{"id":1500,"date":"2010-05-15T11:11:29","date_gmt":"2010-05-15T09:11:29","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1500"},"modified":"2019-04-03T17:08:30","modified_gmt":"2019-04-03T15:08:30","slug":"muhlendorf-borger","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1500","title":{"rendered":"M\u00fchlendorf B\u00f6rger"},"content":{"rendered":"<p>Einhergehende mit der Geschichte des Dorfes ist die Geschichte der B\u00f6rger M\u00fchlen. Erste Steinplatten als Kornmahlger\u00e4te sind bei arch\u00e4ologischen Ausgrabungen hier in B\u00f6rger gefunden worden. Sp\u00e4ter nutzte man auch die Wasserkraft um Mahlsteine zu bewegen. In B\u00f6rger bot sich nur an einer Stelle die M\u00f6glichkeit eine Wasserm\u00fchle zu bauen. Diese Stelle wurde auch genutzt. Die \u00e4lteste M\u00fchle in B\u00f6rger, stammt aus dem Mittelalter und sie ist fast so alt wie der Ort B\u00f6rger selbst. Es ist die so genannte<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Walkem\u00fchle an der Ohe<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_1501\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Walkem\u00fchle-Federhofer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1501\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Walkem\u00fchle-Federhofer-150x150.jpg\" alt=\"Walkem\u00fchle B\u00f6rger - Zeichnung Konrad Federhofer 2004\" title=\"Walkem\u00fchle Konrad Federhofer2004 \" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1501\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1501\" class=\"wp-caption-text\">Walkem\u00fchle B\u00f6rger - Zeichnung Konrad Federhofer 2004<\/p><\/div> Sie ist (neben der H\u00fcvener M\u00fchle und Bruneforth bei Stavern) die \u00e4lteste M\u00fchle des H\u00fcmmling. Bereits 1204 (andere Berichte sprechen von 1170) wird sie in einem Kaufvertrag erw\u00e4hnt. Sie liegt an der Ohe, etwa 2 Kilometer \u00f6stlich von B\u00f6rger, direkt neben dem Hof der B\u00f6rger M\u00fchlenbauern &#8222;M\u00fcller &#8211; Am Busch&#8220;. Um diese Korn und Walkem\u00fchle betreiben zu k\u00f6nnen, musste die Ohe an dieser Stelle aufgestaut werden. So entstand das &#8222;M\u00fchlenmeer&#8220;. Dieses aufgestaute Wasser trieb dann das M\u00fchlenrad an, sodas man entweder das &#8222;Mahlwerk&#8220; f\u00fcr das Verarbeiten von Korn oder die Stampfh\u00e4mmer f\u00fcr das &#8222;Walken&#8220; der Wollstoffe, antrieb. \u00dcber den M\u00fchlendamm, der beidseitig der Ohe angelegt war verlief die Landstra\u00dfe von West nach Ost. \u00dcber diesen Damm brachten die Bauern die Waren zu Verabeitung zur M\u00fchle. Viele Geschichten \u00fcber die Walkem\u00fchle und Gegebenheiten rund um die M\u00fchle sind \u00fcberliefert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Moorgebiete oberhalb der Walkem\u00fchlen zusehends in Nutzung genommen und die Fl\u00e4chen entw\u00e4ssert. Dadurch verringerte sich die Kraft, die das Wasser am Stau bei der Walkem\u00fchle brachte. Besonders in trockenen Sommern musste die Arbeit eingestellt werden. Deshalb entschloss sich der M\u00fchlenbauer M\u00fcller und weitere Bauern in den 1820er Jahren eine zweite M\u00fchle zu bauen, damit man auch in den Sommermonaten, im Herbst und im Winter bei Eis und Schnee arbeiten konnte. Die Walkem\u00fchle und die M\u00fchlentechnik war um 1900 veraltet und nach und nach wurden die Arbeiten eingestellt. Im Jahre 1919 wurde die M\u00fchle abgerissen.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Ostertm\u00fchle in B\u00f6rger<\/strong><br \/>\n<div id=\"attachment_1504\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Osterm\u00fchle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1504\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Osterm\u00fchle-150x150.jpg\" alt=\"Ostertm\u00fchle in B\u00f6rger - Foto: Kaspar Kronabel 1950\" title=\"Ostertm\u00fchle B\u00f6rger\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1504\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1504\" class=\"wp-caption-text\">Ostertm\u00fchle in B\u00f6rger - Foto: Kaspar Kronabel 1950<\/p><\/div>Im Jahre 1823 erhielt Albert M\u00fcller, M\u00fchlenbesitzer in B\u00f6rger die Conzession zum Bau einer Windm\u00fchle holl\u00e4ndischer Bauart. Geplant ist Sie auf einer Sandkuppe \u00f6stlich vor B\u00f6rger einen Flintenschu\u00df weit von B\u00f6rger entfernt. Es ist eine Windm\u00fchle zum Kornmahlen mit einem zus\u00e4tzlichen Graupengang, da seine vorhandene Wasserm\u00fchle den Bedarf bei weitem nicht decken konnte. In dieser Zeit stieg die Zahl der Einwohner massiv an. Dieses wurde ihm genehmigt. In den Folgejahren entstand auf dieser Anh\u00f6he, die fortan M\u00fchlenberg  heisst diese Windm\u00fchle. Sie ist vielfach gemalt und fotografiert worden. Lange Jahre war sie im Dienst. Viele M\u00fcller waren bei den Eigent\u00fcmern M\u00fcller\/Korten angestellt. Im Jahre 1936 wurde sie an den M\u00fcller B\u00f6gemann verkauft der sie noch fast 20 Jahre (teils schon mit Elektromotoren) betrieb. 1958 kamen die Arbeiten, da moderne M\u00fchlenbetriebe effektiver arbeiten konnten zum Stillstand. Danach erwarb die Familie Anton Ubbenjans aus B\u00f6rger die M\u00fchle. Sie ist heute als Wohngeb\u00e4ude ausgebaut. Seit einigen Jahren ist die M\u00fchle ohne Fl\u00fcgel. Die Holzfl\u00fcgel wurden in den 1990er Jahren abmontiert, weil sie marode wurden. Wir hoffen, das es in naher Zukunft m\u00f6glich sein wird diese wieder anzubringen.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Westertm\u00fchle in B\u00f6rger<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_1510\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Westertm\u00fchle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1510\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Westertm\u00fchle-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1510\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1510\" class=\"wp-caption-text\">Westertm\u00fchle in B\u00f6rger &#8211; Fotoarchiv: Josef Albers<\/p><\/div>Mit der \u00c4nderung der Gewerbeordnung im Jahre 1845 begann in Deutschland eine lebendige Entwicklung des M\u00fchlenwesens. Mit Errichtung der M\u00fchle im Ostteil des Dorfes im Jahre 1837 und der alten Walkem\u00fchle konnte lange Jahre der Bedarf f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung gedeckt werden. Nun in den 1870er Jahren stie\u00df die Kapazit\u00e4t wieder an seine Grenzen, weil die alte Walkem\u00fchle alterschwach wurde. Mit Unterst\u00fctzung der Bauern des Westteil (Westertbauern) wurde nun 1884 eine zweite Windm\u00fchle in B\u00f6rger gebaut. Sie Beerbten Schiering und Consorten bauten westlich von B\u00f6rger auf der Sandkuppe des Fehmeberges einen &#8222;Gallerieholl\u00e4nder&#8220;. Fortan gab es den M\u00fchlenberg mit der Ostertm\u00fchle und den M\u00fchlenberg mit der Westertm\u00fchle in B\u00f6rger. Diese M\u00fchle mit Wohnhaus und B\u00e4ckerei wurde genossenschaftlich betrieben. Kurz nach Fertigstellung wurde der M\u00fchlenbetrieb um eine Dampfmaschine mit Maschinengeb\u00e4ude erweitert um auch flauem Wind arbeiten zu k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter wurde zus\u00e4tzlich ein S\u00e4gegatter eingebaut das mit der Dampfmaschine betrieben wurde. In der Inflation 1928 kamen die Genossen in wirtschaftliche Schwierigkeiten soda\u00df die M\u00fchle 1936 verkauft werden musste. Georg Wintering aus Schapen kaufte die M\u00fchle mit S\u00e4gewerk nebst Wohnhaus und B\u00e4ckerei. Sein Enkel ist heute noch dort t\u00e4tig. Am 25. Okt. 1941 wurde der Kopf dieser M\u00fchle bei einem verheerenden Sturm zerst\u00f6rt. Aus wirtschaftlicher Sicht war in den Folgejahren ein Wiederaufbau nicht m\u00f6glich. Man bedeckte die M\u00fchle mit einer flachen Haube. Angedachte Ma\u00dfnahmen zur Wiedererrichtung des Kopfes mit Fl\u00fcgel, konnten nicht realisiert werden. Dieses war zu teuer f\u00fcr den Betrieb und staatliche F\u00f6rderungen fehlen. Aber vielleicht wird es in Zukunft gelingen die M\u00fchle wieder mit einem Fl\u00fcgelwerk und M\u00fchlenkopf zu versehen.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>\u00d6lm\u00fchle Klaas an der Waldstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_1519\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Molkerei-u-Elektrizit\u00e4tswerk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1519\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Molkerei-u-Elektrizit\u00e4tswerk-150x150.jpg\" alt=\"Molkerei und Elektrizit\u00e4tswerk in B\u00f6rger\" title=\"Molkerei u Elektrizit\u00e4tswerk\" width=\"200\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1519\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1519\" class=\"wp-caption-text\">Molkerei und Elektrizit\u00e4tswerk in B\u00f6rger<\/p><\/div>Im Jahre 1851 beantragen die M\u00fcller Johann und Franz Klaas im Westteil von B\u00f6rger zum privaten Gebrauch eine \u00d6l- und Walkem\u00fchle mit Wohnhaus zu erbauen. Als Platz hatten sie das dem Franz Klaas geh\u00f6rende Grundst\u00fcck an der heutigen Waldstra\u00dfe ausgesucht, wo die Familie Klaas seit l\u00e4ngerem eine T\u00f6pferei betrieb. Das Amt S\u00f6gel genehmigte diese Anlage am 27. M\u00e4rz 1851 f\u00fcr den privaten Gebrauch der B\u00e4ckerei und des neuen Haushaltes. 4 Jahre sp\u00e4ter beantragten die M\u00fcller Johann und Franz Klaas, auch in Hinblick auf das expandierende Dorf B\u00f6rger und die bevorstehende Markenteilung, zur Urbarmachung der gro\u00dfen Heide- und Moorfl\u00e4chen eine Kornmahlconcession f\u00fcr den Mehlhandel &#8222;en gros&#8220;. Dieses wurde genehmigt. Die Korn-, \u00d6l- und Walkem\u00fchle wurde mit einer Dampfmaschine und einem Dampfkessel betrieben, der 1851 gebaut von der Meyerwerft gebaut wurde. Im Jahre 1880 scheint der M\u00fcller Franz Klaas, die Korn-, \u00d6l- und Walkem\u00fchle mit Wohnhaus an den B\u00f6rger Holzschuhmacher und H\u00e4ndler Arnold Terhalle, der aus dem westf\u00e4lischen H\u00f6rsteloe stammte, verkauft zu haben. Mit Schreiben vom 18. August 1880 beantragte dieser, den Kessel und die M\u00fchle wieder in Betrieb setzen zu d\u00fcrfen. Jedoch ist zu dieser Zeit auch die Kornwindm\u00fchle auf dem T\u00f6ppen (heute Wintering) durch die Beerbten Schiering und Consorten errichtet und in Betrieb gesetzt worden. Kurz nach der Jahrhundertwende entstand auf dem vorderen M\u00fchlengrundst\u00fcck an der Waldstra\u00dfe eine Genossenschaft-Molkerei, die auch mit einem Generator ausger\u00fcstet war. Dieser Generator in der Molkerei versorgte auch den Ort B\u00f6rger mit Elektrizit\u00e4t (soweit m\u00f6glich). Diese Anlage ist die Grundlage der Stromversorgung in B\u00f6rger, nach dem 1. Weltkrieg.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>M\u00fchlenbetrieb Korten Osterbrink<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_7276\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Lembecks-Hus-1200.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7276\" rel=\"lightbox[1500]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7276\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Lembecks-Hus-1200-200x150.jpg\" alt=\"Elektrom\u00fchlenbetrieb Bernhard Korten. Archiv: Hans L\u00fccking\" width=\"200\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-7276\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7276\" class=\"wp-caption-text\">Elektrom\u00fchlenbetrieb Bernhard Korten. Archiv: Hans L\u00fccking<\/p><\/div> Mit der Ausweitung des Buchweizenanbaus der B\u00f6rgeraner in den B\u00f6rger Mooren (nach der Markenteilung) und den Kultivieren von \u00d6dland- und Heidefl\u00e4chen in den 20er und 30er Jahren f\u00fcr den Kornanbau, sowie dem Handel mit diesen Produkten, wurden die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die M\u00fchlen in B\u00f6rger erweitert. Bernhard Korten errichtete in den 1920er Jahren an der Einfahrt zum Riegen ein Gesch\u00e4ftshaus mit M\u00fchlenbetrieb. Kurz danach (1930er Jahren) wurden Hofmahlwerke modern und \u00fcbernahmen dort die Arbeiten. Korten konnten den Betrieb nach der Inflation nicht mehr aufrechterhalten und verkauften das Geb\u00e4ude in den 1930er Jahren an den Kolonialwarenh\u00e4ndler Lembeck. Lembecks aus Wahn kommend bet\u00e4tigten sich als Einzelh\u00e4ndler. Sp\u00e4ter heiratete Johann L\u00fccking aus Herzlake dort ein. Dieser war Schlachter und erweiterte den Einzelhandelsbetrieb um eine Schlachterei und Metzgerei. In den 2000er Jahren wurde der Betrieb, da kein Nachfolger mehr zur Verf\u00fcgung stand aufgegeben und das Geb\u00e4ude 2012 abgerissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einhergehende mit der Geschichte des Dorfes ist die Geschichte der B\u00f6rger M\u00fchlen. Erste Steinplatten als Kornmahlger\u00e4te sind bei arch\u00e4ologischen Ausgrabungen hier in B\u00f6rger gefunden worden. Sp\u00e4ter nutzte man auch die Wasserkraft um Mahlsteine zu bewegen. In B\u00f6rger bot sich nur an einer Stelle die M\u00f6glichkeit eine Wasserm\u00fchle zu bauen. Diese Stelle wurde auch genutzt. 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