habe auf mein studieren vergessen. Es haben mich hierhin geschickt, Josef Arnold als Br\u00e4utigam, Mary Stein als Braut, um Euch zu bitten, n\u00e4chsten Dienstag auf die Hochzeit zu kommen, Jung und alt, Gro\u00df und klein, als so wie Ihr im Hause versammelt seit \u2013 ik n\u00f6ge kiene Katten un Mu\u00df sonnern sonst alle ut dit Hus. Kleidet Euch sch\u00f6n aber nicht all zu fein, denn die Braut und der Br\u00e4utigam wollen doch gar die aller sch\u00f6nsten sein.<\/p>\n<p>Ich war mal im Lande Hessen, da gab es gro\u00dfe Sch\u00fcsseln, aber wenig zu essen, saures Bier und bittren Wein, der Teufel mag vom Lande Hessen sein. Da kam ich mal im Lande Sachsen, wo die M\u00e4dchen auf die B\u00e4ume wachsen, h\u00e4tte ich daran gedacht, so h\u00e4tte ich f\u00fcr mich und f\u00fcr den Joe Arnold eine mitgebracht, da aber habe ich mich besonnen, denn sie sind mir hier viel sch\u00f6ner vorgekommen. Denn hier kann man sie bekommen, Eins, zwei, drei Dutzend f\u00fcr ein Strohseil, ist das nicht wohl feil.<\/p>\n<p>Da kamen 2 Reiter von Westen und wollten sich ein wenig bei mir Ressen, da kamen 2 Reiter aus dem Osten, die wollten sich nicht lassen tr\u00f6sten, da kamen 2 Reiter aus dem S\u00fcden, die wollten mich ganz verw\u00fcsten, es kamen 2 Reiter aus dem Norden, die wollten mich ganz und gar ermorden.<\/p>\n<p>Da habe ich die Flucht genommen, und bin bei Steins ins Haus gekommen, da fand ich ein M\u00e4dchen, so flink und betraut, die konnte sich drehen auf einen Tellerrand. Sie ist so h\u00fcbsch und fein, darum sollte sie auch die Frau Arnold sein.<\/p>\n<p>Hassen und T\u00fcrkes wasset in Feld, Erbsen und Bohnen sind ungetellt. Peper un Gew\u00fcrze fein, s\u00f6ll oak kien Mangel an sein. 7 Ofen ful Stuten laatet von binnen beater als van buten. Geschlachtet b\u00fcnnt vor allen, f\u00e4tte Ossen, 6,7! feiste W\u00e4re 8, 9! 10 olde Auen k\u00f6nnte Wichter up kouen. St\u00fcck van olden Bullen, doar k\u00f6nnt daei Wiewer up tullen.<\/p>\n<p>Ik koame hier nicht tau puchen un pralen, uk nicht \u00c4pfeln und Beeren hahlen, ik koam nich wie\u00b4n Hund ohne Stert, denn so ein junger Freier wie Ich, ist lange nich verfert und wenn ih meent datt is nich woahr, dann schenkt mie\u00b4n Glas Bitter oder`n Kloarn und wenn ich meint dat is man gout dann bakket mien Kouken van Eier und Speck. 1 Yoard ist zu wenig, 2 ist auch nicht zu viel und wenn sie mich von Herzen bitten, bin ich auch mit 3 zufrieden.<\/p>\n<p>Nu Moauer lat us mal K\u00fcren van\u00b4n H\u00f6uner Abend. Habe ih n\u00e9 goude fette Henn oder Hoahn, daei van Fettigkeit nich in Hoak kann koamen, bind se an Stock und bring se usen Kock, daei sch\u00f6ll se in Waoter sch\u00f6n butter braohen, sch\u00f6l \u00fcm dregen up den Disk, se sch\u00e4lt nich w\u00e4ten wat vor broaten Vogel it ist. St\u00fcck van Hund ist ungesund, St\u00fcck van Paerd is draegen nicht wert. Schwienestert ist mitn\u00e4hmen uk wall wert. Schwien an sich is\u00b4n goaud K\u00f6ckengericht. Schwieneschinken \u2013 junge, doar k\u00f6nn wie een gouden up drinken. 24 Borrel Beer drink wie mit Pl\u00e4seer. 24 Musikanten sinnt bestellt, 2 mit Dr\u00fcpen, doar k\u00f6nnt die Wichter van W\u00fcppen. Schont nich jaue St\u00e4wel und Schauen, wegen dat Fiern, denn daei Schauster maoket alle Dage wecke w\u00e4hr. Drau\u00dfen in der gro\u00dfen Stadt Deer Plain, draeget sei alle van Papier daei Rabber-Kroagens, aber bei us in daei grote Stadt Brussels doar dr\u00e4get sei alle von daei sch\u00f6nen linnen Kroagens.<\/p>\n<p><strong>Hochtiedsn\u00f6rger van H\u00fcmmling<\/strong><br \/>\n(van Sch\u00fcrmann\u00b4s Nordkamp)<\/p>\n<p>Holt jau\u00b4n Mund \u2013 un st\u00fcert jau\u00b4n Hund, daei N\u00f6ager van daei Hochtied daei kump. Binnt jaue Hennen un Hoahn \u2013 an, dat man se oak saein un h\u00f6ren kann. Min Stock is l\u00e4nger as min Baein \u2013 dat koen ih ja oak wall saein. Min Stock is rot, un mine Hand is blood so haeb ik voer dat dumm weern noch kiene Not.<\/p>\n<p>Doar kwam ik in Trier, Trier is wiet van hier, un waeet ih wat ik up daei Foahrt verteer \u2013 haebb min Sattel un Tohm un\u00b4t ganze Peerd, was dat dae Reise nah Trier wall wert? Doar kaeem ik in Sachsen woar daei Wichter up daei B\u00f6hme wachsen, haar ik dran dacht, h\u00e4dde ik f\u00f6r mi un min Kamerad eene mitbracht! Haar ik dat aber dahn, harr ik nu in Verlegenheit stahn!<\/p>\n<p>Man doe kwam ik auf ein Bauernhof \u2013 da trat ein sch\u00f6nes M\u00e4del hervor, so sch\u00f6n un so heller, konnte stehn auf\u00b4n Teller konnte sich dreh\u00b4n auf ein St\u00fcck Land, dass war ein M\u00e4dchen \u2013 so konstant. Da hab ich bei ihr so lang gesessen und hab ganz auf mein studieren vergessen!<\/p>\n<p>Nu roahet iss watt to eeten wall guff bi \u00dcmmeke un Jan-Gerd ` &#8211; sess Waers, daei habbt dicket Fett t\u00fcsken Kopp und Naers un sess \u00d6hmde voll Stuten daei b\u00fcnnt van binnen better als van buten. Un nu genauch \u2013 nu Lind an\u00b4n Stock oder dat Hus oaverkopp, Fussel her oder all mine W\u00f6rder heer un nu w\u00fcnsk ick jau &#8211; Greite un Jan-Bernd vor vandag noch vaehl, &#8211; vaehl Plaiseer un f\u00f6r daei Tied, noch masse, goaude Joahr<\/p>\n<p>ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p><strong>Hochtiedsn\u00f6rger<\/strong><br \/>\n(vom H\u00fcmmling) aus 2023<\/p>\n<p>Goauden Dag, ich laiwen L\u00fce in\u00b4t Hus &#8211; wi koammt\u00b4de her mit v\u00e4hl Gebruss,<br \/>\nb\u00fcnn wi hier racht, dann segg ik lutt, &#8211; us schicket Jan-Willm un T\u00e4ite sine Brut.<\/p>\n<p>Nu will wi ers moal eeinen drinken, &#8211; dann vertell ik jau, van den Schinken<br \/>\nKauken, Schluck un Beer un noch v\u00e4hl mehr. &#8211; Ach, nu verdau ik mi all weer.<\/p>\n<p>Oach, ik wull jau doch vertellen, &#8211; van Jan-Willm un T\u00e4ite sine Brut,<br \/>\nman nu schenk wi us doch eenen out.<\/p>\n<p>Prost!<\/p>\n<p>Brut un Br\u00fctigamm dej schicket us her, &#8211; wi schullen jau n\u00f6rgen toau de Fier.<br \/>\nSo as de Brutl\u00fce toau us s\u00e4hn: &#8211; In n\u00e4gen W\u00e4ke sch\u00f6ll de Hochtied w\u00e4\u00e4n.<\/p>\n<p>So\u00b4ne Hochtied stellt wat v\u00f6r, &#8211; ik gl\u00f6\u00f6f, wi krieget wall Pleseier.<br \/>\nIch hab h\u00f6rt van dat \u00c4ten un Drinken, &#8211; van masse Schwienekotelett un Schinken.<\/p>\n<p>Van dartig H\u00f6iner, de doar schlachtet weerd, &#8211; un wat doar anners noch geb\u00f6rt.<br \/>\nN\u00b4Wagen vull Beer \u00b4n Wagen vull Wien, &#8211; kumm her, wi schenkt noch eenen out.<\/p>\n<p>Prost!<\/p>\n<p>In\u00b4n Keller ligg et Fatt an Fatt. &#8211; Oh L\u00fce, wat krieg wi vull dat Gatt.<br \/>\n? Hab ich mi ook wall racht verstaan, in n\u00e4gen W\u00e4ke m\u00f6t ich na de Karke gaan.<\/p>\n<p>Un dann g\u00fcff use Herrgott sien S\u00e4gen, &#8211; doaran is doch allet gel\u00e4gen.<br \/>\nUn de Kpelle mit fiefuntwintig H\u00f6rn, &#8211; d\u00e4i blaoset van achtern b\u00e4ter as van v\u00f6rn.<\/p>\n<p>Dann geiht de Hochtied richtig loss,- oh Kinner, wat krieg wi\u00b4n Spao\u00df.<br \/>\nIk n\u00f6rget hier nich Kat un Mus, &#8211; ik n\u00f6rge jau L\u00fce, hier ut dit Hus.<\/p>\n<p>Prost!<\/p>\n<p>Ih laiwen L\u00fce, denkt nich an Morgen, &#8211; malken un fauern m\u00f6ht de Naobers f\u00f6r sorgen.<br \/>\nBlieft nu munter un gesund, &#8211; wi m\u00f6ht noch rein watt H\u00fcse berund. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo<\/p>\n<p>Spillmanns Luks und das Lukas-Sextett, waren weit \u00fcber die Grenzen des H\u00fcmmling bekannt! aus Use Borger 2019 &#8211; von Hermann Ubbenjans<\/p>\n<p>Man hat ihm die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt, so erz\u00e4hlt man auf dem Nordkamp. Und schon in der B\u00f6rger Volksschule als Jugendlicher, so sagte uns Lukas Jansen, geb. am 13.06.1927, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-6303","page","type-page","status-publish","hentry","odd"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6303"}],"version-history":[{"count":32,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12966,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6303\/revisions\/12966"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}