{"id":1773,"date":"2010-08-16T11:46:00","date_gmt":"2010-08-16T09:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1773"},"modified":"2014-12-11T10:36:37","modified_gmt":"2014-12-11T09:36:37","slug":"steindenkmale-in-borger","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1773","title":{"rendered":"Steindenkmale aus der Jungsteinzeit in B\u00f6rger"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steindenkmale-bauen1-300x296.jpg\" alt=\"Steindenkmale bauen\" title=\"Steindenkmale bauen\" width=\"300\" height=\"296\" class=\"alignright size-medium wp-image-1775\" srcset=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steindenkmale-bauen1-300x296.jpg 300w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steindenkmale-bauen1-1023x1010.jpg 1023w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steindenkmale-bauen1.jpg 1315w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Die Sagenwelt unserer Vorfahren<\/strong><br \/>\n04.07.2010 UB &#8211; Die Gro\u00dfsteingr\u00e4ber der Jungsteinzeit werden heute noch oft als&#8220;H\u00fcnengr\u00e4ber&#8220; bezeichnet. Die Zeit der Gro\u00dfsteingr\u00e4ber ist das zweite und dritte vorchristliche Jahrtausend. Opfersteine, Richtsteine oder Alt\u00e4re sind weitere Anlage dieser Zeit. Hinter der Bezeichnung &#8222;H\u00fcnengr\u00e4ber&#8220; verbirgt sich eine alte Vorstellung aus dem Bereich des Volksglaubens. Sie besagt, da\u00df die riesigen Findlingsbl\u00f6cke nur von Riesen (= H\u00fcnen) h\u00e4tten bewegt werden k\u00f6nnen und dass somit diese auch als Erbauer dieser Gr\u00e4ber anzusehen seien. Richtig ist aber, das Huine mit Gro\u00df oder M\u00e4chtig \u00fcbersetzt werden kann. Gro\u00dfsteingr\u00e4ber sind auf dem H\u00fcmmling, im s\u00fcdlichen Emsland, in den Niederlangen (dem Hondsrug, einer \u00e4hnlichen Landschaft wie der H\u00fcmmling), in der L\u00fcneburger Heide bis hin nach Mecklenburg und  Skandinavien, meist in Gruppen entlang alter Handelsstra\u00dfen und der Fl\u00fcsse anzutreffen. Viele dieser steinernen Grabbauten mussten in den letzten Jahrhunderten landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen weichen oder fielen Pl\u00fcnderungen (zerschlagen der Steine als Baumaterial f\u00fcr Stra\u00dfen u. H\u00e4userbau) zum Opfer. Erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts gelang es, der Zerst\u00f6rung Einhalt zu gebieten. Viele Grabanlagen, Alt\u00e4re oder Opfersteine waren aber da schon unwiederbringlich verloren. Die Angeh\u00f6rigen der so genannten &#8222;Trichterbecherkultur ? (oder auch Schnurbecherkultur genannt \u2013 nach der Musterung der Ornamente die mit einer Schnur eingedr\u00fcckt wurde)&#8220; gelten als Erbauer der Gro\u00dfsteingr\u00e4ber. <\/p>\n<p> <strong>Wo kommen die Findlinge her?<\/strong><br \/>\nFindlinge sind riesige, meistens abgerundete Steine, die zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Granit bestehen. Sie werden Findlinge genannt, weil sie in unserer Gegend fr\u00fcher herumlagen (Abraum der Eiszeit) und von den Menschen der Steinzeit zum Bau ihrer Steingr\u00e4ber gesucht und benutzt wurden. Heute findet man manchmal beim Pfl\u00fcgen oder Baggern noch Findlinge. Ein 1,90 m breiter, 1,00 m hoher und 2,30 m langer Findling (also ein eher kleiner Findling) wiegt ungef\u00e4hr 9 t. Die Findlinge sind vor vielen Tausend Jahren von riesigen Gletschern (= wandernde Eismassen) aus Norwegen, Finnland und Schweden zu uns gebracht worden. Es war damals k\u00e4lter als heute. Es herrschte Eiszeit. Das Eis der Gletscher hobelte in tausenden von Jahren \u00fcber den Felsuntergrund und nahm dabei gro\u00dfe Gesteinsbrocken mit. Als es viele Jahre sp\u00e4ter wieder w\u00e4rmer wurde, schmolzen die Gletscher langsam ab und Sand, Steine und die Findlinge blieben zur\u00fcck. Auf der Nordhalbkugel war diese Zeit durch gro\u00dfe Temperaturschwankungen gekennzeichnet. W\u00e4hrend der Kaltzeit dehnten sich riesige Eisdecken von Skandinavien bis nach Norddeutschland aus. Damals war unsere Landschaft eine Tundra. Hier lebten Rentier und auch Mammut. Das Eis nahm auf seinem Weg aus dem Norden Gesteinsbrocken auf und transportierte diesen Schutt bis hierher. Nach Abschmelzen der Eisdecken blieben Steine, Sand und Geschiebemergel zur\u00fcck. <a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Gletscher-Herk-900.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Gletscher-Herk-900-150x150.jpg\" alt=\"Gletscher Herk - 900\" title=\"Gletscher Herk - 900\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1809\" \/><\/a>  Einzigartige Zeugen der Vereisung sind die Findlinge. Als frei gewitterte Teile des Grundgebirges lagen sie in Finnland und Schweden an der Erdoberfl\u00e4che, wurden dort von den Gletschern erfasst und teilweise \u00fcber 1000 km auch in unsere Region verfrachtet. Von einem sp\u00e4teren Gletschervorsto\u00df zusammen gestaucht bilden sie heute die H\u00f6henz\u00fcge des H\u00fcmmling aber auch H\u00f6henz\u00fcge des Holl\u00e4ndischen Hondsrueg, und die H\u00fcgellandschaft in der L\u00fcneburger Heide und weiterer H\u00f6henz\u00fcge der norddeutschen Geest. Sie entstanden vor fast 200.000 Jahren. Als ein ann\u00e4hernd 400m m\u00e4chtiger Gletscher sich \u00fcber Norddeutschland und den H\u00fcmmling schob, dort wo wir heute unsere H\u00e4user haben.<\/p>\n<p> <strong>Die Menschen dieser Zeit<\/strong><br \/>\nIn der Jungsteinzeit (vor nunmehr fast 5000 Jahren) wurden unsere Vorfahren mehr und mehr sesshaft. Sie wurden von J\u00e4gern, Sammlern und Kriegern zu Ackerbauern, und Viehz\u00fcchtern. Um Ackerland zu bekommen wurden B\u00e4ume gef\u00e4llt. Auf den \u00c4ckern bauten sie Weizen, Gerste, Erbsen, und Leinsamen an. Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine dienten als Haustiere. Die Menschen lebten jetzt in festen H\u00e4usern. Zuerst in kleinen Behausungen, Sp\u00e4ter in festen mit einem gro\u00dfen Strohdach versehenen H\u00e4usern. Diese H\u00e4user waren in der Bl\u00fctezeit bis zu 40m lang und hatten f\u00fcr mehrere Familien (einer Gro\u00dffamilie) Platz. Damit beendeten sie den \u00e4ltesten und l\u00e4ngsten Abschnitt der Menschheitsgeschichte, die Zeit der J\u00e4ger- und Sammlerkulturen, und f\u00fchrten die sesshafte Lebensweise ein. Aus Untersuchungen von Bl\u00fctenpollen wissen wir heute, dass es damals 2 &#8211; 3 \u00b0Celsius w\u00e4rmer als heute war. Es gab gro\u00dfe Eichen und Buchenbest\u00e4nde, an deren lichten R\u00e4ndern, in Bach- oder Flussn\u00e4he, mit Steinbeilen der Wald gerodet wurde. Wichtigste Feldfrucht war Getreide. 4000 v.u.Z. wurden bereits Schweine und Rinder gez\u00fcchtet und Schafe und Ziegen.<\/p>\n<p><strong>Wozu dienten die Steinhaufen &#8211; wie wurden sie gebaut<\/strong><br \/>\nDer Brauch, die Toten in steinernen Gr\u00e4bern beizusetzen, ist vermutlich im westlichen Mittelmeerraum entstanden. Von hier aus erfolgte seine Ausbreitung durch eine k\u00fcstennahe Schifffahrt \u00fcber West- nach Nordeuropa. Hier treten die ersten Gro\u00dfsteingr\u00e4ber um 3000 v.u.Z. (= vor unserer Zeitrechnung) auf. In den n\u00e4chsten Jahrhunderten wurde nahezu das gesamte nordeurop\u00e4ische Flachland bis zum Nordrand der Mittelgebirge in diesen Grabsittenkreis einbezogen. Diese Gr\u00e4ber der Tichterbecherkultur sind nicht die einzigen Megalithbauten. Es z\u00e4hlen auch Steinkreise, Tempel, Opfersteine und Memhire (aufrecht stehende Steine) dazu. Sehr bekannt sind Stonhenge in S\u00fcdwestengland, Die Externsteine, Opfersteine in Deutschland, die Steinreihen in Carnac Frankreich und Tempelbauten etc. Ein Experiment aus D\u00e4nemark, in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts belegte, das man mit Rollen, Seilen und Hebeln diese schweren Findlinge bewegen kann. Dadurch war der Weg f\u00fcr eine wissenschaftliche Besch\u00e4ftigung mit diesen monumentalen Grabbauten frei (nach Schirnig).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steinetr-900.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steinetr-900-300x147.jpg\" alt=\"Steinetr - 900\" title=\"Steinetr - 900\" width=\"300\" height=\"147\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1797\" srcset=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steinetr-900-300x147.jpg 300w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steinetr-900.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><Die Gro\u00dfsteingr\u00e4ber dienten als Bestattungsst\u00e4tte. Sie werden zeitlich in die Jungsteinzeit (4000 v. Chr. bis ca. 1700 v. Chr.) eingeordnet und geh\u00f6ren zu den Megalithbauten. Das Wort Megalith kommt aus dem Griechischen (mega = gro\u00df und lithos = Stein). Die besonderen Merkmale der Megalithbauten und somit auch der Gro\u00dfsteingr\u00e4ber sind die gro\u00dfen, unbearbeiteten und aufrecht gestellten Steine. Gro\u00dfsteingr\u00e4ber gab es in allen Kulturen. In Europa findet man sie im Gebiet vom Mittelmeerraum bis nach Skandinavien, wobei sie haupts\u00e4chlich in K\u00fcstenregionen vorkommen. Es gibt verschiedene Arten von Steingr\u00e4bern. In Nordwestdeutschland sind haupts\u00e4chlich die Ganggr\u00e4ber zu finden. Die L\u00e4nge der Kammer ist variabel, die Breite hingegen fast immer gleich. Sie schwankt zwischen zwei und drei Metern. Der Eingang ist \u00fcberwiegend kurz und liegt meist auf der S\u00fcdseite. Grabkammern mit vier oder mehr Decksteinen sind in ganz Norddeutschland zu finden. Sie liegen unter einem Erdh\u00fcgel oder in einer rechtwinkligen oder ovalen Umwallungsanlage. Diese Umwallungsanlagen sind manchmal um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer als die Kammer selbst. Wie und warum man zum Bau der Gr\u00e4ber kam, l\u00e4sst sich allerdings noch nicht sicher beantworten. Genauso l\u00e4sst sich aus heutiger Sicht noch nicht beantworten, mit welcher Technik, in welcher Zeit und mit wie vielen Menschen der Bau eines Steingrabs bew\u00e4ltigt wurde. Man geht davon aus, dass dem Bau der Steingr\u00e4ber eine technische und soziale Umw\u00e4lzung vorausging. Sie erlaubte den damaligen Menschen, in ausreichendem Ma\u00dfe Nahrung zu beschaffen bzw. zu produzieren und zu lagern, so dass ihnen Zeit blieb, Aufgaben nachzugehen, die nicht mit der Nahrungsbeschaffung zu tun hatten. Dies erm\u00f6glichte wiederum die Bildung einer gut organisierten und effizient arbeitenden sozialen Struktur. Die norddeutschen Megalithbauten sind fast ausschlie\u00dflich Grabanlagen aus der Jungsteinzeit, erbaut zwischen 3500 und 2800 v.u.Z. Kern der Anlage ist eine ebene Kammer. Sie besteht aus einzelnen, nebeneinander in Boden eines H\u00fcnengrabes Ost-West-Richtung gesetzten Jochen (Joch Definition = 2 Wandsteine und ein Deckenstein = Trilith) und den Abschlusssteinen an den Schmalseiten.\n\nM\u00f6gliche Arbeitsweisen: \n- auf Schlitten, \n- auf Rollen ?\n- mit Hebelb\u00e4umen und Seilen, Falll\u00f6cher?\n- \u00fcber Rampen mit der Kraft von Mensch und Tier?\n\nDer Boden der Grabkammer war mit kleinen Findlingsbruchst\u00fccken und Steinger\u00f6ll ausgelegt. Die gro\u00dfen Fugen zwischen den Wand- und Deckensteinen sind mit m\u00f6rtellosem Zwickelmauerwerk ausgef\u00fcllt. Die gesamte Steinkonstruktion wurde von ihren Erbauern mit einem Erdh\u00fcgel \u00fcberdeckt. Den H\u00fcgelfu\u00df umrahmte man mit heute noch sichtbaren ovalen Steinsetzungen, um ein Abrutschen der aufgesch\u00fctteten Erdmassen zu verhindern. Das Innere der Steingr\u00e4ber wurde filigran ausgekleidet. Die Grabbeilagen \u00e4hneln bei allen Megalithgr\u00e4bern. Es sind Keramikgef\u00e4\u00dfe der so genannten Trichterbecherkultur. H\u00e4ufig wurden auch Steinwerkzeuge (Steinbeile) und querschneidige Pfeilspitzen gefunden. An einigen Megalithengr\u00e4bern ist zu lesen, dass Bernsteinperlen oder Bernsteinscheiben gefunden wurden. Die Gr\u00e4ber wurden also von Menschen erbaut, deren Kultur in der Jungsteinzeit schon fortgeschritten war.\n\n<strong>Steindenkmale in B\u00f6rger<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Steine.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Steine-150x150.jpg\" alt=\"Steine\" title=\"Steine\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-570\" \/><\/a>Das besterhaltene Steingrab in B\u00f6rger, welches fast vollst\u00e4ndig erhalten ist, nennt der Volksmund \u201eSteenhus\u201c. Es liegt an der Stra\u00dfe \u201eAm H\u00fcnenstein, Ecke Herbergsweg\u201c und ist oft besucht, fotografiert und dokumentiert. Es ist eines der Wahrzeichen unseres Ortes. Diese Grabanlage befand sich in der Zeit der Entstehung auch in der N\u00e4he von Siedlungen, der zu dieser Zeit (Jungsteinzeit oder Megalithkultur) sesshaft werdenden gemanischen St\u00e4mme. Wer zu dieser Zeit den H\u00fcmmling bewohnte und wo die Nachkommen heute sind ist heute noch unbekannt.<\/p>\n<p>vorhandene Wandsteine\t21<br \/>\ndavon in Position\t\t21<\/p>\n<p>vorh. Schlusssteine\t2<br \/>\ndavon in Position\t\t2<\/p>\n<p>vorhandene Decksteine\t9<br \/>\ndavon in Position\t\t5<\/p>\n<p>der einst vorhandene ovale Steinkranz<br \/>\nist einseitig durch einen Wall erkennbar<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p> <a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steingrab-Sonnenh\u00fcgel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steingrab-Sonnenh\u00fcgel-150x150.jpg\" alt=\"Steingrab Sonnenh\u00fcgel\" title=\"Steingrab Sonnenh\u00fcgel\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2184\" \/><\/a> Ein weiteres Grab befindet sich an der Stra\u00dfe \u201eAm Sonnenh\u00fcgel\u201c in B\u00f6rger. Dieses ist schon durch den Steineklau der 1800er Jahre arg ramponiert. Im Volksmund nennt man es &#8222;Grab am Sonnenh\u00fcgel&#8220;. An Anfang der Steingrabkultur (Megalithkultur) wurden kleinere Gr\u00e4ber gebaut. Sp\u00e4ter verfeinerte man die Technik und baute m\u00e4chtigere Anlagen. <\/p>\n<p>Kammerl\u00e4nge innen\t     16.00m<br \/>\nKammerbreite innen            1.80m<\/p>\n<p>vorhandene Wandsteine\t10<br \/>\ndavon in Position\t\t4<\/p>\n<p>vorh. Schlusssteine\t2<br \/>\ndavon in Position         1<\/p>\n<p>vorhandene Decksteine\t9<br \/>\ndavon in Position\t\t4<\/p>\n<p>Der umliegende Steinkreis ist nicht erkennbar,<br \/>\ndas Grab liegt aber auf einem erkennbaren H\u00fcgel.<br \/>\nDas Gel\u00e4nde f\u00e4llt nach allen Seiten ab.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steingrab-Bergs.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Steingrab-Bergs-150x150.jpg\" alt=\"Steingrab Bergs\" title=\"Steingrab Bergs\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2186\" \/><\/a> Das nur noch mit Resten, fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rtes Steingrab an der Bergstra\u00dfe in B\u00f6rger, auf dem Voagelberg liegt ebenfalls, genauso wie die anderen Gr\u00e4ber in B\u00f6rger auf einer kleinen Anh\u00f6he, die sich ca 6 &#8211; 12 Meter aus dem Gel\u00e4ndeprofil abhebt. Nur noch einige wenige Steine sind vom dritten Grab \u00fcbrig. Viele Steine sind zerschlagen worden,sind geraubt und gingen f\u00fcr den Stra\u00dfenbau nach Emden, Leer, Oldenburg oder M\u00fcnster. Hier auf dem Steingrabh\u00fcgel stand \u00fcber hunderte von Jahren eine gro\u00dfe Buche. Sie ist um das Jahr 2005 abgestorben und wurde wohl \u00fcber 500 Jahre alt. Dieser Baum diente bei Sch\u00fctzenfesten als &#8222;Voagelboom&#8220;. In ihm wurde ein gro\u00dfer Holzadler geh\u00e4ngt, den die Sch\u00fctzen f\u00fcr die Ermittlung des Sch\u00fctzenk\u00f6nigs treffen und herunterholen mussten.<\/p>\n<p>L\u00e4nge\t\t\t20.00 m<\/p>\n<p>vorh. Wandsteine          6<br \/>\ndavon in Position\t\t 3<\/p>\n<p>vorhandene Decksteine\t1<\/p>\n<p>Vom einstigen Grab sind noch Reste vorhanden,<br \/>\nes wurde in den 1800er Jahren stark gepl\u00fcndert<br \/>\nund als Baumaterial verkauft. <\/p><\/blockquote>\n<p>Ein weiteres Grab befand sich bis Mitte der 1800er Jahre auf dem S\u00fcnnerberg (Platz des Feuerwachturms) an der Landstra\u00dfe nach Werpeloh. Oberhalb des B\u00f6rger Esches auf der Spitze des S\u00fcnnerberges war die Anlage, die nachweislich in alten Erz\u00e4hlungen und Karten eingetragen ist. Dieses ist g\u00e4nzlich verschwunden. Hier gibt es keine oberfl\u00e4chlichen Spuren mehr. <\/p>\n<p>Das Grab mit dem gr\u00f6\u00dften Deckstein des Emslandes lag an der Landstra\u00dfe von B\u00f6rger nach Papenburg, auf der Wohldh\u00f6he B\u00f6rgerwald, kurz vor der Kreuzallee in der B\u00f6rger Mark. Es ging als Surwolds-Grab in die Geschichte ein. Unter dem gr\u00f6\u00dften Deckstein dieses Grabes soll einst eine ganz Schafherde mit Sch\u00e4fer Platz gefunden haben. Dieses jungsteinzeitliche Grab ist ebenfalls g\u00e4nzlich gepl\u00fcndert. Es hatte wohl drei aussergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Decksteine (Trilithen). Der mittlere Stein soll, so der Bericht von van Velen am 14.3.1613, 7 Meter lang und 3 Meter breit gewesen sein. Damals und auch sp\u00e4ter unter dem Bischof Bernhard von Galen wurde dieses Grab untersucht. Man fand Urnen mit Asche gef\u00fcllt und Beigaben. Die Entstehung dieses Grabes ist wohl auf ca 2000 v. Chr. zur\u00fcck zu datieren. Als Ende der 700er der Friesenherscher (H\u00e4uptling) Surbold (oder Surwold) in der Schlacht zwischen Sachsen und Friesen an der Hase zwischen Meppen und Hasel\u00fcnne, gegen die Franken fiel, wurde er an der Grenze zu seinem Reich im Borgerwald, hier in diesem vorhandenen Grab beigesetzt. Mitte der 1800er Jahre wurde dieses Grab zerst\u00f6rt und die Steinbrocken als Pflastermaterial verkauft. Ausgrabungen in den 1800er Jahren (man ging der Sache mit der \u00dcberlieferung  &#8211; &#8230; Surwold liegt in einem goldenen Husholt &#8211; nach) liesen nichts \u00fcbrig (so sagt man), oder die noch vorhandenen Abraumhalden an der B\u00f6rgerstra\u00dfe Reste dieser Ausgrabungen??. Ein Zeitungsartikel aus den 1930er Jahren gibt Infos (im Anhang). In 2014 ist eine Gruppe aus B\u00f6rgerwald und vom HV B\u00f6rger dabei, weitergehende Informationen \u00fcber das Grab und auch die genaue \u00d6rtlichkeit zu ermitteln.<\/p>\n<p>Es gibt viele Gr\u00e4ber auf dem H\u00fcmmling und der benachbarten Region der Drenthe in den Niederlanden (ca. 100 in Nordwestdeutschland und ca. 50 in den Niederlanden). Hier ist der Jungsteinzeit, der Kultur der gro\u00dfen Steine, mit dem Hunebed-Museum in Borger ein Denkmal gesetzt worden. Siehe unter <a href=\"http:\/\/www.hunebedcentrum.nl\">www.hunebedcentrum.nl<\/a>. Hier findet man alles \u00fcber die Steinzeit, den Menschen, die Kultur, Wohnungen und Lebensweisen. <\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Grab des Emslandes ist das K\u00f6ngisgrab zwischen Werlte und Rastdorf. Dieses Grab ist noch komplett mit dem H\u00fcnenbett, dem ovalen Steinkreis erhalten. Es ist ebenfalls sehenswert.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Der Opferstein<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Opferstein-2010.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Opferstein-2010-300x224.jpg\" alt=\"Opferstein 2010\" title=\"Opferstein B\u00f6rger im Jahre 2010, um ihn ranken sich viele Erz\u00e4hlungen Foto: Bernd Gebkenjans\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignright size-medium wp-image-1801\" srcset=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Opferstein-2010-300x224.jpg 300w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Opferstein-2010-1024x767.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sagenumwogen seit unendlich langer Zeit liegt er in seinem Sandbett. Wohl vor 200.000 Jahren bei der letzten gro\u00dfen Eiszeit auf einer zigtausendj\u00e4hrigen Reise, mit dem Eis aus Skandinavien hierhin getragen, liegt er in unmittelbarer N\u00e4he der gro\u00dfen Steingr\u00e4ber in B\u00f6rger, noch heute auf seinem Platz. Es ist fraglich ob die Menschen diesen Stein je bewegt haben. Er wiegt wohl \u00fcber 22 Tonnen und liegt in einer Talsenke, einem alten Wasserlauf, der zwischen dem B\u00f6rger Westermoor (dem Devertal) und dem B\u00f6rger Ostermoor (dem Ohetal) verl\u00e4uft. Sein Name stammt aus der \u00dcberlieferung. Er geh\u00f6rt zweifellos zu den mystischen Stellen der Germanenkultur, zu der auch die Steinkreise, Menhire und Tempelbauten geh\u00f6ren. Ob dieser Stein einmal als Opfertisch f\u00fcr die Menschen der Steinzeit gedient hat, kann man heute nicht mehr nachvollziehen, die \u00dcberlieferung spricht aber davon. Hier sollen unsere Vorfahren den G\u00f6ttern Wotan, Thor, Freya und anderen altgermanischen G\u00f6ttern, Opfer dargebracht worden sein, um eine gute Jagd, gute Ernte, Aufnahme in Wallhall oder Fruchtbarkeit zu erlangen. Der Opferstein ist das Wahrzeichen von B\u00f6rger. Um den Opferstein und die H\u00fcnengr\u00e4ber ranken sich Sagen die fr\u00fcher an den langen Winterabenden erz\u00e4hlt wurden. Einige sind notiert worden und der Nachwelt erhalten geblieben. So die \u00dcberlieferung von R.R. (Reinhard Rolfes \/ Backerreiner. <\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Sage um den Opferstein in B\u00f6rger<\/strong><br \/>\nvon Reinhard Rolfes (Backer-Rainer), B\u00f6rger \u00fcberliefert (ca. 1890)<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr den H\u00fcmmling sind seine weit ausgedehnten Fl\u00e4chen d\u00fcrrer Heide und die gro\u00dfen Moore, seine dichten W\u00e4lder und seine vereinzelt noch von jeglichem Pflanzenwuchs freiliegenden Wellen wei\u00dfen D\u00fcnensandes und nicht zuletzt, die vielen sagen umwobenen H\u00fcnengraber. In vielen D\u00f6rfern des Kreises H\u00fcmmling, kann man sie antreffen, die alten Grabm\u00e4ler der sagenhaften Urbewohner des H\u00fcmmling. Der unzweifelhaft gr\u00f6\u00dfte Einzelblock eines solchen H\u00fcnengrabes liegt im Westen der Gemeinde B\u00f6rger. Er ist ein gewaltiger Steinkolo\u00df. Ein Zeuge jahrtausend zur\u00fcckliegender Zeiten. Und um diesen H\u00fcnenstein, den Opferstein, wie er allgemein benannt wird, ranken uralte Sagen.<br \/>\n\u2026 Es war noch in den Zeiten, als der jetzige H\u00fcmmling mit riesigen, dichten Tannenw\u00e4ldern bedeckt und mit weiten S\u00fcmpfen \u00fcberzogen war, es war die Zeit vor den gro\u00dfen Schafherden, die den Wald zur\u00fcckdr\u00e4ngten. Es war die Zeit, da die Urbewohner, die H\u00fcnen in tiefen H\u00f6hlen inmitten von dunklen W\u00e4ldern hausten. Die H\u00fcnen waren von gewaltiger K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und sie besa\u00dfen ungeheure Kr\u00e4fte. Sie lebten von der Jagd, denn die W\u00e4lder wiesen gro\u00dfen Wildreichtum auf, Rehe, Hirsche, Wildschweine, ja sogar B\u00e4ren wohnten in Ihnen. Allj\u00e4hrlich trafen sich die H\u00fcnen zu einer gro\u00dfen Jagdfeier. Gemeinsam gingen Sie dann tagelang auf die Jagd. Wenn dann die Jagdtage beendet waren wurde ein gro\u00dfes \u201eSchmausessen\u201c veranstaltet. Kraftproben wurden ausgefochten und manch fr\u00f6hliches Spiel wurde gespielt. Sehr beliebt war das Kegelspiel. Allerdings ist dieses Spiel grundverschieden von dem heutigen Kegeln. Von einem hohen Berge schleuderten die H\u00fcnen gewaltige Steinbl\u00f6cke in die weit entfernten T\u00e4ler, wo kegelf\u00f6rmig mehrere Steine aufgeschichtet waren. Sieger von den H\u00fcnen war dann Derjenige, der es verstand, mit einem gewaltigen Wurf das aufgesetzte Steingebilde zu zerst\u00f6ren. Eine der h\u00f6chsten Erhebungen dieses Landes ist die \u201eLorper H\u00f6chte\u201c. In Zeiten gro\u00dfer Erdrevolutionen ist dieser Berg, wie so viele andere, nach und nach abgeschliffen und bedeutend verkleinert worden. Von dieser \u201eLorper H\u00f6chte\u201c konnte man weit in die Welt blicken. Und hier trafen sich vor vielen hundert Jahren wieder einmal die H\u00fcnen und veranstalteten nach vorhergegangener Jagd nach fr\u00f6hlichem Treiben ein \u201eKegelspiel\u201c. Haufen von Steinbl\u00f6cken wurden auf den Berg geschafft. Und der Reihe nach schleuderten die H\u00fcnen die gewaltigen Steinmassen auf die Steingebilde, das fern nahe Ostfriesland in einem Tal aufgestellt war. Unter den Steinen, die vom Berg ins Tal geschleudert werden sollten, war einer von solcher Gr\u00f6\u00dfe und Schwere, dass nur der St\u00e4rkste unter den \u201eH\u00fcnen\u201c sich stark genug glaubte, mit gewaltigem Schwung den Stein in das weit entfernte Tal schleudern zu k\u00f6nnen. Und wirklich, mit gr\u00f6\u00dfter Kraftanstrengung gelang es \u201edem H\u00fcnen\u201c unter den H\u00fcnen, den Block in hohem Bogen von sich zu sto\u00dfen. Und weiter hei\u00dft es in der Sage, dass in der Gegend der heutigen Gemeinde B\u00f6rger damals schon H\u00e4user standen. Eines hatte ein schornstein\u00e4hnliches Gebilde auf dem Dach. Und der von den H\u00fcnen geschleuderte Steinblock habe den Schornstein dieses Hauses gestreift und sei dadurch stark an seinem Fluge behindert worden. Noch ein paar Mal habe er sich in der Luft \u00fcberschlagen, und mit gewaltigem Krache sei er in einem Wasserlauf nahe B\u00f6rger niedergest\u00fcrzt, das einige hundert Meter von der Nordkamper Chaussee entfernt liegt. Dort blieb er liegen bis heute. Soweit die eigentliche Sage. \u2026<\/p>\n<p><strong>Der Stein hei\u00dft Opferstein \u2013 warum?<\/strong><br \/>\nIch habe auch noch geh\u00f6rt wie man den Opferstein nennt. Bei dieser Gelegenheit will ich es erz\u00e4hlen. Als sich die eben erz\u00e4hlte Sache abspielte, waren die H\u00fcnen alle noch eifrige Verehrer vieler Nordischer G\u00f6tter. Bei besonderen Anl\u00e4ssen und Festen opferten sie ihren G\u00f6ttern Opfertiere. Als sie nun sahen, dass der Steinblock, der von den st\u00e4rksten H\u00fcnen geworfen war, durch solche sonderbare Art und Weise sein Ziel verfehlt hatte, sahen sie darin eine Willensbekundung der gewaltigen G\u00f6tter. Und als die H\u00fcnen von nun an den riesigen Felsblock bei B\u00f6rger als Opferst\u00e4tte der Opfertiere benutzten glaubten sie dadurch nach dem Willen ihrer G\u00f6tter zu handeln. Noch Jahrhunderte lang benutzten sie den Wurfstein des kr\u00e4ftigsten H\u00fcnen als Opferstein. <\/p>\n<p>Nachweise:<br \/>\n&#8211; 1890 Sage von R.R. B\u00f6rger aus EZ<br \/>\n&#8211; aus Stonepage.de<br \/>\n&#8211; www.strassedermegalithkultur.de<br \/>\n&#8211; tw.strahlen.org\/praehistorie\/niedersachsen<br \/>\n&#8211; Ausarbeitungen anderer Gruppen, wie die Schule Stavern<br \/>\n&#8211; LK Emsland, EL-Touristik u. alte Texte<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Surwolds-Grab-Zeitungsausschnitt.jpg\" rel=\"lightbox[1773]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Surwolds-Grab-Zeitungsausschnitt-300x247.jpg\" alt=\"Surwolds Grab - Zeitungsausschnitt\" title=\"Surwolds Grab - Zeitungsausschnitt\" width=\"300\" height=\"247\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2192\" srcset=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Surwolds-Grab-Zeitungsausschnitt-300x247.jpg 300w, http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Surwolds-Grab-Zeitungsausschnitt-1024x844.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Begriffserkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>Lignement * Alignements sind (mehrere) Reihen von Menhiren gleicher Orien-tierung, angeordnet in mehreren Metern Abstand. Dadurch entstehen sogenannte Steinalleen (frz. Alignements). Wenn die Steine lediglich in einer oder zwei Reihen stehen, spricht man von Steinreihen (Lignes). Sind sie (halb)kreisf\u00f6rmig oder oval angeordnet, benutzt man das keltische Wort Cromlech.<\/p>\n<p>All\u00e9e Couverte * Eine All\u00e9e Couverte ist ein Steinkistengrab mit nur einem langgestrecktem, von Steinplatten in gleicher H\u00f6he bedeckter Raum. Es k\u00f6nnen Ausbuchtungen, Seitenkammern und eine durch eine querliegende Steinplatte getrennte Schlu\u00dfkammer vorhanden sein. In Frankreich und Belgien k\u00f6nnen diese Gr\u00e4ber sehr unterschiedlich gestaltet sein.<\/p>\n<p>Baalberger Kultur * Die Baalberger Kultur (auch Baalberge Kultur) war eine fr\u00fche voll ausgebildete jungneolithische Kultur mit Fundst\u00e4tten in Mitteldeutschland. Benannt wurde sie nach dem Erstfund im Schneiderberg von Baalberge, Salzlandkreis, in Sachsen-Anhalt. Sie wird als \u00e4lteste Gruppe der Trichterbecherkulturen angesehen. In Deutschland ist sie die fundreichste Erscheinung der Trichterbecherkulturen. Aufgrund der Probleme beim Kulturbegriff in der Arch\u00e4ologie wird heute vor allem vom Baalberger Keramikstil gesprochen. (Quelle: Wikipedia)<\/p>\n<p>Bandkeramikkultur * Die Bandkeramikkultur oder auch Linienbandkeramische Kultur ist eine der \u00e4ltesten b\u00e4uerlichen Kulturen des Neolithikums Mitteleuropas. Die charakteristische Verzierung der keramischen Gef\u00e4\u00dfe mit einem Bandmuster aus eckigen und runden Spiralbogenlinien gab ihr den Namen.<\/p>\n<p>Bautastein * Bautasteine sind schlanke und hohe Steine, die in Skandinavien und den umgebenden Regionen einzeln, in Gruppen oder auf Gr\u00e4berfeldern aufgestellt wurden. Im Gegensatz zu Runensteinen tragen sie weder Bilder noch Inschriften.<\/p>\n<p>Blockkiste * siehe: Steinkiste * Der \u00dcbergang von der Steinkiste zur Block-kammer, deren W\u00e4nde aus dickeren Steinbl\u00f6cken bestehen, ist flie\u00dfend.<\/p>\n<p>Blutrinne * Als Blutrinne bezeichnet man k\u00fcnstliche, in Stein gehauene Rinnen. Sie k\u00f6nnen sich in Menhiren, Decksteinen von Gro\u00dfsteingr\u00e4bern oder gro\u00dfen Findlingen befinden. Sie dienten dazu, bei Opferritualen das Blut abflie\u00dfen zu lassen, welches dann oft in Opferschalen oder ausgeh\u00f6lten Steinen aufgefangen wurde. Ein Beispiel f\u00fcr eine Blutrinne ist das Gro\u00dfsteingrab St\u00f6ckheim in der Altmark in Sachsen-Anhalt.<\/p>\n<p>Brandsch\u00fcttung * Bei einer Brandsch\u00fcttung wird der Leichenbrand aufgesammelt und anschlie\u00dfend in die Grabgrube gesch\u00fcttet.<\/p>\n<p>Bronzezeit * Die Periode in der Menschheitsgeschichte in der Metallgegenst\u00e4nde vorwiegend aus Bronze hergestellt wurden nennt man Bronzezeit. Sie dauerte in Mitteleuropa ungef\u00e4hr von 2200 bis 800 v. Chr. und l\u00f6ste damit die Jungsteinzeit ab.<\/p>\n<p>Cairn * Cairn ist die Bezeichnung f\u00fcr einen H\u00fcgel aus Bruchgestein, der eine oder mehrere neolithische Grabkammern bedeckt. Gute Beispiele daf\u00fcr auf diesen Seiten sind der Table des Marchand oder der Cairn de Barnenez.<\/p>\n<p>Cromlech * Cromlech ist der keltische Name f\u00fcr Steinkreis. Der Begriff findet Verwendung f\u00fcr Anlagen in Irland, Frankreich und Portugal. Auf den britischen Inseln werden Dolmen als Cromlechs bezeichnet.<\/p>\n<p>Deckstein * Ein Deckstein ist ein meist auf 2 Tragsteinen aufliegender, im allgemeinen waagerechter Stein. Diese Kombination nennt man Joch.<\/p>\n<p>Dolmen (Schwedisch: D\u00f6s, D\u00e4nisch: Dysse) * Ein Dolmen ist ein aus gro\u00dfen Steinbl\u00f6cken errichtetes vorgeschichtliches Bauwerk. Auf aufgerichteten Tragsteinen ruhen eine oder mehrere Steinplatten. Die Tragsteine stehen zumeist dicht nebeneinander und bilden eine rechteckige, vieleckige oder ovale Kammer. Man unterscheidet zwischen Urdolmen, erweiterten Dolmen, Polygonaldolmen und Gro\u00dfdolmen.<\/p>\n<p>Domarring * Schwedisch f\u00fcr Richterring. Es sind Grabformen, die gew\u00f6hnlich aus einer ungeraden Anzahl von Steinen (meist sieben oder neun) bestehen. Die fr\u00fchere Auffassung war, das man dort das Thing einberief, um \u00fcber Rechtsstreitigkeiten zu entscheiden.<\/p>\n<p>Einzelgrabkultur * Sie geh\u00f6rt zu den schnurkeramischen Gruppen der Jungstein-zeit und datiert etwa von 2800 bis 2300 v. Chr.<\/p>\n<p>Erweiterter Dolmen  * Bei einem erweiterten Dolmen bestehen die L\u00e4ngseiten aus je zwei Tragsteinen und je einem dar\u00fcberliegenden Deckstein, also zwei Jochen. Die Zwischenr\u00e4ume zwischen den Wandsteinen wurden sorgf\u00e4ltig mit Trockenmauerwerk gef\u00fcllt und sogar teilweise mit Lehm verstrichen. Die eine Schmalseite wurde aus einem Schlu\u00dfstein gebildet und auf der anderen Schmalseite wurde ein schmaler Schlu\u00df- oder Schwellenstein gesetzt. H\u00e4ufig war der Boden der Grabkammer mit einem Steinpflaster ausgelegt. Umgeben waren die Grabkammern mit H\u00fcgeln, die widerum eventuell mit aufrecht stehenden Steinen eingefa\u00dft waren, um ein Abrutschen des H\u00fcgels zu verhindern.<\/p>\n<p>Eisenzeit * In Mitteleuropa begann die Eisenzeit im 8. Jahrhundert v.u.Z. und dauerte ca. bis zum Ende des 1. Jahrhunderts v.u.Z. Dabei ist zwischen der fr\u00fcheren oder \u00e4lteren Eisenzeit (800 &#8211; 450 v.u.Z.) und der sp\u00e4ten, oder j\u00fcngeren, vorr\u00f6mischen Eisenzeit (450 v.u.Z. &#8211; Ende des 1. Jahrhunderts v.u.Z.) zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Felsblockgrab * Ein Felsblockgrab (Boulder Tomb) besteht aus einem gr\u00f6\u00dferen Felsen oder Steinblock, der bodennah auf einer aus kleinen Tragsteinen bestehenden Kiste aufliegt. Sie befinden sich h\u00e4ufig in der Mitte eines Steinkreises. Ein Beispiel dazu auf diesen Seiten befindet sich auf dem Gr\u00e4berfeld Folkeslunda auf der schwedischen Insel \u00d6land. Siehe auch Henne auf Eiern.<\/p>\n<p>Flachgrab * Flachgr\u00e4ber sind Bestattungsformen, die oberirdisch nicht zu sehen sind. Grunds\u00e4tzlich sind es mehr oder weniger eingetiefte Erdgruben, die nicht an irgendwelche Bestattungsformen gebunden sind. Es k\u00f6nnen einfache Erdgr\u00e4ber sein, oder auch mit h\u00f6lzernen oder steinernen Boden- und Seitenplatten versehene Gr\u00e4ber.<\/p>\n<p>Galeriegrab * siehe All\u00e9e couverte<\/p>\n<p>Ganggrab * Ein Ganggrab besteht aus einer Grabkammer und einem abgetrennten Gang als Zugang. Der Unterschied zu einem Gro\u00dfdolmen besteht dadurch, dass es statt eines axialen einen lateralen (seitlichen) Zugang hat, der aus Wand- und Decksteinen besteht. Der Gang wurde meist an beiden Enden mit Steinplatten verschlossen. Ganggr\u00e4ber sind\/waren von rechteckigen H\u00fcgeln mit Steineinfassungen umgeben.<\/p>\n<p>Gro\u00dfdolmen * F\u00fcgte man einem erweiterten Dolmen weitere Joche hinzu, nennt man es Gro\u00dfdolmen. Er besteht aus 8 bis 12 Tragsteinen und bis zu 5 Decksteinen. Die Eingangs\u00f6ffnung befindet sich immer an einer der Schmalseiten. Urspr\u00fcnglich standen Gro\u00dfdolmen quer in rechteckigen Langh\u00fcgeln, welche ihrerseits durch Steinsetzungen eingefasst waren. Der Hauptverbreitungsschwerpunkt dieser Grabform liegt in Deutschland auf der Insel R\u00fcgen und in Vorpommern.<\/p>\n<p>Henne auf Eiern * Bei den sogenannten &#8222;Hennen auf Eiern&#8220; handelt es sich um Gr\u00e4ber, die aus einem gro\u00dfen, meist runden, Deckstein bestehen, welcher in Dreipunktlage etwa 0,5 Meter \u00fcber dem Boden auf kleinen Tragsteinen ruht. Beispiele hierf\u00fcr findet man auf dem Gr\u00e4berfelderd K\u00f6pings Klint auf der schwedischen Insel \u00d6land. Siehe auch Felsblockgrab.<\/p>\n<p>H\u00e4llkista * siehe Steinkiste<\/p>\n<p>H\u00fcgelgrab * siehe auch: Tumulus * In der Bronzezeit wurden die Toten vorwiegend in gro\u00dfen H\u00fcgelgr\u00e4bern bestattet. Es gibt kleine flache, kaum erkennbare H\u00fcgel und gro\u00dfe weit sichtbare und sich deutlich abhebende Anlagen. H\u00e4ufig liegen die Grabh\u00fcgel in Gruppen zusammen. Ausgestattet mit ihrer Tracht, sowie Schmuck und Waffen, legte man die Leichen in Baums\u00e4rge. Daf\u00fcr wurde ein Eichenstamm l\u00e4ngs aufgespalten und ausgeh\u00f6lt. \u00dcber dem Baumsarg, der auf einer Steinsetzung ruht, wurde ein H\u00fcgel aus Erde und Grasplaggen aufgesch\u00fcttet. Einmal errichtete Grabh\u00fcgel nutzte man h\u00e4ufig mehrfach, wobei der H\u00fcgel in der Regel aufgeh\u00f6ht wurde. Hier eine Abbildung mit dem typischen Aufbau eines H\u00fcgelgrabes aus der \u00e4lteren Bronzezeit mit dem zentralen Baumsarg und einer j\u00fcngerern Nachbestattung in einer Urne. Am Fu\u00df des H\u00fcgels befindet sich zur Begrenzung ein Kranz aus Steinen.<\/p>\n<p>H\u00fcnenbett * Als H\u00fcnenbett bezeichnet man rechteckige oder trapezf\u00f6rmige Steinsetzungen um einen Grabh\u00fcgel oder ein Gro\u00dfsteingrab. Es gibt auch kammerlose H\u00fcnenbetten, die keine megalithischen Grabkammern enthalten. Bei Ausgrabungen wurde teilweise durch Erdverf\u00e4rbungen nachgewiesen, da\u00df die Bestattung in einer Holzkammer erfolgte.<\/p>\n<p>Joch * Als Joch bezeichnet man zwei gegen\u00fcberliegende Tragsteine, auf denen ein Deckstein ruht.<\/p>\n<p>Jungsteinzeit  * siehe Neolithikum<\/p>\n<p>Kugelamphoren-Kultur * Sie ist eine Kultur der Jungsteinzeit und dauerte etwa von 3100 bis 2800 v. Chr. Die typischen Tongef\u00e4\u00dfe mit kugelf\u00f6rmigem K\u00f6rper, zylindrischem, meist verziertem Hals und \u00d6senhenkeln am Halsansatz gaben ihr den Namen.<\/p>\n<p>Megalith * Megalith ist eine Zusammensetzung der altgriechischen Worte megas = gro\u00df und lithos = Stein und steht bezeichnend f\u00fcr gro\u00dfe, behauene\/gegl\u00e4ttete oder unbehauene Steinbl\u00f6cke, welche als Bausteine f\u00fcr Kultur- und Grabanlagen (z.B. Steinsetzungen) verwendet wurden oder einzeln stehend als Monolithe (z.B. Menhire) aufgerichtet wurden.<\/p>\n<p>Menhir * Menhir ist die urspr\u00fcnglich bretonische (bretonisch ist eine keltische Sprache, die noch in der Bretagne\/Frankreich gesprochen wird) Bezeichnung f\u00fcr einen hochkant aufgerichteten Stein und bedeutet eigentlich langer Stein. Sie k\u00f6nnen klein und unscheinbar sein, aber auch, so wie in der Bretagne, Gr\u00f6\u00dfen bis zu 21 Metern bei einem gesch\u00e4tzten Gewicht von ca 350 Tonnen erreichen. Es gibt unbehauene Menhire und bearbeitete, bei denen die Kanten gegl\u00e4ttet wurden. Obelix seine ber\u00fchmten Hinkelsteine sind auch Menhire.<\/p>\n<p>Nagelstein * Nagelsteine findet man fast ausschlie\u00dflich in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ihre Bedeutung wurzelt in der Magie. Man glaubte, wer einen Nagel ohne ihn krumm zu schlagen in den Stein eintreiben kann, der kann damit Krankheit an diesen Ort bannen. Der Aberglaube sagt, dass die Steine, in welchen sich eingeschlagene N\u00e4gel finden, bei Gewitter oder sogar schon bei heftigem Platzregen erweichen und nur dann die N\u00e4gel willig aufnehmen. Wer sp\u00e4ter mit seinem Nagel kommt, schl\u00e4gt ihn nutzlos krumm. Bekannt ist auch die Nagelprobe als Gottesurteil<\/p>\n<p>Neolithikum * Jungsteinzeit. In Mitteleuropa beginnt sie mit der Linearband-keramik um 5500 v.u.Z. und endet mit der Dolchzeit um 1600 v.u.Z. Im Totenkult der Jungsteinzeit wurden die Toten zun\u00e4chst l\u00e4ngere Zeit im Freien aufgebahrt, bis nur noch die Knochen \u00fcbrig waren. Diese wurden dann durch einen engen Einstieg in die Grabkammer gebracht und dort mit Beigaben (Steinger\u00e4te und Tongef\u00e4\u00dfe) niedergelegt.<\/p>\n<p>Petroglyphen * Als Petroglyphen bezeichnet man in Stein gearbeitete, bildliche und grafische darstellungen aus pr\u00e4historischer Zeit. F\u00e4lschlicherweise wird der Begriff oft im Zusammenhang mit Felsmalereien verwendet, ist aber eigentlich nur f\u00fcr gravierte, geschabte oder gepickte Felskunst korrekt.<\/p>\n<p>Polygonaldolmen * Bei einem Polygonaldolmen besteht die Kammer aus f\u00fcnf bis neun Tragsteinen mit einem polygonalen Grundriss. Darauf liegt ein einzelner, besonders gro\u00dfer Deckstein. Dieser Typ kommt besonders h\u00e4ufig auf Seeland (D\u00e4nemark) und im schwedischen Bohusl\u00e4n vor. In Schleswig-Holstein gibt es noch 11 und in Mecklenburg-Vorpommern einen.<\/p>\n<p>Rollsteinpackung * Die meisten H\u00fcgel \u00fcber nordischen Megalithanlagen sind aus Erde. Es bestand allerdings auch die Intention, die H\u00fcgel wie &#8222;echte&#8220; Steinh\u00fcgel aussehen zu lassen. Deshalb bedeckte man die Erdh\u00fcgel mit einer Schicht aus Rollsteinen. Bei 50% der untersuchten Anlagen in Mecklenburg konnte solch eine Bedeckung nachgewiesen werden. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr sind Bilder von dem Gro\u00dfsteingrab Wilsen &#8211; Wilsener H\u00fctte 3 nach seiner Rekonstruktion in Mecklenburg-Vorpommern.<\/p>\n<p>Runenstein * Als Runensteine bezeichnet man hohe, zumeist aufrecht stehende Steine oder Stelen, die mit Runeninschriften versehen sind. Sie wurden prim\u00e4r von Wikingern zur Erinnerung an Verstorbene oder Gefallene, aber auch als Denkm\u00e4ler eigener Leistungen errichtet. Die eingemei\u00dfelten Inschriften waren mittels roter, schwarzer oder wei\u00dfer Farbe hervorgehoben, die heute verblichen ist oder nachgemalt wurde.<\/p>\n<p>R\u00f6mische Kaiserzeit * Die r\u00f6mische Kaiserzeit in unserem Gebiet ging von der Zeitenwende bis zum Ausgang des 4. Jahrhunderts<\/p>\n<p>R\u00f6se * Eine R\u00f6se ist ein in Schweden aus Bruch- oder Rollsteinen aufgeworfener H\u00fcgel, ein sogenanntes Steinh\u00fcgelgrab. Diese Art Gr\u00e4ber wurden vornehmlich in der nordischen Bronze- und Eisenzeit angelegt. In der Bronzezeit wurden R\u00f6sen auch \u00fcber Steinkisten angelegt. Beispiele hierf\u00fcr findet man auf der Seite des finnischen Gr\u00e4berferfeldes Sammallahdenm\u00e4ki.<\/p>\n<p>Schiffssetzung * Schiffssetzungen sind Steinsetzungen in Bootform die im Ostseeraum vorkommen. Sie sind meistens Nord-S\u00fcd orientiert. Die Steine in der Schiffsmitte sind in der Regel am niedrigsten.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfstein * Schlu\u00dfsteine nennt man die an den Schmalseiten von Dolmen aufgestellten Tragsteine.<\/p>\n<p>Schnurkeramikkultur * Sie ist ein Kulturkreis der Jungsteinzeit und datiert etwa von 2800 bis 2200 v. Chr. Die mit Schn\u00fcren eingedr\u00fcckten Keramikverzierungen gaben ihr ihren Namen.<\/p>\n<p>Sch\u00e4lchen * Als Sch\u00e4lchen oder auch N\u00e4pfchen werden runde oder ovale 2 &#8211; 8 cm tiefe Vertiefungen von meistens 4 &#8211; 6 cm Durchmesser bezeichnet, die Menschen vermutlich in der Bronzezeit in verlagerte, aber ansonsten unbearbeitete Steine zu wahrscheinlich kultischen Handlungen eingearbeitet haben. Auch wenn sie auf Decksteinen von Megalithanlagen vorkommen, geh\u00f6ren sie nur in Ausnahmef\u00e4llen in den origin\u00e4ren Bereich der Megalithkultur. Von den Megalithanlagen haben ein Drittel (mindestens) einen Deckstein, der mit Schalen versehen ist. Beispiele dazu w\u00e4ren auf diesen Seiten z.B. das Gro\u00dfsteingrab Teterow in Mecklenburg-Vorpommern oder der Dolmen S\u00f8markedyssen auf M\u00f8n.<\/p>\n<p>Seelenloch * Ein Seelenloch diente dazu, der Seele die M\u00f6glichkeit zu geben das Grab zu verlassen und in die Au\u00dfenwelt zu gelangen.<\/p>\n<p>Slawenzeit * Um etwa 600 n.u.Z. beginnt die Einwanderung der Slawen aus Ost- und S\u00fcdeuropa in siedlungsleere Gebiete, die im 12. Jahrhundert abgeschlossen war.<\/p>\n<p>Steinh\u00fcgelgrab (Schwedisch: R\u00f6se) * Steinh\u00fcgelgr\u00e4ber sind eine Erscheinung der nordischen Bronze- und Eisenzeit. Unter den Steinh\u00fcgeln befinden sich im allgemeinen Holz- oder Steinkisten, in denen einzelne oder auch zwei Tote bestattet wurden.<\/p>\n<p>Steinkiste * Ein Steinkistengrab oder auch Steinkiste\/Galeriegrab (schwedisch: H\u00e4llkista) ist ein kistenf\u00f6rmiges Grab. Es besteht aus vier oder mehr eher plattenf\u00f6rmigen Seitensteinen die vollst\u00e4ndig in den Boden eingesenkt wurden. Die Kammern waren mit einer Steinplatte oder einem Block abgedeckt. Manche Steinkisten waren von einem flachem Grabh\u00fcgel umgeben, der wiederum durch einen Steinkreis, \u00e4hnlich wie bei einem H\u00fcnenbett, befestigt war. Die Kleinen Ausf\u00fchrungen haben keinen Zugang. Die gr\u00f6\u00dferen haben oft Seelenl\u00f6cher als Eingang. Als Baumaterial wurde in der Region vorhandenes plattiges oder spaltbares Material verwendet.<\/p>\n<p>Steinkreis * Ein Steinkreis ist ein rundes oder ovales Arrangement aus zumeist stehenden Menhiren oder Findlingen.<\/p>\n<p>Steinring * Ein Kreis aus gro\u00dfen, oft unbehauenen Steinbl\u00f6cken, der als Grabum-fassung diente. (Siehe auch Domarring).<\/p>\n<p>Steinsetzung * Eine Steinsetzung ist eine Anordnung gr\u00f6\u00dferer Steine. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen. Als Steinreihen wie in Carnac, Steinkreise oder Schiffssetzungen wie z.B. Ales Stenar in Schweden.<\/p>\n<p>Tragstein * Als Tragsteine oder auch Wandsteine bezeichnet man die senkrechten, nebeneinander in die Erde eingelassenen Steine oder Stelen, auf denen die Decksteine ruhen.<\/p>\n<p>Trichterbecherkultur * Die Trichterbecherkultur ist eine Kulturgruppe der Jungsteinzeit von 4300 bis 2800 v. Chr. Benannt wurde sie nach einer f\u00fcr die Kultur typische Gef\u00e4\u00dfform, den Bechern mit trichterf\u00f6rmigen Hals. Megalithbauten sind typisch f\u00fcr die Trichterbecherkultur.<\/p>\n<p>Tumulus * Ein Tumulus ist die allgemeine Bezeichnung f\u00fcr ein H\u00fcgelgrab aus Stein, Erde oder eine Verbindung von Beiden. Er kann einfache Gr\u00e4ber oder Dolmen bedecken.<\/p>\n<p>Urdolmen * Der Urdolmen ist die \u00e4lteste Form der Gro\u00dfsteingr\u00e4ber. Vier Steinbl\u00f6cke, die m\u00f6glichst mit ihren glatten Seiten nach innen zeigend, liegend leicht in den Boden eingetieft wurden. Zwei Wandsteine und an den Schmalseiten Abschlu\u00dfsteine. Nach der Bestattung wurde die Grabkammer mit einem Deckstein abgeschlossen. Au\u00dfen war die Grabkammer mit einem H\u00fcgel, der h\u00e4ufig aus Steinen bestand, umgeben.<\/p>\n<p>Urnengrab * In Mitteleuropa ist das Urnengrab eine Erscheinung der Bronzezeit. Zwischen 1250 v.u.Z &#8211; und 750 v.u.Z. war es in der Urnenfelder-Kultur weit verbreitet. Dabei wurden die Toten auf Scheiterh\u00e4ufen verbrannt und der Leichenbrand in Urnen beigesetzt. Darauf wurde ein kleiner H\u00fcgel errichtet. Hier eine Zeichnung dazu. Am Ende der Bronzezeit verzichtete man ganz auf H\u00fcgel und grub die Urnen einfach ein. So entstanden ganze Urnenfelder.<\/p>\n<p>Wandstein * siehe Tragstein<\/p>\n<p>Wikingerzeit * Die Wikingerzeit wird datiert vom 08.06.793 mit dem \u00dcberfall auf das Kloster von Lindisfarne bis zum 14.10.1066, an dem Wilhelm der Eroberer Harald den II. in der Schlacht von Hastings besiegt.<\/p>\n<p>W\u00e4chterstein * W\u00e4chtersteine sind meist hohe, aufrecht stehende Steine, die im Allgemeinen als Ecksteine der Gesamtanlage aufgestellt wurden. In den meisten F\u00e4llen sind sie Teil der Umfassung, k\u00f6nnen aber auch au\u00dferhalb der Umfassung stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sagenwelt unserer Vorfahren 04.07.2010 UB &#8211; Die Gro\u00dfsteingr\u00e4ber der Jungsteinzeit werden heute noch oft als&#8220;H\u00fcnengr\u00e4ber&#8220; bezeichnet. Die Zeit der Gro\u00dfsteingr\u00e4ber ist das zweite und dritte vorchristliche Jahrtausend. Opfersteine, Richtsteine oder Alt\u00e4re sind weitere Anlage dieser Zeit. Hinter der Bezeichnung &#8222;H\u00fcnengr\u00e4ber&#8220; verbirgt sich eine alte Vorstellung aus dem Bereich des Volksglaubens. Sie besagt, da\u00df die [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1773","page","type-page","status-publish","hentry","odd"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1773"}],"version-history":[{"count":51,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1778,"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1773\/revisions\/1778"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}