{"id":1451,"date":"2010-05-11T10:21:50","date_gmt":"2010-05-11T08:21:50","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1451"},"modified":"2017-08-01T18:24:30","modified_gmt":"2017-08-01T16:24:30","slug":"maler-in-borger","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/?page_id=1451","title":{"rendered":"Maler in B\u00f6rger"},"content":{"rendered":"<p>Bemerkenswert ist eine Vielzahl von K\u00fcnstlern, die sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert in B\u00f6rger aufgehalten haben und hier Zeichnungen Aquarelle und Gem\u00e4lde fertigten. Sie sind nicht nur schm\u00fcckendes Beiwerk der Ortsgeschichte sondern verdienen es n\u00e4her betrachtet zu werden. Die Kunstsachverst\u00e4ndige Dr. Christiane Kerrutt aus Rheine, beleuchtete in ihrem Aufsatz im Buch &#8222;B\u00f6rger Geschichte des H\u00fcmmlingdorfes von 2005&#8220; wie vielseitig sich die Kunst pr\u00e4sentiert. Das von den Kunstzentren weit abgelegene H\u00fcmmlingdorf habe erstaunlicherweis im Zeitraum von 1875 bis heute nicht nur lokale Kunstschaffende aufzuweisen sondern zog \u00fcber die Jahre eine Reihe von \u00fcberregionalen Malern an, die den Ort wiederholt besuchten. Es waren \u00fcber ein Dutzend. Einige von Ihnen wollen wir hier vorstellen.<\/p>\n<p><strong>Eugen Felix Prosper Bracht 1842-1921<\/strong> <\/p>\n<p><div id=\"attachment_1452\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Schafst\u00e4lle-in-der-Heide.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1452\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Schafst\u00e4lle-in-der-Heide-150x150.jpg\" alt=\"Schafst\u00e4lle in der Heide - Eugen Felix Bracht\" title=\"Schafst\u00e4lle in der Heide\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1452\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1452\" class=\"wp-caption-text\">Schafst\u00e4lle in der Heide - Eugen Felix Bracht<\/p><\/div>geb. 1842 am Genfer See, gest. 1921 in Darmstadt) war ein deutscher Maler. Bereits mit acht Jahren kam Bracht zusammen mit seiner Familie nach Darmstadt. Dort wurde Bracht Sch\u00fcler der Maler Friedrich Frisch und Karl Ludwig Seeger. Johann Wilhelm Schirmer wurde auf den Sch\u00fcler Bracht aufmerksam und erm\u00f6glichte ihm ab 1859 den Besuch der Karlsruher Kunstschule. Die Sommermonate 1860 konnte Bracht zusammen mit den Malern Emil Lugo und Hans Thoma im Schwarzwald verbringen. Gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt durch seine Lehrer ging Bracht 1861 nach D\u00fcsseldorf und wurde dort Sch\u00fcler von Hans Gude. Sp\u00e4ter konnte Bracht in Gudes Atelier zwar selbstst\u00e4ndig arbeiten, war aber mit seinen Bilder nie ganz zufrieden.1864 verlie\u00df Bracht dann D\u00fcsseldorf und lie\u00df sich in Berlin nieder. Nach ein paar Jahren kfm. T\u00e4tigkeit Bracht verlie\u00df er Berlin wieder und kehrte im Fr\u00fchjahr 1876 zu seinem Lehrer Gude nach Karlsruhe zur\u00fcck. Hier konnte Bracht dann auch mit seinen D\u00fcnenbildern erste Erfolge feiern. Mit diesen Bildern thematisierte Bracht haupts\u00e4chlich die kargen Landschaften der Ostseek\u00fcste der L\u00fcneburger Heide und des H\u00fcmmling. Publikum wie offizielle Kunstkritik lobte an diesen Bildern die \u201e&#8230;stimmungsvolle Einsamkeit\u201c. Im Sommer bis Oktober 1875, entstanden auf einer l\u00e4ngeren Reise Bilder in B\u00f6rger (u. a. H\u00fcnengrab auf dem H\u00fcmmling). Weitere Reisen nach B\u00f6rger auf den H\u00fcmmling, teilweise mit seiner Frau Toni zusammen,folgten. Bei seinen Reisen zu uns, die er bis 1895 machte, nahm er immer Quartier bei der Familie Langen in B\u00f6rger bei der Kirche (heute Kl\u00f6nschnack). Neben seiner Malert\u00e4tigkeit forschte er mit seiner Frau zusammen auch f\u00fcr Landekundemuseen in Berlin. 1880\/81 unternahm Bracht eine l\u00e4ngere Studienreise durch Syrien, Pal\u00e4stina und \u00c4gypten. 1882 nahm Bracht einen Ruf als Dozent f\u00fcr Landschaftsmalerei an der Berliner Kunstakademie an und bereits zwei Jahre sp\u00e4ter avancierte er dort zum o. Proffessor. Die Jahre zwischen 1901 und 1919 wirkte Bracht als Dozent in Dresden an der dortigen Kunstakademie. Zu seinen Meistersch\u00fclern geh\u00f6rten u. a. Paul Mishel und Artur Henne.<\/p>\n<p><strong>Hermann Pr\u00fcssman (1899-1980)<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_7389\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Nr-81-Pr\u00fcssmann-Tannenweg.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7389\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7389\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Nr-81-Pr\u00fcssmann-Tannenweg-200x150.jpg\" alt=\"B\u00f6rger D\u00fcnenstra\u00dfe Hofstelle Bunte-Hinnek\" width=\"200\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-7389\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7389\" class=\"wp-caption-text\">B\u00f6rger D\u00fcnenstra\u00dfe Hofstelle Bunte-Hinnek<\/p><\/div>Der bekannteste Maler, der oft in B\u00f6rger weilte ist Hermann Pr\u00fcssmann. Bei seinen Besuchen weilte er auch bei der Familie Langen im Gasthof Langen in B\u00f6rger an der Kirche. Die Stille und die Abgeschiedenheit der Landschaft in und um B\u00f6rger fazinierte den Maler, wie der sp\u00e4ter schrieb. Immer wieder zog es den in M\u00fchlheim \/ Ruhr geborene Pr\u00fcssmann ab 1932 zu Besuchen auf den H\u00fcmmling. Insperiert wurde er von der Weite der Heide- und Moorfl\u00e4chen sowie die D\u00fcnenlandschaft und die Schafst\u00e4lle. Nach seine Kunstgewerbestudium in Essen machte er seinen Abschlu\u00df danach an der Dresdener Kunstakademie als &#8222;Meistersch\u00fcler von Otto Dix&#8220;. Von ihm stammen viele Dorfansichten, aber auch Landschaftsbilder der &#8222;alten Zeit&#8220;. Nach einer Ausstellung seiner Bilder 1978 auf Schlo\u00df Clemenswerth zu seinen Lebzeiten wurden die Bilder sehr bekannt, auch in B\u00f6rger. Die Gemeindeverwaltung erwarb in dieser Zeit viele &#8222;Drucke&#8220; der Orginalbilder f\u00fcr die Gemeindeverwaltung.<\/p>\n<p><strong>Dietrich Janssen-Jennelt (1889-1983)<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_7390\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Nr-2-Janssen-Jennelt-Osterm-B\u00f6rger.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7390\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7390\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Nr-2-Janssen-Jennelt-Osterm-B\u00f6rger-200x150.jpg\" alt=\"B\u00f6rger Ostertm\u00fchle mit M\u00fcller B\u00f6gemann\" width=\"200\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-7390\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7390\" class=\"wp-caption-text\">B\u00f6rger Ostertm\u00fchle<br \/>mit M\u00fcller B\u00f6gemann<\/p><\/div>Dietrich Janssen-Jennelt wird oft als Heimatmaler Ostfrieslands bezeichnet. 1889 wurde er in Krummh\u00f6rn, im Ort Groothusen geboren. Seine Verwandtschaft im Holl\u00e4ndischen geh\u00f6rt zu bekannten Malerfamilien. Nach seiner Schulausbildung und Kunststudium war er ab 1923 als Kunstlehrer in Wilhelmhaven t\u00e4tig. Zwischen 1928 und 1940 bereiste er oft das Emsland und war viele Male in B\u00f6rger zu Gast. Er hat bei seinem Tod 2.000 Kunstwerke hinterlassen. Etwa 50 Kohlezeichnungen und Aquarelle sind mit B\u00f6rger Motiven bekannt. Der Heimatverein B\u00f6rger hat einige wenige davon in Besitz. Mehrere seiner Zeichnunen und und Aquarelle zeigen eine leicht gew\u00f6lbte Horizontlinie, die Erd- und Himmelszone der Landschaft voneinander trett. Sicher ist es kein Zufall, dass der K\u00fcnstler, der ansonsten h\u00e4ufig die flachen K\u00fcstenlandschaften bei Wilhelmshaven und in Ostfriesland darstellte auf dem H\u00fcmmling schon bald auf die vielerorts sanft geschwungene Horizontlinie aufmerksam wurde und in seinen Blickpunkt bevorzugte. <\/p>\n<p><strong>Karl Meier 1906-1985<\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_1463\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/M\u00fcssjans-Hoff.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1463\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/M\u00fcssjans-Hoff-150x150.jpg\" alt=\"Bauernhaus in B\u00f6rger - Karl Meier\" title=\"M\u00fcssjans Hoff\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1463\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1463\" class=\"wp-caption-text\">Bauernhaus in B\u00f6rger - Karl Meier<\/p><\/div>Oft auch in B\u00f6rger zu finden war der K\u00fcnstler Karl Meier. Seine Kindheit verbrachte er mit seinen Eltern in Posthausen bei Verden im Landkreis Nienburg\/Weser. Nach seinem Abitur 1925 begann er eine Malerlehre. Dann folgte der Besuch der Kunstgewerbeschule in Hildesheim, die er 1930 mit der \u201ekunstgewerblichen Reifepr\u00fcfung\u201c in den F\u00e4chern \u201eMalerei und Graphik\u201c beendete. Diese Hildesheimer Jahre haben sein Leben als K\u00fcnstler gepr\u00e4gt, so berichtet er sp\u00e4ter. Auf dem H\u00fcmmling fand er berufsbedingt eine Heimat, die der Heimat seiner Kindheit so \u00e4hnlich ist. Eckard Wagner berichtet in der Brosch\u00fcre \u201eDer H\u00fcmmling, Landschaft im Wandel\u201c \u00fcber die Gem\u00e4lde, Zeichnungen und Aquarelle des Malers. Dabei berichtet er \u00fcber die Malerei in und um B\u00f6rger: \u201e In der Kunstliteratur, &#8211; nicht die in der ersten Reihe \u2013 wird von mehreren Aufenthalten des ber\u00fchmten Landschaftsmalers Eugen Bracht aus Berlin in B\u00f6rger berichtet, der in den 1880 \u2013 1890er Jahren H\u00fcnengr\u00e4ber, Schafherden, die Osterm\u00fchle und Landschaften malte. Dieselbe Landschaft hatte sich der Rheinl\u00e4nder Hermann Pr\u00fcssmann, Meistersch\u00fcler von Otto Dix  f\u00fcr seine Malerferien in den 1930er Jahren erkoren: das alte B\u00f6rger, das Gro\u00dfst\u00e4dter verzaubert haben mag! Nicht nur Stadtflucht war es, die auch Otto Pankok in der Vorkriegszeit, die f\u00fcr politisch Andersdenkende gef\u00e4hrlich war, in das Versteck \u201ezwischen Helte und Bokeloh\u201c trieb. Auch der Cosfelder Heinrich Evertz fand hier in der \u201el\u00e4ndlich r\u00fcckst\u00e4ndigen Fremde\u201c Motive f\u00fcr seine zahlreichen Holzschnitte. Und auch heimische K\u00fcnstler wie \u201eHellerbernd\u201c oder der \u201eMaler Wolters, Papenburg\u201c, dessen Einzelg\u00e4ngerschaft bel\u00e4chelt wurde, hielten \u201eMomente f\u00fcr die Ewigkeit fest. \u2013 Die K\u00fcnstler jedoch blieben im Gegensatz zu den Malern von Worpswede, so wie die Landschaft, meistens unbekannt! <\/p>\n<p><strong>Wilhelm Palmes 1903-1982<\/strong><\/p>\n<p>Sein k\u00fcnstlerisches Talent wurde schon fr\u00fch entdeckt. So begann der junge Wilhelm Palmes 1923 sein Studium an der D\u00fcsseldorfer Akademie. Von 1923 bis 1932 war er Sch\u00fcler bei den Professoren Ludwig Heupel-Siegen, Hans Kohlschein und Karl Ederer, der ihn 1929 in den Kreis seiner Meistersch\u00fcler aufnahm. Zahlreiche Reisen f\u00fchrten Wilhelm Palmes in dieser Zeit durch Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Mallorca und Italien. Die vielf\u00e4ltigen Eindr\u00fccke dieser Studienfahrten hielt er in einer Reihe bekannt gewordener \u00d6lbilder, Pastelle und Aquarelle fest. Die Portraitmalerei jedoch wurde zu einem besonderen Schwerpunkt seines Schaffens. In B\u00f6rger ist er nachweislich mindestens einmal gewesen. Hier besuchte er seinen Freund den Lehrer Karl K\u00e4ufer, der wie er aus Greven stammt.<br \/>\n<div id=\"attachment_1457\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Fleer-Ehepaar.jpg\" rel=\"lightbox[1451]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1457\" src=\"http:\/\/heimatverein.he-webpack.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Fleer-Ehepaar-150x150.jpg\" alt=\"Hermann u. Gesina Fleer B\u00f6rger, 1933\" title=\"Fleer Ehepaar\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-thumbnail wp-image-1457\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1457\" class=\"wp-caption-text\">Hermann u. Gesina Fleer B\u00f6rger, 1933<\/p><\/div>Zwei alte Menschen &#8211; neben einander ins Bild gesetzt &#8211; so portraitiert der Maler in diesem Bild das H\u00fcmmlinger Bauernpaar Hermann und Anna Fleer. Die Gesichter der beiden sind von einem arbeits- und entbehrungsreichen Leben gepr\u00e4gt und doch strahlen sie Erf\u00fcllung aus. W\u00e4hrend der Mann fragend aber vielleicht auch ein wenig verschmitzt den Betrachter ansieht, sind die Augen der Frau eher bescheiden nach vorn und nach innen gerichtet. Beide haben das harte Leben in der trockenen und einsamen Landschaft des H\u00fcmmlings gemeinsam und in W\u00fcrde gemeistert. Der Maler f\u00e4ngt die Verbundenheit, das stille Gl\u00fcck und die W\u00fcrde des H\u00fcmmlinger Bauernpaars mit gro\u00dfer Sensibilit\u00e4t und realistischer Sch\u00e4rfe ein. Er zeigt diese Menschen in einem Gewand, das ihrer inneren Stimmung aber auch der Tradition entspricht: im feierlichen Schwarz der Festtagskleidung und der lokalen Tracht. Wie in vielen anderen Portaits fehlt auch in diesem Bild der konkrete Bezug zum Raum: dem Maler geht es nicht um Einzelpersonen und deren Schicksale. Es geht ihm um Allgemeines, Dauerhaftes, Universales. Hier ist es die Darstellung der W\u00fcrde des Alters &#8211; unabh\u00e4ngig von konkreten Lebenssituationen, Schicht- oder Klassenzugeh\u00f6rigkeit. Damit steht der K\u00fcnstler in der Tradition der gro\u00dfer Maler des 19. Jahrhunderts, eines Wilhelm Leibl zum Beispiel und damit gelingt ihm weite Beachtung und Anerkennung durch die internationale Kunstkritik. &#8211; (aus Wilhelm-Palmes.de 2009)<\/p>\n<p><strong>Heinz Kramer Hinte 1919-2009<\/strong><\/p>\n<p>Mit Heinz Kramer Hinte ist wiederum ein K\u00fcnstler zu erw\u00e4hnen, der zwar nicht in unserer Region lebt, seinen Blick jedoch wiederholt auf den H\u00fcmmling und auch auf B\u00f6rger gerichtet hat. Mehr als 80 Gem\u00e4lde und Motive aus dem n\u00f6rdlichen Emsland hat er in den Jahren zwischen 1969 und 1997 geschaffen. Geboren wurde er in dem kleinen ostfriesischem Ort Hinte, der wenige Kilometer n\u00f6rdlich von Emden liegt. Diesen Ortsnamen hat er seinem Nachnamen &#8222;Kramer&#8220; angef\u00fcgt, um den Namen mehr Pr\u00e4gnanz zu verleihen und Verwechselungen vorzubeugen. Der Zweite Weltkrieg verschlug ihn nach Cloppenburg. \u00dcber seine Ehefrau Hedwig mit der er 57 Jahre verheiratet war (+ 2004), dessen Vorfahren vom H\u00fcmmling stammen und seinem Freund Dr. Hubert Hahnenkamp ( + Ehrenmitglied des HV B\u00f6rger) lernte er den H\u00fcmmling kennen und sch\u00e4tzen. Heinz Kramer Hinte war ein akribischer Handwerker. Die Zahl seiner Bilder ist hoch. Sein erstes Bild &#8222;Hund mit Fasan&#8220; malte der Autodidakt im Alter von neun Jahren. Eines seiner fr\u00fchen H\u00fcmmling-Bilder ist das hier abgebildete Motiv von &#8222;Ubben Kr\u00fcss&#8220;. Seinem realistischen Stil blieb er Zeit seines Lebens treu, seine Gem\u00e4lde bed\u00fcrfen keiner Erl\u00e4uterung. Der gelernte Maler Kramer-Hinte hatte sich 1951 an der Osterstra\u00dfe selbstst\u00e4ndig gemacht. 1977 \u00fcbergab er das Gesch\u00e4ft an seinen ehemaligen Lehrling J\u00fcrgen Luttmer, der den Betrieb zur &#8222;Soesten-Galerie Kramer&#8220; weiterentwickelte. Heinz Kramer Hinte starb am 22. Juli 2009 in Cloppenburg im 90. Lebensjahr. Im Mai 2010 wurde der Nachla\u00df geregelt. Die Stadt Cloppenburg und sein Heimatdorf Hinte verwalten seither die Bilder die noch im Besitz des K\u00fcnstlers waren. Unter anderem ca 30 Bilder mit Motiven vom H\u00fcmmling. Der HV B\u00f6rger plant im Jahre 2011 eine Wanderaustellung \u00fcber den H\u00fcmmling. Die Stadt Cloppenburg sagte schon Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n<p><strong>Arvydas Zdanavicius geb. 1951<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Litauer K\u00fcnstler Arvydas Zdanavicius ist noch heute ein Maler in B\u00f6rger t\u00e4tig. Seit 1995 ist er nunmehr 10 mal in B\u00f6rger bei der Familie Hermann Schmitz, Glupen zu Gast. Bei seinen Aufenthalten entstanden zahlreiche Ortsansichten von B\u00f6rger und weitere emsl\u00e4ndische Motive. 1993 lernte Hermann Schmitz den litauischen K\u00fcnstler kennen, der 1951 in Kaunas geboren wurde und die Kunstakademie in der Landeshauptstadt Vilnius absolvierte. Seit der Aufl\u00f6sung der Sowetunion und dem Aufbau eines souver\u00e4nen Staates Litauen kommt es nun zu regelm\u00e4\u00dfigen Besuchen in B\u00f6rger. Mit seiner Arbeit unterst\u00fctzt der K\u00fcnstler die Aktivit\u00e4ten des Malteser Hilfsdienstes beim Aufbau eines Kinderheimes in Krakes Litauen. Die K\u00fcnstler aus dem Osten arbeiten aufgrund der dortigen Ausbildung wesentlich traditionsgebundener als ihre westlichen Kollegen. Sie entwickeln auch moderne Stilelemente, jedoch bleiben die Motive dabei h\u00e4ufig gegenst\u00e4ndlicher und klar erkennbar. Die Verbindung von traditionellen und modernen Stilelementen zeigt sich auch in den Werken von Arvydas.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bemerkenswert ist eine Vielzahl von K\u00fcnstlern, die sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert in B\u00f6rger aufgehalten haben und hier Zeichnungen Aquarelle und Gem\u00e4lde fertigten. 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